Feuer (Heraldik)

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brennendes Geweih
1335/1345: Brennender Zehnberg
(Wappen von Schanfigger, möglicherweise PrenbergW-Logo.png)
1450-1580: Feuerspeiende grüne Berge (Wappen von PrennbergW-Logo.png; nach dem Scheiblerschen Wappenbuch)

Feuer (frz.: feu; engl.: fire) ist in der Heraldik

Im Zusammenhang mit „Feuer“ stehen in der Heraldik auch:

  • Adjektive und Ausdrücke wie „brennend“, „in Flammen“, „feuerspeiend“ und so weiter, die andere Wappenfiguren genauer charakterisieren.
  • Ein Wappenschnitt („Flammenschnitt“)

Abgrenzung

Die Ausdrücke „Feuer“W-Logo.png und „Flamme(n)“W-Logo.png werden in der heraldischen Literatur nicht konsistent voneinander abgegrenzt. Häufig wird der Begriff Feuer verwendet, wenn Feuer- oder Flammenmotive in Verbindung mit einem anderen heraldischen Motiv im Wappen erscheinen; der Begriff Flamme(n) dagegen, wenn Feuer- oder Flammenmotive allein stehen beziehungsweise frei schwebende, eigenständige Motive im Wappen darstellen. Im Einzelfall ist genau zu melden, in welcher Form das Brennen, die Flammenbildung oder der Flammenbereich im Wappen erscheinen.

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Flamme (Heraldik)

Darstellung

Feuer allgemein

Die Darstellung der gemeinen Figur „Feuer“ reicht von einer oder mehreren Flammen über ein Flammbündel bis hin zum Brand und zur Flammengloriole. Die Flammendarstellung wird oft mit Rot oder Gelb dem natürlichen Vorbild nachempfunden, kann aber auch andere Farbe haben.

Die „Flammfront“, die im natürlichen Vorbild den Reaktionsbereich einer Flamme scharf abgrenzt, wird nicht gradlinig dargestellt, sondern geschwungen, mehr oder weniger unregelmäßig und bildet eine gebogene bzw. gegrümmte Figur, die aus einer bauchig-runden „Vorwärmzone“ spitz zuläuft und entfernt an eine nach oben gerichtete Träne erinnert (daher nannten die alten Heraldiker die gemeine Figur Träne auch „Flamme“, „Flämmlein“, „Flämmchen“).

Feuer in Verbindung mit anderen Figuren

Obwohl ein Feuer allein durch seine geschwungene schildfüllende Art dekorativ wirken kann, wird es in der Regel in Verbindung mit einer anderen gemeinen Figur dargestellt. Zu diesen zählen unter anderem:

Es sind viele weitere gemeine Figuren in Verbindung mit Feuer im Gebrauch (im Prinzip alle Wappenfiguren, die in irgendeiner Form brennen oder Feuer speien können). Viele brennende Dinge sind auch geeignet, in größerer Anzahl nach den Stellungsmöglichkeiten der Heraldik dargestellt zu werden. Z. B. können zwei Kerzen oder zwei Fackeln schragenweise gekreuzt werden.

Feuer als Teil der Darstellung

Bei einigen Wappentieren ist Feuer fester Bestandteil ihrer heraldischen Darstellung:

  • Der Salamander symbolisiert das des Feuers als solches. Als Wappentier und gemeine Figur wird er übertrieben als reptilartiges großes Ungeheuer mit eine FlammenglorioleW-Logo.png dargestellt. Ihm wird nach antiker Auffassung nachgesagt, im Feuer zu leben und nicht zu verbrennen.
  • Der Phönix kommt verjüngt aus dem Flammen. Entgegen dem Sprichtwort „Wie Phönix aus der Asche ...“ steigt er in der Heraldik nicht aus Asche, sondern aus einem Feuer empor.
  • Drachen, Panther und andere feuerspeiende Fabelwesen sind hinlänglich bekannt.

Rauch

Neben dem Feuer wird Rauch in der Heraldik nur sehr selten dargestellt.

Flammenschnitt

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Flamme (Heraldik)

Galerie

Heraldische Gliederung

Gemeine Figuren aus dem Bereich „Feuer“ sind in der Wappenbilderordnung in unterschiedlichen Untergruppen zwischen 1300 und 1399 zusammengefaßt: Flamme (Heraldik), Strahlen (Heraldik), Blitz, Donnerkeil (Heraldik), Funke (Heraldik).

Siehe auch

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Tränen (Heraldik)

Weblinks

 Commons: Feuer in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Wappenbeschreibung: „Schild geteilt. Oben auf Rot silberner Reiherkopf nach rechts, unten auf Silber in drei roten Flammen auslaufend. “


Fensterraute links oben ausgebrochen.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Feuer_(Heraldik)“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 30.Mai 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.