Pflug (Heraldik)

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Pflug im Wappen von Neuler
 
1999: Pflug im Wappen von RosmalenWp Insigne Nederlandicum.png
 
1348: Pflug (Kopie eine Siegelsabrucks; RosmalenW-Logo.png)
Ein mittelalterlicher Hakenpflug aus Holz mit eisenbeschlagener Spitze, der den Boden nur aufritzt, aber die Schollen nicht wendet
Pflügen im 13. Jahrhundert
Pflügen im frühen 15. Jahrhundert

Der Pflug (althochdeutsch phluog; mittelhochdeutsch pfluoc; französisch charrue; englisch plough) ist in der Heraldik eine gemeine Figur, die in der Kommunalheraldik sehr verbreitet ist.

Darstellung

Der Pflug wird in der Regel in Einzahl in unterschiedlichen Positionen im Wappen dargestellt. Der Pflug wird mit und ohne Rad, meist alleinstehend, aber auch mit Mensch oder mit Zugtier abgebildet. In Wappen sollten nur Pflüge dargestellt werden, die im Mittelalter gebräuchlich waren. Moderne, vollmechanisierte oder Pflüge für den Traktorenzug gelten als „unheraldisch“.

„Der Pflug (Tafel XXX. Figur 22.) ist selten in (Familien)Wappen. Die aus Ungarn stammende schlesische Familie von Beöczy führt einen Pflug in der gewöhnlichen Stellung umrahmt von 2 Zweigen, auf deren Kreuzung ein Vogel sitzt.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Wappenbilderordnung

  • Die gemeine Figur Pflug wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) im Abschnitt Andere Erzeugnisse von Menschenhand: Landwirtschaftliches Gerät, Jagd- und Fischereigerät unter der Nr. 9501 aufgenommen.

Symbolik

Die häufige Verwendung des Pflugs in Wappen zeugt von der Wichtigkeit und der Verbundenheit der Landwirtschaft mit den Menschen einer Region.

Siehe auch

Neben dem Pflug sind der Pflugschar, Pflugeisen und Pflugschleifen als stark stilisiert Arbeitsgeräte im Wappenschild anzutreffen.

Weblinks

 Commons: Pflug in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Pflug – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (M. Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889. S. 143