Rechen (Heraldik)

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Rechen
 
als gemeine Figur (1450–1480: Wappen derer von Rechenberg), FrankenW-Logo.png
 
als Heroldsbild (zum Beispiel im Wappen Frankens)

Der Rechen ist in der Heraldik ein Wappenmotiv, das in zwei Ausprägungen erscheint:

Heroldsbild

Das wohl bekannteste Wappen mit einem Rechen ist der Fränkische Rechen.

Der Fränkische Rechen ist ein Beispiel für den Spitzenschnitt. Dieser Wappenschnitt ist unabhängig von der Anzahl der Spitzen. Nur wenn die Spitzen sehr eng und fein sind, werden sie zum Sägeschnitt. Die Spitzen an eine rechte oder linke Wappenseite gelegt, führt zur Spitzenteilung.

Die Form des Rechens stellt die Ganzheitlichkeit von Himmel und Erde dar und wurde daher gerade von kirchlichen Institutionen in Siegel oder Wappen aufgenommen. Sie symbolisiert mit drei nach oben (Himmel) gerichteten Spitzen die Dreifaltigkeit Gottes und gleichzeitig mit vier nach unten (Erde) gerichteten Enden die vier Himmelsrichtungen der Erde. Die optische Ähnlichkeit besteht dem "Treibgutrechen" und hat zu dem heutigen Namen geführt, vermutlich, weil an für die Holztrift angelegten Sperrwerken entstandene Ortschaften, deren Existenzgrundlage der Holztransport war, solche Figuren als Emblem benutzen.

Gemeine Figur

Die zweite Erscheinungsform ist die gemeine Figur im Wappen. Der RechenW-Logo.png, auch Harke bezeichnet, stellt in diesem Fall ein landwirtschaftliches Arbeitsgerät dar und wird einzeln, zwei gekreuzt oder mit einer Sense gekreuzt im Wappen genommen. Gelegentlich wird eine Garbe unter die gekreuzten Arbeitsgeräte gestellt.

Weblinks

 Commons: Rechen in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Fensterraute links oben ausgebrochen.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Rechen_(Heraldik)“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 8. Juni 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.