Stadtwappen

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Das Gelnhauser Privileg oder Barbarossaprivileg in dem Kaiser Friedrich I. Barbarossa im Jahre 1186 die Stadt Bremen als politische Körperschaft anerkannte.

Ein Stadtwappen (auch Städtewappen genannt) ist das Wappen einer größeren, zentralisierten und abgegrenzten Siedlung mit einer eigenen Verwaltungs- und Versorgungsstruktur, die meist im Schnittpunkt größerer Verkehrswege liegt.

Geschichte

Ursprünglich wurde eine Siedlung, ein Dorf oder eine Gemeinde durch kaiserliches oder landesherrliches Vorrecht zur Stadt erhoben. Das sogenannte „Stadtrecht“ wurde durch ein schriftliches Privileg verbrieft. Aus den am Privilig angebrachten „städtischen“ Siegeln (nachweisbar ca. seit dem 12. Jahrhundert) und/oder aus sich darauf befindenden Abbildungen leiten sich die Stadtwappen ab, die ca. seit 13./14. Jahrhundert in Schildform erscheinen.

Die Stadtbewohner übernahmen anfangs die Abbildungen/Siegel des Privilegs als Symbol für die eigene Stadt ohne Zutun des Landesherrn oder ihres obersten Herrn und lehnten das Stadtzeichen manchmal an deren Wappen an (bald im Bild, bald in den Farben). Die Schilde der Städte Winterthur und Bremgarten beruhen z. B. auf die Grafen von Kyburg bzw. Habsburg. Die Anlehnung oder Übernahme bestehender Wappen geschah unkritisch und weitgehend ohne Kenntnis der spezifischen Wappengeschichte oder der heraldischen Eigentümlichkeiten der Vorlage.

Heute führen nicht nur Städte ein Wappen, sondern auch kleinere Orte oder Dörfer et cetera. Umgangssprachlich wird dabei zwischen den Begriffen „Stadt-“, „Kommunal-“ und „Ortswappen“ nicht differenziert.

Kanaldeckel in Zehdenick in Brandenburg mit Stadtwappen

Darstellung

Städtewappen erscheinen gewöhnllich ohne Wappenhelm und Oberwappen (Ausnahmen bestätigen die Regel). In der Neuzeit erscheinen über den Städteschilden teilweise Mauerkronen, wie im Wappen von EschweilerW-Logo.png oder LangenloisW-Logo.png. Städtische Wappen findet man auf Münzen, auf Siegeln, Gewichten, Brücken, Schachtdeckeln usw. sowie an Rathäusern, sonstigen städtischen Einrichtungen und Gebäuden, manchmal in Einzahl, oft mehrfach.

Siehe auch

Weblinks

Literatur

  • Oswald, Gert: Lexikon der Heraldik. Mannheim, Wien, Zürich. 1984. S. 375.
  • Beckherrn, C.: Die Wappen der Städte Alt-Preußens. Königsberg 1892.
  • Hupp, Otto: Deutsche Ortswappen. Kaffee-Hag-AG Bremen. O. J. Neuherausgabe durch K. Stadtler, Bremen 1964.
  • Decken, J.: Deutsche Länder- und Städtewappen. Bonn. 1964.
  • Stadtler, K.: Deutsche Wappen. Bremen. 1964.