Kochmütze (Heraldik)

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Kochmütze
(gemäß WBO, Nr. 9714)
Chefkoch im Hotel Chatham, Paris (1921, William Orpen)

Die Kochmütze (frz.: toque [de cuisinier]; engl.: chef's hat, toque blanche, cook's cap, white hat oder ähnlich) ist in der neueren Heraldik (frühestens ab dem 19. Jahrhundert) eine gemeine Figur.

In der traditionellen Heraldik ist das Motiv im Wappenwesen nicht gebräuchlich.

Darstellung

Die gemeine Figur Kochmütze ist der gleichnamigen Kopfbedeckung der Berufskleidung im Restaurantbetrieb nachempfunden. Die Kochmütze erscheint in Wappen oft in Weiß, kommt aber auch in anderen heraldischen Farben vor. Spezielle Kochmützen (Einweghauben, Schiffchen oder ähnliches) sind zu melden.

Geschichte

Der Franzose Marie-Antoine CarêmeW-Logo.png (1784–1833), der für die Teilnehmer des Wiener Kongresses kochte, gilt als Erfinder der steifen Kochmütze, als er im Inneren einer herkömmlichen Toque 1821 erstmals einen steifen Papierring montierte, um die Haltung seiner Kopfbedeckung zu stabilisieren.[1]

Abgrenzung

Toque

Eine Kochmütze ist von der gemeinen Figur Toque zu unterscheiden, die im Wappenwesen anders dargestellt wird.

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Toque (Heraldik)

Wappenbilderordnung

  • Die gemeine Figur Kopfbedeckung wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) im Abschnitt Gegenstände der Bekleidung sowie Schmuck unter der Nr. 9714 aufgenommen.

Weblinks

 Commons: Kochmützen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Krönung der Köche. Interview mit Kunst-Uhlenbruck. Pressemeldung der Bierbaum-Proenen GmbH & Co. KG. 2009. Internet. Abgerufen am 04. Juli 2013.