Simpliciuswappen

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Das Martyrium der Heiligen Simplicius und Faustinus, Darstellung in einem Manuskript aus dem 14. Jahrhundert

Der Ausdruck Simpliciuswappen bezeichnet in der Heraldik

  • das postum angedichtete Wappen (Phantasiewappen/Heiligenwappen) des Simplicius von RomW-Logo.png, der angeblich (zusammen mit seinen Geschwistern Faustinus und Beatrix) einen roten Wappenschild mit drei aus einem grünen Dreiberg wachsenden weißen Lilien geführt haben soll.
  • jene Wappen, die im weitesten Sinn auf das vorgebliche Phantasie-/Heiligenwappen des Simplicius von Rom hinweisen (gewöhnlich durch Darstellung des Simpliciuswappens oder seiner Wappenfiguren im wirklichen Wappen).

„Simpliciuswappen: dem heiligen Simplicius, der gemeinsam mit seinen Geschwistern Faustinus und Beatrix um 305 in Rom den Martertod erlitt, zugeschriebenes Wappen (..) Das Wappen besteht aus einem roten Schild mit drei aus einem grünen Dreiberg wachsenden weißen Lilien. Im Wappen der thüringischen Stadt Geisa wird das Simpliciuswappen gemeinsam mit dem Stiftswappen vom heiligen Gangolf gehalten. Das Wappen läßt die ehemalige Zugehörigkeit der Stadt zum Kloster Fulda erkennen.“

Gert Oswald: Lexikon der Heraldik (1984)[1]

Im Wappen von Lauterbach erscheint Simplicius von Rom mit einem gotischen Kampfschild und mit einer Turnierfahne, beide mit drei weißen Lilien aus einen grünen Dreiberg wachsend im roten Feld („Simpliciuswappen“). Die gleichen Figuren erscheinen auch im Wappen von Fulda und Hammelburg.

Symbolik

Die drei Lilien im Simpliciuswappen symbolisieren einerseits Reinheit und sind andererseits in der Dreizahl ein Hinweis auf Simplicius und seine zwei Geschwister Faustinus und Beatrix. Der rote Hintergrund steht für den Märtyrertod, den sie gestorben sind. Der grüne Dreiberg beziehungsweise seine drei Hügeln verweisen auf die Gräber der drei Geschwister.

Weblinks

 Commons: Simplicius von Rom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Oswald, Gert: Lexikon der Heraldik. Mannheim, Wien, Zürich. 1984. S. 367. ISBN 978-3-411-02149-9