Mühlstein (Heraldik)

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Mühlstein
 
faktisch
 
in der Heraldik
(um 1460; Wappen derer von WeitmühlW-Logo.png, nach Berliner Wappenbuch)

Der Mühlstein (auch Mahlstein, Mühlenstein oder ähnlich genannt; mhd. kürnestein oder mülstein; lateinisch [lapis] molaris oder mola; französisch meule de moulin, pierre de moulin oder meule à grains; englisch millstone) ist in der Heraldik eine gemeine Figur.

Darstellung

um 1335/1345: Mühlstein (Wappen derer von Spiser; nach der Zürcher Wappenrolle)
Mühlstein in der Helmzier von Baron LisleW-Logo en.png (1355)[1]
Läuferstein mit vierzackiger Haue
Im roten Felde ein bogenförmig geschärfter silberner Mühlstein (Wappen von Hameln)

Die gemeine Figur Mühlstein ist dem gleichnamigen realen GegenstandW-Logo.png nachempfunden. Sie erscheint gewöhnlich ungefurcht, kreisrund mit einem Durchbruch („Loch“, „Auge“) in der Mitte. Die genaue Form des Durchbruchs kann gemeldet werden (zum Beispiel rund, viereckig et cetera). Es empfiehlt sich, die eventuell im Mühlstein vorhandene Furchung in der Wappenbeschreibung zu erwähnen (gefurchter Mühlstein, geschärfter Mühlstein). Des weiteren sollte gemeldet werden, ob das „Loch“ in der Mitte mit einem Eisen besetzt ist, oder nicht.

„Der Mühlstein (Tafel XXX. Figur 66.) von welchem zu melden ist, ob er das Eisen (wie hier) in der Höhlung hat, oder letzere frei ist.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[2]

Mühlsteine erscheinen in Wappen in der Regel in Einzahl, auch in Zwei- oder Dreizahl, nur selten in noch höherer Anzahl. Alle heraldischen Farben sind gebräuchlich.

Wappenbilderordnung

Siehe auch

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Mühleisen (Heraldik)
HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Mühle (Heraldik)

Weblinks

Show-handle-HW.png Bernhard Peter: Besondere Motive: Das Mühleisen und abgeleitete Formen

Einzelnachweise

  1. Wappenbeschreibung: „A mill-stone argent pecked sable the inner circle and the rim of the second the fer-de-moline or.“
  2. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.