Sattel (Heraldik)

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Dieser Artikel behandelt die Wappenfigur Sattel, die zum Beispiel einem Turnier-/Renn-/Stechsattel nachempfunden ist (siehe „Turniersattel“).
Sattel
(gemäß Siebmacher)
Sättelin Wappen - Paul Hektor Mairs - Geschlechterbuch der Stadt Augsburg - Cod.icon. 312 b.png

Das Reitutensil Sattel (frz.: selle; engl.: saddle) ist in der Heraldik eine seltene gemeine Figur.

Darstellung

Die Darstellung der gemeinen Figur Sattel ist gewöhnlich einem Turniersattel oder einem Pferde-ReitsattelW-Logo.png nachempfunden. Sättel für andere Tiere (Kamel, Dromedar, Elefant o. ä.) und besondere oder zusätzliche Bestandteile des Sattels (Steigbügel, Satteltaschen, Satteldecke und so weiter) sollten gemeldet werden. Das Wappenmotiv Sattel kann in allen heraldischen Farben eingefärbt sein. Erscheinen einzelne Sattelbestandteile oder Sattelzusätze in einer vom eigentlichen Sattel abweichenden Tinktur, sollte dies gemeldet werden.

„Der Sattel (Tafel XXX. Figur 15.): uns nur als Wappen der von Sätterlin vorkommend, erinnerlich. Daß das Wappenbild der von Sydow kein Sattel, sondern ein einfacher Schildbeschlag, haben neuere Forschungen zur Genüge bewiesen.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Sattel als Nebenmotiv

Der Sattel ist häufig das Nebenmotiv einer anderen gemeinen Figur. Er liegt beispielsweise auf einem Pferd oder einem Kamel auf. Auch in diesen Fällen sollte der Sattel in allen seinen Einzelheiten beschrieben werden.

Symbolik

Das heraldische Motiv Sattel wird manchmal redend in Wappen verwendet, beispielsweise im Wappen der Familie von Sätterlin, im Wappen der Gemeinde SatteldorfW-Logo.png, des Ortes SattelW-Logo.png und so weiter.

Wappenbilderordnung

Der Sattel wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) im Abschnitt Landwirtschaftliches Gerät, Jagd- und Fischgerät unter der Nr. 9561 aufgenommen.

Weblinks

 Commons: Sättel in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.