Schröterkäfer (Wappentier)

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Schrägfliegender Schröter-/Hirschkäfer im Wappen der Familie Schröter

Der Schröterkäfer oder Hirschkäfer (auch SchröterW-Logo.png, Hornschröter, Feuerschröter genannt; frz.: scarabée; engl.: stag-beetle) ist in der Heraldik ein seltenes Wappentier beziehungsweise eine gemeine Figur.

Darstellung

Der Schröterkäfer wird mit seinen großen Zangen den sogenanntem Schrötergeweih im Wappen dargestellt. Zwischen den Zangen hält der Käfer manchmal eine weitere gemeine Figur (z. B. einen Stern oder ähnliches). Er erscheint in Schwarz, aber auch in allen anderen heraldischen Farben. Das Schrötergeweih zählt zur Bewehrung des Käfers und wird teilweise anders als der Käferkörper tingiert (meist in Gold). Kleinere Farbverletzungen kommen bei diesem Motiv vor (beispielsweise sind die Unterflügel manchmal anders eingefärbt als der Rest des Käfers o. ä.). Der Schröterkäfer wird sowohl fliegend als auch mit angelegten Flügeln dargestellt, wobei die fliegende Gestalt zu melden ist.

Schröterkäfer

Siebmacher

Schröterkäfer (Tafel XXI. Fig. 21) kürzer: „Schröter“, kommt vor in vielen Wappen von Familien dieses oder ähnlich klingenden Namens, theils aufrecht, theils schräg, auch mit geöffneten Flügeln. Das Geweih des Schröters (Tafel XXI. Fig. 22) erscheint z. B. im Wappen der von Nicolai in Oesterreich und von Holling am Rhein. Dass die als „Schröterhörner" blasonirten Wappenfiguren von Engern und Brehna nicht solche, sondern „ausgebrochene Seeblätter“ sind, davon wird unten bei diesen (..) die Rede sein.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Galerie

Wappenbilderordnung

Der Hirschkäfer wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) im Abschnitt „Insekten“ unter der Nr. 3011 aufgenommen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie ( M. Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.