Rose (Heraldik)

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Der allgemeine Ausdruck Rose ist im Wappenwesen (Heraldik) im Zusammenhang mit mehreren, unterschiedlichen gemeinen Figuren gebräuchlich, die ihrerseits in unterschiedliche Ausprägungen erscheinen können. Hauptsächlich unterscheidet man:

  • (Heraldische/gemeine) Rose (WBO, Nr. 2753)
    (auch Wappenrose genannt; frz.: rose héraldique; engl.: rose)
    Gewöhnlich bezeichnet der Ausdruck „Rose“ eine gemeine Figur, die einer einzelnen, heraldisch-stilisierten, fünfblättrigen, offenen HeckenrosenblüteW-Logo.png in der Draufsicht nachempfunden ist:

„Rose (..) wenn weiter nichts gesagt ist, so ist hierunter stets die heraldische (Hecken-) Rose verstanden.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Dieses Motiv ist seit der Früh-/Blütezeit des Wappenwesens als florale Wappenfigur gebräuchlich; in einer einfachen Form erscheint es mit fünf gleichfarbigen, halbkreisförmig abgerundeten („BlütenblätternW-Logo.png“), die um einen oft andersfarbigen, kreisförmigen Mittelpunkt („Mittelrund/Butzen“) konzentrisch angeordnet und miteinander verbunden sind.
Rosa corymbifera.jpg
Muster-Rose-heraldisch.png
Rosenberg ZW.jpg
(1335-1345: Wappen Rosenberg)
  • Natürliche Rose (WBO, Nr. 2754)
    (auch Rose in Naturform genannt; frz.: rose naturelle; engl.: garden rose)
    In der neueren Heraldik bezeichnet der Ausdruck „natürliche Rose“ eine weniger heraldisch, eher naturalistisch stilisierte Darstellung einer idealtypischen Rosenblüte in Seitenansicht (in der Regel mit kurzem Stiel und ein, zwei Laubblättern).
    Diese Darstellung ist in der Früh-/Blütezeit des Wappenwesens als florale Wappenfigur nicht gebräuchlich.
Red rose.jpg
Muster-Rose-natuerlich.png

Darstellung

um 1460: Heraldische Rose im Wappen derer von EbersteinW-Logo.png

Heraldische Rose

In der Früh- und Blütezeit des Wappenwesen wird die Figur der „heraldische Rose“ in vielen Fällen einfach mit fünf regelmäßigen, halbkreisförmig abgerundeten Blütenblättern dargestellt, die um einen Kreis beziehungsweise eine kreisrunde Blütenmitte gruppiert sind. Diese abstrakte Grundform läßt keine Unterscheidung zu, sondern beschränkt sich auf die idealtypische Umsetzung der Vorstellung „Blume/Rose“. Um die Figur Rose von einer gewöhnlichen heraldischen Blume oder von Blütenfiguren von anderen Pflanzen abzuheben, wird diese Grundform später differenzierter gestaltet, was als weitere heraldische Stilisierung zu interpretieren ist. Zu den wesentlichen Veränderungen der Grundform zählen

  • Ergänzung der Grundform durch weitere Pflanzenbestandteile (vor allem: Hinzufügung von fünf KelchblätternW-Logo.png, aber auch Darstellungsformen mit Stiel, Laubblättern et cetera)
  • Modifizierung der geometrischen Blütenblätter (sie erhalten konkave, heraldisch irrelevante Einbuchtungen („eingerollt“) oder „laufen spitz aus“; die Farbflächen werden mit konturgebenden floralen [schwarzen] Strichen, Linien, Schraffuren, Mustern, Damaszierungen oder ähnlichem gestaltet)
  • Erhöhung/Erniedrigung der Fünfzahl der Blütenblätter
  • Einführung von „gefüllten Rosen“ mit mehreren, konzentrischen, auf Lücke gesetzten Blütenblätterkreisen
  • Ausnutzung von heraldischen Farbkombinationen: die einzelnen Bestandteile der Rose (Blütenblätter, Kelchblätter, Butzen) werden andersfarbig gestaltet, um die charakteristischen Merkmale der Gesamtfigur noch stärker hervorzuheben

Blüten-/Kronblätter der (heraldischen) Rose

Muster: Blütenblätter der heraldischen Rosenfigur
um 1480: schwarz bebutzte Rose mit 6 Blüten- und 6 Kelchblättern (von Rosenberg, nach Grünenberg)

Die heraldische Rose

„(..) kommt in allen heraldischen Färbungen vor, hat für gewöhnlich fünf (1:2:2) (Blüten-)BlätterW-Logo.png, welche um einen Mittelpunkt anderer Färbung sitzen und zwischen den (Blüten-)Blättern die Kelchblätter, welche die anderen meist überragen und stets grün sind.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Die Blütenblätter (auch „Blumenblätter“, „Kronenblätter“ oder ähnlich genannt) werden bevorzugt in Rot, etwas seltener in Gold oder Silber, noch seltener in anderen heraldischen Farben dargestellt; mit Ausnahme von der Normalfarbe „Rot“ sind alle heraldische Farben Blasonierung zu melden. Die Form der Blütenblätter mit oft gerundeten, zur Spitze auslaufenden beziehungsweise eingerollten Außenrändern ist nicht einheitlich und der jeweiligen Mode, dem Zeitgeist, einer (lokalen) geschmacklichen Vorliebe, der künstlerischen Freiheit oder ähnlichem unterworfen[2]; sie wird gewöhnlich nicht explizit im Blason bestimmt. In den frühesten überlieferten Formen sind die Blätter halbkreisförmig abgerundet oder leicht herzförmig. In späteren Phasen laufen die Blütenblätter in leichten Spitzen aus. Die Anzahl der Blütenblätter ist in der Normalform fünf, kann aber auch vier, sechs, acht oder eine andere Anzahl betragen, was stets zu melden ist.

Butzen der (heraldischen) Rose

Muster: Butzen der heraldischen Rosenfigur
HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Butzen

In der heraldischen Terminologie wird die nicht näher differenzierte runde Fläche in der Mitte der heraldischen Rose/Rosenblüte in Aufsicht als Butzen, Knopf oder Plötzlein bezeichnet:

„Das Mittelrund nennt man die Butzen und spricht von der Rose sie ist (..) „bebutzt“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Der Butzen ist oft kontrastierend zu den Blütenblättern tingiert/gefärbt (zum Beispiel: „[rote] Rose, golden bebutzt“), kann aber auch die gleiche heraldische Farbe wie die Blütenblätter haben (zum Beispiel: „[rote] Rose, rot bebutzt“); der Ausdruck „besamt“ für eine Blütenmitte, die kontrastierend zu den Blütenblättern erscheint, gilt in der neueren heraldischen Literatur als ungeeignet bzw. veraltet (vgl. den Beitrag → „Butzen“).

Kelchblätter der (heraldischen) Rose

Muster: Kelchblätter der heraldischen Rosenfigur

Zwischen den Blütenblättern der heraldischen Rose erscheinen gewöhnlich lanzettlich („schmal elliptisch“) und wie ein spitzes Laubblatt gestaltete, meist ungeteilte (selten geteilte) Kelchblätter (auch „Kelchzipfel“, „Spitzen“ oder ähnlich genannt). Sie werden vornehmlich in Grün dargestellt, können aber in einer anderen heraldischen Farbe erscheinen (was zu melden ist). Bevorzugt werden sie farblich abstechend vom Schild/Feld und der Farbe der Blütenblätter dargestellt.

„(..) und (von den Kelchblättern) sie ist grün „gebartet“. Da Letzteres das gewöhnliche ist, so muss nur gemeldet werden, wenn die Rose „ungebartet“ ist. “

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

In Wappenbeschreibungen sollte man auf veraltete Ausdrücke wie „bebartet/unbebartet“ oder „bespitzt/unbespitzt“ verzichten und statt dessen einfach dei Ausdrücke „mit [Anzahl] [Farbe] Kelchblättern“ beziehungsweise „ohne Kelchblätter“ verwenden.

Gestürzte (heraldische) Rose

Muster: Gestürzte (heraldische) Rose

Die Rose wird gewöhnlich mit einem Kelchblatt nach unten und einem Blütenblatt nach oben abgebildet (die Blütenblätter demnach „1 über 2 über 2“; die Kelchblätter dagegen „2 über 2 über 1“); bei einer gestürzten Rose erscheinen die Blütenblätter „2 über 2 über 1“ und die Kelchblätter „1 über 2 über 2“.

„(..) Rosen, welche zwei Blätter nach oben kehren (2:2:1) sind (Figur 37. 39. 40.) als „gestürzte" anzusprechen.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Heraldische Rose mit Stiel/Blättern

1335-1345: Am grünen Stiel drei silberne Rosen mit goldenen Butzen und roten Kelchblättern (Wappen von BüronW-Logo.png nach Züricher Wappenrolle)

Wenn eine heraldische Rose mit Stiel/Stengel in einem Wappen erscheint, ist dies zu melden („Stielrose“ beziehungsweise „bestielte Rose“); zudem können mögliche Laubblätter am Stiel sowie ihre Anzahl angezeigt werden:

Stielrose (Tafel XXIV. Figur 42. 43.) muss stets gesagt werden, wenn die Rose am Stiel (mit oder ohne Blätter) sitzt. Die Anzahl der Stielblätter zählt man, will man genau sein, obwohl die alte Heraldik darin einem Jeden die vollste Freiheit verstattete.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Bevorzugt erscheinen Stiel und Blätter in Grün, können aber auch in allen anderen heraldischen Farben erscheinen. Wenn in Wappenbeschreibungen der Ausdruck in natürlicher Farben für den Stiel oder die Laubblätter bestimmt ist, ist damit im alten Wappenwesen eine derjenigen Tinkturen gemeint, die im Kontext mit der Gesamtfigur die nächstliegende ganze heraldische Farbe (beziehungsweise das nächstliegende Metall) ist. Ein Stiel in Naturfarbe erscheint zum Beispiel in Grün, Schwarz oder Gold, ein Laubblatt in Grün. In der neueren Heraldik wird manchmal „Naturfarbe“ (zum Beispiel eines Stiels) mit „Braun“ gleichgesetzt, was teilweise als unheraldisch gilt.

Gefüllte (heraldische) Rose

Rote Rose, mit drei gefüllten Lagen, blauen Butzen und grünen Kelchblättern (die roten Kelchblätter sind nicht korrekt dargestellt; Wappen MerdingenW-Logo.png)

Blütenfiguren mit mehreren, in der Größe nach oben kleiner werdenden Lagen von Blüttenblättern beziehungsweise mit mehreren konzentrischen, auf Lücke gesetzten Blütenblätterkreisen werden „gefüllt“ genannt (engl.: double roseW-Logo.png); „in dieser Form wird hauptsächlich die heraldische Rose dargestellt.“[3] Erscheinen mehr als zwei Lagen, ist deren Anzahl zu melden; zwei Lagen können folgendermaßen angezeigt werden:

„Handelt es sich um genau zwei Kreise, spricht man von einer „doppellagigen Rose“ als Spezialfall einer „gefüllten Rose“.“

Bernhard Peter (2009-2011)[4]

Gewöhnlich werden mehrere Blütenkreise in gleicher Tingierung übereinander gelegt; andersfarbige Blütenblattlagen sind anzuzeigen. Bei einer gefüllten Rose erscheint nur außen ein Kelchblattkreis; sollen bei einer gefüllten Rose mehrere Kelchblattkreise vorhanden sein, sind diese zu melden. Dabei muss nach Bernhard Peter genaue differenziert werden, ob tatsächlich nur „eine“ Rosenblüte (mit mehreren Blütenblatt-/ und Kelchblattlagen) im Wappen erscheint, oder eine Rose von einer oder mehreren anderen, kleineren Rosen belegt ist.

„(..) Cave: Eine gefüllte Rose besitzt korrekterweise nur außen Kelchblätter, keine zusätzlichen zwischen innerem und äußerem Kronblattkreis, denn sonst wäre es eine Rose, mit einer kleineren Rose belegt. In der Praxis findet man leider allzu oft, daß die darstellenden Künstler und die beschreibenden Heraldiker diesen Überlegungen weniger Gewicht beigemessen haben als vonnöten wäre.“

Bernhard Peter (2009-2011)[4]

Rosenstrauch, Rosenzweig, Rosenstaude (heraldisch)

(1335-1345: Frühe Form des Rosenstrauchs (Wappen von Roschach)

„Heraldisch vorbildlich stilisierte Rosenstauden“, Rosenzweige, Rosenstöcke und Rosensträucher „mit unterschiedlich angeordneten Blüten und Blättern zählen ebenfalls zu den frühesten floralen Wappenfiguren“.[2]

(Heraldische) Rose als Nebenfigur

Die Figur Rose kann als Nebenfigur erscheinen, beispielsweise wenn das Motiv von einer anderen Wappenfigur in der Hand gehalten wird, wenn sie in einer Blumenvase steckt oder ähnliches.

Natürliche Rose

Die Figur natürliche Rose ist selten und erst in der neueren Heraldik gebräuchlich; Walter Leonhard weist 1978/2003 darauf hin, dass diese Figur dem alten („echten“) Wappenwesen nicht bekannt ist:

„Natürliche Rosen kennt die echte Heraldik nicht.“

Walter Leonhard (1978/2003)[2]

Besondere heraldische Rosen

Die Rosen der Wittigonen

nach 1890: Die Herren der fünfblättrigen Rose
(nach Mikoláš AlešW-Logo.png)

Die Wappenfigur des Stammwappens des böhmischen Hauses der WittigonenW-Logo.png ist eine fünfblättrige Rose. Nach der Aufspaltung auf mehrere Zweige behielten sie alle die fünfblättrige Rose auf ihrem Wappen bei, wobei jeder Zweig eine eigene Farbgestaltung des Wappens wählte. Die Farben aus den Schilden wiederholen sich in den Helmdecken und in den Oberwappen mit den jeweiligen Rosen.[5]:

Zweig Beschreibung Aufriss
Herren von KrumauW-Logo.png Grüne Rose mit goldenem Butzen auf silbernem Grund Páni z Krumlova, starý znak.png
Herren von RosenbergW-Logo.png (Rote) Rose mit goldenem Butzen, auf silbernem Grund Rosenberg-Wappen.png
Herren von LandsteinW-Logo.png Silberne Rose mit goldenen Butzen auf rotem Grund Páni z Landštejna, starý znak.pngWappen von Landstein.jpg
Herren von NeuhausW-Logo.png

Deren Nebenlinie: von StrážBehan ZW.jpg
Goldene Rose auf blauem Grund

Blaue Rose auf goldenem Grund
Páni z Hradce, starý znak.pngPáni ze Stráže, prostý erb.png
Nebenlinie Sezema von ÚstíBehan ZW.jpg Schwarze Rose auf goldenem Grund Páni z Ústí, prostý erb.png

Die York-Rose

Die „York-Rose“W-Logo en.png ist das Zeichen der York-Familie, die im RosenkriegW-Logo.png von 1455 bis 1485 dem rivalisieren Haus Lancaster entgegenstand und seitdem als Symbol für YorkshireW-Logo.png als Ganzes steht. Sie erscheint gewöhnlich als (doppellagige) silberne Rose mit goldenem, punktiertem Butzen und grünen Kelchblättern.

Die Lancashire-Rose

Die „Lancashire Rose“W-Logo en.png repräsentiert das Haus LancasterW-Logo.png, das im RosenkriegW-Logo.png von 1455 bis 1485 dem rivalisieren Haus York entgegenstand. Während des eigentlichen Konflikts wurde dieses Rosenmotiv vermutlich nicht explizit als Wappenfigur, Badge oder Kennzeichen benutzt. Plausibler erscheint, das aus Gründen der Wappenlegendbildung das Motiv in die Vergangenheit projiziert wurde. Gewöhnlich erscheint die Lancashire-Rosenfigur als (doppellagige) rote Rose mit silbernen Butzen und grünen Kelchblättern.

Die Tudor-Rose

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Tudor-Rose

Die Tudor-Rose ist das traditionelle florale heraldische Emblem von England. Der Name und Ursprung des Motivs hängt mit der Tudor-DynastieW-Logo.png zusammen und stellt eine Vereinigung der Rosen von Lancaster und York dar. Gewöhnlich erscheint die Tudor-Rose als doppellagige rot-silberne Rose mit goldenen Butzen und grünen Kelchblättern (engl.: double rose gules and argent, barbed and seeded proper), wodurch der Eindruck entsteht, als sei die silberne York-Rose der roten Lancester-Rose aufgelegt. Gelegentlich wird die Tudor-Rose jedoch auch anders dargestellt (zum Beispiel in Quartieren geteilt beziehungsweise geviert).

Die Lutherrose

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Lutherrose

Lippische Rose (Rose von Lippe)

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Lippische Rose

Geldernsche Rosen

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Geldernsche Rose

Die Geldernsche Rose (auch Geldrische Rose) ist zwar ihrem Namen nach eine Variante der heraldischen Rose, tatsächlich stelt sie jedoch eine Variante der heraldischen Mispel dar.

Weitere Beispiele

Symbolik

Die Rose ist außerhalb der Heraldik die „Blume der Liebe, der Lebensfreude, des Glücks“. Der Ruf der Blüte als Symbol der Götter des Genusses (BacchusW-Logo.png) und der Liebe (VenusW-Logo.png, AphroditeW-Logo.png) in der Antike ließ sie im spätantiken und frühmittelalterlichen Christentum als lasterhafte Blume der Erotik erscheinen. Auch in den sinnlich obszönen Festen der Göttin FloraW-Logo.png im antiken Rom waren Rosen durch die Straßen getragen worden. Die Rose wurde mit dem weiblichen Geschlechtsteil und der MenstruationW-Logo.png (Monatsrose, Weiberrose) in Verbindung gebracht. Bei den germanischen Völkern zählt die Rose zu den bevorzugten Schildfiguren.

Im Verlauf des Mittelalters erschien die Rose in der christlichen Ikonographie als Symbol (Rosa mysticaW-Logo.png), als Anrufung der Muttergottes oder als Vorbild der großen gotischen Fensterrosen. In ihrer gefüllten Variante wurde die Rose zum Sinnbild der Verschwiegenheit und des Geheimnisses („sub rosa dictum“). Auf Gewölbeschlusssteinen alter Klöster und Rathäuser sowie an Beichtstühlen ist die Rose in diesem Sinnzusammenhang dargestellt.[6]

Einzelnachweis

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889. S. 108
  2. 2,0 2,1 2,2 Leonhard, Walter: Das grosse Buch der Wappenkunst. Entwicklung, Elemente, Bildmotive, Gestaltung, Bechtermünz-Verlag 1978/2003. ISBN 3-8289-0768-7. S. 254 f.
  3. Oswald, Gert: Lexikon der Heraldik. Mannheim, Wien, Zürich. 1984. ISBN 978-3-411-02149-9. S. 147
  4. 4,0 4,1 Show-handle-HW.png Bernhard Peter: Die heraldische Rose
  5. Milan Buben: Heraldik, Albatros Prag, 1986
  6. Robert Markley: Die BLV-Rosen-Enzyklopädie. 4., durchgesehene Auflage. blv, München 2005, ISBN 3-405-16676-4, S. 18–19.

Weblinks

 Commons: Rose in der Heraldik – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Show-handle-HW.png Bernhard Peter: Die heraldische Rose