Wappenbuch

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Zürcher Wappenrolle: Linien der Tübinger Pfalzgrafen

Das Wappenbuch (frz.: armorial; engl.: armorial) ist die die Zusammenstellung einer geordneten Sammlung

Sie sind in der Heraldik eines der wichtigsten Zeugnisse und Aufzeichnungen über die Wappenkunst und geben auch wertvolle Hinweise zum Adel und zur Territorialgeschichte. Wappenbücher sind bereits im 13. Jahrhundert nachzuweisen und nach dem Adelsstand oder der territorialen Zuordnung erstellt worden. Es gibt 'Europäische' Wappenbücher, wie Gelre, Bellenville oder Bergshammar und stark regionale. Sie wurden angelegt als Lehens-, Lieder-, Turnier-, Zunftbücher oder zum Beispiel als Universitäts-Matrikel.

Anzahl der Wappenbücher

Die Anzahl mittelalterlichen Wappenbücher schwangt je nach Zählweise und Quelle, liegt gewöhnlich aber weit unter 500 Stück.

„Zuletzt noch beziffert Michel Popoff die Anzahl mittelalterlicher Wappenbücher auf rund 350. Otto Neubecker nennt in seinem Lehrwerk rund 200 veröffentlichte und nichtveröffentlichte Wappenrollen, Wappenbücher und Chroniken vom Mittelalter bis zur Neuzeit; plastische Ensembles von Wappen sind hierin nicht aufgezählt (..)“

Rolf Nagel (2005)[1]

In Siebmacher's Grosses Standardwerk Band D: Beiträge zur Geschichte der Heraldik aus dem Jahr 1939 werden dagegen nur rund 80 Wappenbücher aus den Jahren vor 1500 genannt, wobei drei Wappensammlungen mit angeführt sind, die nicht eigentliche Wappenbücher sind (zum Beispiel die rund 200 Wappen aus der Zeit von 1305/1306 an der Balkendecke im Hause Zum Loch in Zürich)[2].

Wappenrollen in Buchform

Parallel zu den Wappenbüchern kamen Wappenrollen auf. Diese waren, dem Wort gerecht, ursprünglich „gerollte“ Verzeichnisse von Wappen. Material waren Pergament oder Leinen, auf denen die Wappen gemalt wurden. Bekannt ist beispielsweise die Zürcher Wappenrolle. Heute ist der Begriff „Wappenrolle“ auch für Sammlungen von Wappen gebräuchlich, die in Buchform beziehungsweise als Printwerk publiziert werden und wird oft synonym zum Ausdruck „Wappenbuch“ verwendet.

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Wappenrolle

Ausstattung

Wappenbücher der jüngeren Heraldik (nach Erfindung ds Buchdrucks) sind oft nicht farbig, sondern nur in schwarzweißer Ausführung (zum Beispiel in heraldischer Wappenschraffur) und mit einer verbalen Farbenbeschreibung hergestellt. Für die Abbildungen verwendete man Holzschnitte und Kupferstiche, später auch Lithografien. Mit der Ablösung des Steindrucks durch Offsetdruck und Digitaldruck wurden, insbesondere bei Wappenbüchern aus dem 17. bis 20. Jahrhundert Nachkolorierungen bei einigen Wappenbuchausgaben durchgeführt. Aus Kostengründen werden aber auch noch heute Wappenbücher lediglich in Schwarz-Weiß (neu) aufgelegt.

Wappenbücher des Mittelalters

Zu den bedeutendsten Werken von Wappenbüchern, historischen Handschriften/Wappenrollen beziehungsweise Werken mit Wappenabbildungen sind zu rechnen:

Datum (früh.) Datum (spät.) Name Kulturraum Beschreibung
1170 1188 Eneasroman Deutsch, aus dem Franz. übertragen
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Synonyme: Eneit, Eneide (des Heinrich von Veldeke), Veldeke-Eneide
Abkürzung: HVE; auch: HV
Autor, Hrgs. o. ä.: Heinrich von VeldekeW-Logo.png
Typ: Illustrativ
Anzahl Wappen: (unbekannt)
Anzahl Seiten: 148,
abwechselnd je 1 Text- und 1 Bildblatt
Aeneasroman Veldekes.jpg
Datei: Aeneasroman Veldekes.jpg
Bemerkung

„Es ist noch zweifelhaft, ob es sich bei den Wappen der Handschrift um bestimmte Geschlechter wie zum Beispiel Lippe, Mark, Büren, Loen-Rieneck, Wertheim oder um bloße Phantasiewappen handelt.“

Berchem, Galbreath, Hupp (1939/1972)[3]

Version/en 1 (evtl. mehrere)
Signatur,
Standort
a)  CG. 282,
Staatsbibliothek zu Berlin


Wikipedia → Eneasroman
Weblinks E-Text Eneide (Bibliotheca Augustana)
Weitere Anmerkung Auf einem Teil der Bildblätter erscheinen Ritter mit Wappenschild und Helmzier.
1195 1196 Liber ad honorem Augusti sive de rebus Siculis Deutsch
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 ⇒ Liber ad honorem Augusti sive de rebus Siculis

Synonyme: Carmen de bello Siculo inter Henricum VI. Imperatorem et Tancredum;
dt.: Buch zu Ehren des Kaisers oder über die Angelegenheiten Siziliens
Abkürzung: PEC
Autor, Hrgs. o. ä.: Petrus de Ebulo
Typ: Illustrativ
Anzahl Wappen: (unbekannt)
Anzahl Seiten: (unbekannt)
Liber ad honorem Augusti Fol-130r.jpg
Diebold von Schweinspoint belagert San Germano (fol.130r)
Bemerkung

„Die Handschrift enthält nur einige sichere Geschlechterwappen unter den sonst zahlreichen bemalten Schildern der deutschen und italienischen Ritter.“

Berchem, Galbreath, Hupp (1939/1972)[3]

Version/en 6
a)  Original
Signatur,
Standort
a)  Codex 120 II,
Burgerbibliothek Bern


Wikipedia → Liber ad honorem Augusti sive de rebus Siculis
Weblinks
 Commons: Liber ad honorem Augusti – Sammlung von Bildern
1300 1340 Große Heidelberger Liederhandschrift Deutsch
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 ⇒ Codex Manesse

Synonyme: Codex Manesse, Manessische Liederhandschrift, Manessische Handschrift, Pariser Handschrift
Abkürzung: MAC; früher: MA
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Illustrativ
Anzahl Wappen: 135 Vollwappen
10 Helmzierden

Anzahl Seiten: 426 beidseitig beschriebene Pergamentblätter (Format: 25 x 35,5 cm); 140 Seiten
Codex Manesse Johann von Brabant.jpg
Herzog Johann von BrabantW-Logo.png
Bemerkung Dichtungen von 140 Minnesängern mit deren Wappen, darunter Fürsten, Grafen, Freiherrn, Ministerialen, Bürger aus Schwaben, Franken, Bayern, Tirol, Steiermark, Niederösterreich, Thüringen, Elsaß, Breisgau, Schweizer sowie Phantasiewappen
Version/en 2
a)  Original
b)  Kopie (ca. 1600) mit 117 der Wappen aus dem Original
Signatur,
Standort
a)  Cod. Palat. Germ. 848 (cpg 848); Universitätsbibliothek Heidelberg
b)  ms. fr. 22260;
Bibliothèque nationale de France, Paris


Wikipedia → Codex Manesse
Weblinks Auswahl:
Weitere Anmerkung Neuauflage: Straßburg 1887; Leipzig 1924; Frankfurt am Main 1988.
1312 Turiner Wappenbuch Deutsch
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Synonyme: Armorial de Turin, Chevaliers qui furent au couronnement de l'empereur Henri VII
Abkürzung: TOR, auch: RT
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Gelegenheitsbedingt
Anzahl Wappen: 119 Wappenbeschreibungen in französischer Sprache
Anzahl Seiten: 1 Pergamentblatt aus 2 Stücken, 5x gefaltet
Coats of arms of None.svg
-
Bemerkung Gelegenheitswappenrolle, listet Wappen der Teilnehmer bei der Kaiserkrönung Heinrich VII.W-Logo.png auf (29. Juni 1312).
Version/en 1
Signatur,
Standort
a)  Diplomi Imperiali mazzo 4 no. 12;
Staatsarchiv von Turin (Archivio di Stato di Torino)


1369 1396 Gelres Wappenbuch Paneuropäisch
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 ⇒ Armorial Gelre

Synonyme: (Codex/Wappenbuch) Gelre, Armorial Gelre, Armorial de l'heraut Gelre, Wappenbuch des Herolds Geldern, Wapenboek Gelre
Abkürzung: GEL, auch GE
Autor, Hrgs. o. ä.: Claes Heinenzoon (Heynen von Geldern)
Typ: Zusammengesetzt
Anzahl Wappen: 1755 Wappen in 55 Segmenten
Anzahl Seiten: 124 Blätter
Gelre Folio 92r.jpg
Datei: Gelre Folio 92r.jpg
Bemerkung Niederländische Wappenrolle von europäischen Wappen
Version/en 4
a)  Original
b)  Kopie von 5 Blasons
c)  Einzelnes Blatt einer gleichzeitigen Kopie der „Wappenbeschreibungen“
d)  Besitzer sind die (belgischen) Grafen von Limburg-Stirum auf Kasteel Huldenberg.
Signatur,
Standort
a)  Ms. 15652-56,
Königliche Bibliothek Belgiens, Brüssel
b)  FH. II. 626 (17. Jhr.),
Königliche Bibliothek Belgiens, Brüssel
c)  Cod. Membr. II. 219,
Landesbibliothek Gotha
d)  Ms. Limburg-Stirum,
privat


Wikipedia → Armorial Gelre
Weblinks Auswahl
 Commons: Armorial Gelre – Sammlung von Bildern
1379 Wappenbuch von den Ersten Deutsch
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Synonyme: Codex Seffken
Abkürzung: ERS; auch: ER
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Universell
Anzahl Wappen: 449 (bzw. 450, „viele nicht ausgeführt, nur teilweise bezeichnet“[3])
Anzahl Seiten: 42 Blätter
Codex Seffken 01.jpg
Datei: Codex Seffken 01.jpg
Bemerkung Skizzenbuch eines niederrheinischen Urhebers (enthält Wappen aus dem niederländischen und niederrheinischen Bereich).
Version/en 2
a)  Original
b)  Kopie von 1578
Signatur,
Standort
a)  B 209 (bei Clemmensen B 109),
Bibliothek des Herold, Berlin
b)  UI,
Arenberg Archiv, Brüssel


Weblinks Auswahl:
 Commons: S – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Weitere Anmerkung Neuauflage: Die Urschrift aus dem Ende des 14. Jahrhunderts wurde nachgebildet und mit einem Vorwort und Bemerkungen versehen durch Gustav Adelbert Seyler, Berlin, Verein Herold 1893.
1408 Wappenbüchlein der Pfisterzunft von Luzern Schweiz
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Synonyme: Wappenbüchlein E. E. Zunft zu Pfistern in Luzern; Corporation de boulangers de la ville de Lucern
Abkürzung: LZB; auch: LZ
Autor, Hrgs. o. ä.: Uli Lotz (Pfister, der die Wappen malte)
Typ: Institutionell und gelegenheitsbedingt
Anzahl Wappen: 59
Anzahl Seiten: 5 Blätter
Coats of arms of None.svg
-
Bemerkung Original: Pergamentbüchlein mit Zunftwappen, anläßlich des Kaufs des Zunfthauses.
Version/en 2
a)  Original
b)  Photographische Kopie (inkl. Platten)
Signatur,
Standort
a)  WB Pfisterzunft,
Bürgerbibliothek in Luzern
b)  Staatsarchiv Basel


Weblinks Auswahl:
Weitere Anmerkung Neuauflage: 1889
1445 1457 Wappenbuch der österreichischen Herzöge Deutsch
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Synonyme: Österreichisches Wappenbuch
Abkürzung: HRZ; auch: HZ
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Illustrativ
Anzahl Wappen: 141 Vollwappen
21 Schilde
4 Doppelwappen[3]

Anzahl Seiten: 50 Blätter
Wappenbuch der oesterreichischen Herzoege Steiermark.jpg
Herzöge der Steiermark
(aus: Wappenbuch der oesterreichischen Herzoege Steiermark, um 1445/48)
Bemerkung Wappen der östterreichischen Herrscher von etwa 850 bis 1445, der größte Teil unhistorische Phantasiewappen
Version/en Genaue Anzahl unbekannt; die „Österreichische Chronik“ (gemalt von Grünenberg) mit lediglich 84 Wappen soll eine Kopie des „Wappenbuchs der österreichischen Herzöge“ sein.
a)  Original
Signatur,
Standort
a)  Böhm 157;
Staatsarchiv in Wien


1450 1480 Scheiblersches Wappenbuch Deutsch
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 ⇒ Scheiblersches Wappenbuch

Synonyme: Scheibler, Scheibler Armorial
Abkürzung: SCB; auch: SB
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Lokal
Anzahl Wappen: 624 ganzseitigen Familienwappen
Teil 1: 456 großteilig angelegte Wappen mit Stechhelm, Helmdecke und Helmzier, teilweise mit Adelskrone als heraldischem Prunkstück.
Teil 2: 148 Wappen mit Bügelhelm, Helmdecke und Helmzier

Anzahl Seiten: 365 Blätter
Herzog in Bayern-Scheibler6ps.jpg
Wappen des Herzogs in Bayern
Scheiblersches Wappenbuch 1450–1480
Bemerkung Künstlerisch wertvolle Aufrisse von Wappen von Familien aus Süddeutschland und Österreich in zwei Teilen.
Version/en 1
a)  Original
Signatur,
Standort
a)  Cod.icon. 312 c;
(Tresorhandschrift in der Bayerischen Staatsbibliothek)


Wikipedia → Scheiblersches Wappenbuch
Weblinks Auswahl
1450 1465 Hans Burggrafs Wappenbuch Deutsch
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Synonyme: –
Abkürzung: HBG; auch: HB
Autor, Hrgs. o. ä.: Hans Burggraf
Typ: Universell
Anzahl Wappen: 600, meist Vollwappen
Anzahl Seiten: 156 Blatt
Herold Hans Burckgraff.jpg
Hans Burggraf (aus seinem Wappenbuch, Mitte des 15. Jahrhunderts)
Bemerkung Hans Burggraf ist um 1450 Persevant des Markgrafen Friedrich II. von Brandenburg. Das Original liegt heute in der British Library, London.
Version/en 1
a)  Original
Signatur,
Standort
a)  Add. MS. 15681,
British LibraryW-Logo.png, London


1450 1470 Leipziger Wappenbuch Deutsch
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Synonyme: –
Abkürzung: LZW; auch: LW
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Allgemein
Anzahl Wappen: 602
Anzahl Seiten: 96 Blatt
Coats of arms of None.svg
-
Bemerkung Wappen des deutschen Turnieradels, Breisgau, Schweiz, Elsaß, Franken, Schwaben, Bayern. Nach Berchem 1450, nach Naumann 1350.
Version/en 1
a)  Original
Signatur,
Standort
a)  Ms.II.12e.164,
Stadtbibliothek Leipzig


Weitere Anmerkung Naumann Dr. R., Handschriftenkatalog der Leipziger Stadtbibliothek (Catalogus librorum manuscriptorum qui in Bibliotheca Senatoria civitatis Lipsiensis asservantur), Grimae 1838, Nr. 424, S. 135:
CCCCXXIV.
[Rep. II. 12. 164.]
Codex membranaceiis saec. XV. exeunt., in crassis membranis exaratas, non ubiqiue bene habitus , folior. 96, cuius ultimo emblema Ioh. Christophori Wagenseilii agglutinatun est. Inter foll. 49. et 50. folium ceteris dimidia parte minus intersertum est. Vacua folia sunt 4. b. 10. 11.a. 26.a. 37. 38. 39.a. 60.a. 67—73.a. 74.a. Continentur: INSIGNIA GENTILITIA [FERE CD] IMPERATORIS, REGUM, PRINCIPIUM, COMITUM ET NOBILIUM GERMAMIAE AUSTRALIS. Nec pictura nec delineatio horum insignium bonae sunt, quamquam melioris notae sunt ducum Austriacorum et Bavaricorum insignia in primo et ultimo folio picta, quorum alterum in priore, alterum in posteriore libri operculo agglutinatum conspicitur. Praeterea taxanda etiam sunt vitia in nominibus singularum gentium comissa; ita v. c. fol. 1.b. legitur Moderspach pro Mannsbach; fol. 50.a. Ottinen pro Öttingen. Initia huius libri videntur fuisse foll. 56—60.a., in quibus insignia Imperatoris et septem principum electorum conspiciuntur. Fol. 56.a. habentur etiam insignia a Rudolpho IV. usitata, in quibus quinque aquilae aureae in caeruleo scuto vides, cum inscriptione: altosierreich. Cf. C. Fr. de Kauz Erzherz. Oestr. Wappenschild. I. pag. 69. et 75—78. II. pag. 56 et sqq. Eadem illa insignia etiam in eo folio conspiciuntur, quod priori libri operculo agglutinatum est. Adscriptus ibi est annus 1350.
1452 1459 Hans Ingerams Wappenbuch Deutsch
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 ⇒ Ingeram-Codex

Synonyme: Ingeram-Codex, Wappenbuch des Herzogs Albrecht von Österreich, Codex Cotta, Glockengießers Wappenbuch
Abkürzung: ING; auch: HI
Autor, Hrgs. o. ä.: Div., inkl. Hans Ingeram
Typ: Zusammengesetzt
Anzahl Wappen: 1098 (nach anderer Zählung 1100)
Anzahl Seiten: 280 Seiten
Ingeram Codex 234.jpg
Datei: Ingeram Codex 234.jpg
Bemerkung Wappen aus Süddeutschland und Österreich, Turniergesellschaften, Ternionen und Quaternionen (Ämter der Heiligen Römischen Reiches).
Version/en 2 (nach Clemmensen gibt es drei Kopien, wobei 1751 lediglich die Richtigkeit eines Auszugs bestätigt wurde, nicht das Vorhandensein einer vollständigen Kopie)
a)  Original
b)  Kopie: Brechtel, Stephan: Wappenbuch des Heiligen Römischen Reiches. Nürnberg. um 1554 - 1568
Signatur,
Standort
a)  Inv.Nr. A 2302;
Kunsthistorischen Museum, Wien
b)  BSB Cod.icon. 390,
Bayerische Staatsbibliothek, München


Wikipedia → Ingeram-Codex
Weblinks Auswahl
1460 Pfälzer Wappenbuch Deutsch
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Synonyme: –
Abkürzung: PFZ; auch: PW
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Zusammengesetzt
Anzahl Wappen: 1080
Anzahl Seiten: 200 Blätter
Coats of arms of None.svg
-
Bemerkung Wappen des Hochadels, Quaternionen, englische, italienische, spanische, österreichische und deutsche Wappen.
Version/en 1
Signatur,
Standort
a)  1908 in den Bestand der Tiroler Adels-Matrikel-Genossenschaft übernommen; Standort 2016: Archiv Tiroler Matrikelstiftung.


Weitere Anmerkung Teile des Pfälzer Wappenbuchs wurden im Ansbacher Wappenbuch kopiert.
1460 1470 Berliner Wappenbuch Deutsch
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Synonyme: Puchberg'sches Wappenbuch, Puchberg Wappenbuch (1922 im Katalog der Berliner Bibliothek unter dem Stichwort „Österreichisches Wappenbuch“ verzeichnet)
Abkürzung: BLW
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Zusammensetzung
Anzahl Wappen: 900
Anzahl Seiten: 254
Coats of arms of None.svg
-
Bemerkung Süddeutsche und schweizerische Wappen; das Buch ist ein Fragment und Teil eines größeren Wappenbuches aus dem Besitz des Grafen Heinrich Wilhelm von Starhemberg (1593-1675).
Version/en 2
a)  Original
b)  Kopie, die 1520 für Kurfürst Friedrich d. Weisen angelegt wird.
Signatur,
Standort
a)  Berlin, Staatsbibliothek.
b)  Germanischen Museum in Nürnberg.


1460 1470 Innsbrucker Wappenbuch Deutsch
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Synonyme: –
Abkürzung: IBK; auch: IW
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Allgemein
Anzahl Wappen: 480
Anzahl Seiten: 157 Blatt
Coats of arms of None.svg
-
Bemerkung Wappen von Kaiser und den vier Grafen der Quaternionen, Kurfürstenwappen, Adelsgeschlechterwappen (tiroler, fränkische, bayerische). Nach Regionen sortiert.
Version/en 1
a)  Original
Signatur,
Standort
a)  1908/1939: MS 50, Tiroler Adels-Matrikel-Genossenschaft


Weitere Anmerkung Das Innsbrucker Wappenbuch ist nicht zu verwechseln mit „Jörg Rugenn's Wappenbuch“, das in der heraldischen Literatur des 20./21. Jahrhunderts ebenfalls „Innsbrucker Wappenbuch“ genannt wird.[4]
1466 1470 Wappenbuch von St. Gallen Schweiz
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Synonyme: Haggenberg Codex, St. Gallen Haggenberg, Haggenberg's Wappenbuch
Abkürzung: SGH
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: (nicht definiert)
Anzahl Wappen: ca. 2000
Anzahl Seiten: 338 Seiten
Sankt Gallen Wappenbuch.jpg
St. Galler Wappenbuch
Bemerkung Der Abt Ulrich Rösch erwarb ein für Abt Ulrich VI. von St. Gallen hergestelltes Wappenbuch. Es enthält Wappen des Turnieradels aus der Region Süddeutschland. Der Wappenkünstler war ein Gehilfe von Hans Ingeram.
Version/en 1
a)  Original
Signatur,
Standort
a)  Pap. Cod. Fol. 1084;
Heute in der St. Galler Stiftsbibliothek


Weblinks Auswahl
1469 1473 Anniversar von Uster Deutsch
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 ⇒ Anniversar von Uster

Synonyme: Stiftungs- und Jahrzeitbuch von Uster, Jahrzeitbuch der Pfarrkirche St. Andreas in Uster, Usterner Jahrzeitbuch
Abkürzung: AUS; auch: AU
Autor, Hrgs. o. ä.: Felix Kaltschmidt (vermutlich)
Typ: Lokal
Anzahl Wappen: 60
Anzahl Seiten: 60 Blätter (bei Berchem et al. 58 Blätter)
Anniversar Uster Wappen Bonstetten.jpg
Wappen der Freiherren von Bonstetten aus dem Anniversar von Uster
Bemerkung Wappen der Familien Landenberg-Greiffensee und Bonstetten. Auch sind Bürgerwappen, Bauernwappen und Wappen von angeheirateten Frauen der vorgenannten Familien dargestellt.
Version/en 1
Signatur,
Standort
a)  Ms C 1, Zentralbibliothek Zürich;
1939/1972: Ms. I. 703, Zentralbibliothek Zürich


Weblinks Anniversar von Uster, Zentralbibliothek Zürich, Ms C 1
1469 1473 Anniversar von Elgg Deutsch
Logo hw.png
 ⇒ Anniversar von Elgg

Synonyme: Stiftungs- und Jahrzeitbuch von Elgg, Jahrzeitbuch Elgg, Elgger Jahrzeitbuch
Abkürzung: ELG; auch: AE
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Lokal
Anzahl Wappen: 21
Anzahl Seiten: 48 Blatt
Coats of arms of None.svg
-
Bemerkung Bürgerwappen der Stadt Elgg
Version/en 3
a)  Original, im Besitz der Stadt
b)  Kopie ohne Wappen (aus der Zeit 1506/1508)
c)  Eingeschränkte Gebrauchskopie (Fotokopie/Foto)
Signatur,
Standort
a)  1939/1972: Gemeindearchiv III 39 bzw. 72; im Internet findet sich auch die Signatur IV A 2
b)  1939/1972: Gemeindearchiv III 40 bzw. 71
c)  F II c 24, Staatsarchiv Zürich


Weblinks Staatsarchiv Zürich
1474 1478 Eichstätter Wappenbuch Deutsch
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Synonyme: –
Abkürzung: EHT, auch: EW
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Allgemein
Anzahl Wappen: ca. 2000
Anzahl Seiten: 351 Seiten
Coats of arms of None.svg
-
Bemerkung Wappen von einigen Päpsten, „viele Bischöfe, Hochadel, die üblichen Ternionen und Quaternionen, die Wappenscheibe des Kaiser Friedrich, die 7 Kurfürsten mit Versen, dann Turnieradel und deutscher landsässiger Adel“[3]
Version/en 2
a)  Original
b)  Kopie, erworben 1986 über Antiquariat Hartung & Karl, München
Signatur,
Standort
a)  1939/1972: Cod. 704; Staatsbibliothek Eichstätt (UB: Hs. 704)
b)  Cod.icon. 392 c, in: BSB-CodIcon Online (Fri Apr 29 23:10:39 CEST 2016).


Weblinks Cod.icon. 392 c – Kurzverzeichnis
1463 1500 Heroldsbuch des Jülicher Hubertusordens Deutsch
Beitrag im Heraldik-Wiki: nein

Synonyme: 1928: „Niederrheinische Handschrift“ um 1480
Abkürzung: JHO
Autor, Hrgs. o. ä.: Div., darunter: Hermann (der Ältere) und Hermann von Brunshofen (Brüninghausen), Wappenkönig des Herzogs von Jülich
Typ: (nicht definiert)
Anzahl Wappen: Über 1000 Vollwappen und mehr als 100 Schilde des Hubertusordens
Anzahl Seiten: 130 Blatt, davon 16 ganzseitige Bilder
HerzogGerhardIIBerg.jpg
Herzog Gerhard von Jülich-Berg (Miniatur aus dem Heroldsbuch)
Bemerkung Unter anderem Wappen/Namen der Ordensritter, die 1444 in der HubertusschlachtW-Logo.png an Herzog GerhardsW-Logo.png Seite stehen.
Version/en 1
a)  Original
Signatur,
Standort
a)  Biblioteka Jagiellońska, Krakau;
gehörte vor dem Zweiten

Weltkrieg zum Bestand der Preussischen Staatsbibliothek in Berlin (ms. germ. Quart. 1479)


Weblinks Auswahl
1483 - Conrad Grünenbergs Wappenbuch Deutsch
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 ⇒ Conrad Grünenberg

Synonyme: (siehe unter: „Version/en“)
Abkürzung: GRU, auch: GR
Autor, Hrgs. o. ä.: Conrad Grünenberg
Typ: Zusammensetzung
Anzahl Wappen: ca. 2000
Anzahl Seiten: 190 Blätter
Gruenenberg wuerttemberg.jpg
Blatt 51r aus dem Wappenbuch des Conrad Grünenberg (Berliner Exemplar)
Bemerkung Fabel-, Quaternionen-, Kaiserwappen sowie die Wappen deutscher und ausländischer Fürsten, des hohen und niederen Adels, teilweise nach Turniergesellschaften geordnet (geistlich, städtische und bürgerliche Wappen fehlen weitgehend)
Version/en 8 (Stand: 02/2016, womöglich mehr)
a)  Original: Berliner Papierhandschrift/Codex, auch mißverständlich Konstanzer oder Stanz’sche Handschrift genannt.
b)  Kopie: Münchener Pergamenthandschrift, Münchner Kopie
c)  Kopie: Handschrift Linz, Aistersheim Kopie
d)  Kopie: Brün-Kopie, Brünn-Exemplar
e)  Kopie: Rosengartenhandschrift, Konstanzer Kopie
f)  Kopie: Münchener Papierhandschrift, Ortenburg-Kopie
g)  Kopie: Schwarzenberg Kopie
h)  Kopie: Züricher/Zürcher Kopie, Züricher/Zürcher Exemplar
Signatur,
Standort
a)  GStA PK VIII. HA, II 21; Berlin, Staatsbibliothek
b)  BSB Cgm 145; Bayerische Staatsbibliothek
c)  Hs. 214; Oberösterreichisches Landesarchiv Linz
d)  Sign. G12 Cerr. II, 397; Mährisches Landesarchiv Brünn
e)  Hs. 1971/54; Rosgartenmuseum Konstanz
f)  BSB Cgm 9210; Bayerische Staatsbibliothek
g)  Sign. Cod. 9729; Bibliothek Schloss Frauenberg
h)  Sign. A 42; Zentralbibliothek Zürich


Wikipedia → Conrad Grünenberg
Weblinks Auswahl
Weitere Anmerkung Nachdrucke (Auswahl):
  • Faksimile-Ausgabe: Stillfried-Alcantara, R. Graf; Dorst, Leonhard: Vier Lieferungen. Zwischen 1840 und 1850. Basis ist der Berliner Codex.
  • Görlitz-Ausgabe mit neu gemalten, nicht abbildungstreuen Wappen, in anderer Foliierung als die ursprünglichen Handschriften, herausgegeben von: Stillfried-Alcantara, R. Graf; Hildebrandt, Adolf Matthias: Des Conrad Grünenberg, Ritters und Bürgers zu Coblenz Wappenbuch. Volbracht am nünden tag des Abrellen/ do man zalt Tusend vierhundert deue und achtzig jar. Basis ist der Berliner Codex. In Farben gedruckt. Mit farbigem Titelblatt. 331 farbige Wappentafeln. Mit ca. 2000 Wappen. Zusätzlich zwei ganzseitige Illustrationen aus der Münchener Pergamenthandschrift (BSB Cgm 145). C. A. Starke. Görlitz 1875. Ein Ergänzungsband zu dieser Ausgabe mit fehlenden Wappen erscheint 1883. Dieses Werk wird mehrfach faksimiliert bzw. als Reprint vermarktet.
  • Reprint der Görlitz-Ausgabe von 1875: Fines Mundi Verlag. Saarbrücken. 2009.
  • Reprint der Görlitz-Ausgabe von 1875: Melchior Verlag. Wolfenbüttel. 9. Dezember 2014. ISBN 3944289862.
1485/86 1532 Zürcher/Züricher Chronik Schweiz
Logo hw.png
 ⇒ Gerold Edlibach#Zürcher Chronik

Synonyme: Zürcher- und Schweizerchronik, Gerold Edlibachs Zürcher Chronik
Abkürzung: EZC
Autor, Hrgs. o. ä.: Gerold Edlibach
Typ: Illustrativ
Anzahl Wappen: 33
Anzahl Seiten: 516
Edlibach Wappen.jpg
Wappen in Gerold Edlibachs Zürcher Chronik
Bemerkung Wappen der Gemeinden des Kantons Zürich, geschaffen von Gerold Edlibach in den späten 1480er–Jahren, außerdem zahlreiche Darstellungen von Kampf- und Belagerungsszenen mit Fahnen und Wappenschildenkämpfender Eidgenossen und ihrer Gegner.
Version/en 3
a)  Original
b)  Text fehlender Blätter des Originals zwischen 456/457, 476/477 aus der Hand Ludwig Edlibachs
c)  Zwischen 1506 und 1566: Kopienband zur Zürcher- und Schweizergeschichte bis zum 16. Jahrhundert
Signatur,
Standort
a)  Ms. A 75, Zentralbibliothek Zürich
b)  Ms. A 74, Zentralbibliothek Zürich
c)  Ms. A 77, Zentralbibliothek Zürich


Weblinks Auswahl
1464 Zürcher Wappenbuch Schweiz
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 ⇒ Gerold Edlibach#Zürcher Wappenbuch

Synonyme: Gerold Edlibachs Wappenbuch
Abkürzung: GEW, auch: GE
Autor, Hrgs. o. ä.: Gerold Edlibach
Typ: Lokal
Anzahl Wappen: ca. 500, Wappen nur auf folio 144v bis 156r
Anzahl Seiten: 157 (nach anderer Zählung 159) Blatt
Zollikerwappen Edlibach.jpg
Wappen von Zollikon in Gerold Edlibachs Wappenbuch
Bemerkung Gerold Edlibachs Wappenbuch ist Teil eines Sammelbandes, in welchem sich auch das „Schachzabelbuch“ von Kunrat von Ammenhausen (Blatt 2r bis 129c) und „Melibeus und Prudentia“ (Liber consolationis et consilii) von Albertanus von Brescia [(Blatt 131r bis 142v) befindet.
Version/en 1
a)  Sammelband mit diversen Inhalten
b)  Beilagen zum Wappenbuch des Gerold Edlibach
c)  1928: 20 Blätter Photographien des Schweiz. Landesmuseum von zürcherischen und schwäbischen Familienwappen
Signatur,
Standort
a)  W I 3.21, Züricher Staatsarchiv (davor: AG 21 sowie bis 1932 Codex 98 in der Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek, Donaueschingen)
b)  W I 3.21 a


Weblinks Auswahl
Weitere Anmerkung Die Datierung der Entstehungzeit des Wappenbuchs ist nicht einheitlich (bei Berchem/Galbreath/Hupp um 1493, in anderen Quellen 1488, 1464 oder ähnlich)
1486 1491/92 Wernigeroder Wappenbuch Deutsch
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 ⇒ Wernigeroder Wappenbuch

Synonyme: Schaffhausener/Schaffhausensches Wappenbuch
Abkürzung: WER; auch: WW
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Zusammenstellung
Anzahl Wappen: 3222
Anzahl Seiten: 525
Wernigeroder Wappenbuch 028.jpg
Datei: Wernigeroder Wappenbuch 028.jpg
Bemerkung Eigentlich zwei Bände (Bd. 1 mit 1870 Wappen; Bd. 2 mit 1352 Wappen) plus dritter Band mit Namensregister. Band 2 gilt als verloren.
Version/en 1
a)  Original
Signatur,
Standort
a)  BSB Cod.icon. 308 n; Bayerische Staatsbibliothek


Wikipedia → Wernigerode Armorial
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1486/1490 1500 Miltenberger Wappenbuch Deutsch
Beitrag im Heraldik-Wiki: nein

Synonyme: –
Abkürzung: MIL, auch: MT
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Zusammensetzung
Anzahl Wappen: ca. 1600 bis 1700 Wappen
Anzahl Seiten: 85 Blatt
MIL Miltenberg-f46v.jpg
Folio 46v aus dem Miltenberger Wappenbuch
Bemerkung Wappen u. a. der Ternionen und Quaternionen, Reichsämter, Kaiser-/Königswappen, orientalische und südländische Könige, 25 Städtewappen, Wappen des Turnier-/Landadels vom Rhein, aus Schwaben, Franken, Elsaß, Bayern, Österreich und Schweiz.
Version/en 2
a)  Original
b)  Schwarz-Weiß-Reproduktion
Signatur,
Standort
a)  1989 im Privatbesitz von Jean-Claude Loutsch in Luxemburg; Verbleib nach 2002 unklar.

zirka 1908: Für den Neuen Siebmacher und das Oberbadische Geschlechterbuch benützt; gehörte früher zur Bodmann-Habelschen Sammlung auf Schloss Miltenberg (alter Eintrag im Register: fol. 31: „comp.: Bodmann 1796“; um 1930 von Graf Chandon de Briailles ersteigert, Ms.56 (P. Adam-Even)
b)  Loutsch, Jean-Claude: L’armorial Miltenberg, un armorial de la fin du XVe siècle. In: Schweizer Archiv für Heraldik (Archivum Heraldicum; Archives héraldiques suisses).

  • 1989 (103): Seiten 95-165;
  • 1990 (104): Seiten 40-67, 122-164
  • 1992 (106): Seiten 42-68;
  • 1993 (107): Seiten 61-141


Weblinks *
 Commons: Miltenberger Wappenbuch – Sammlung von Bildern
Weitere Anmerkung Ähnlichkeiten mit Würzburger Turnierbuch (Berlin Ms. 77 B 5)
1496 1505 Wappenbuch des Gallus Öhem Deutsch
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 ⇒ Gallus Öhem#Wappenbuch des Gallus Öhem

Synonyme: „Gallus Öhems Reichenauer Chronik“, „Chronik des Klosters Reichenau“, „Chronik des Gotteshauses Reichenau“, „Cronick des Gotzhuses Rychenowe“
Abkürzung: OHM, auch: GO
Autor, Hrgs. o. ä.: Gallus Öhem
Typ: Lokal, Institutionell
Anzahl Wappen: 503
Anzahl Seiten: ca. 290
Gallus oehem freiburger handschrift.jpg
Gallus Oehem übergibt Abt Martin von Weißenburg die Chronik der Reichenau (aus Freiburger Handschrift)
Bemerkung Im Bildteil zur 1505 publizierten Chronik: Wappen von Äbten und Kapitelherren der Abtei Reichenau sowie von Fürsten, Grafen, Herren und Bürgern, Lehensleuten und Wohltätern des Klosters (meist aus der Schweiz, Schwaben, Oberbayern).
Version/en Nicht genau bekannt (die Chronik ist u. a. in 13 Handschriften des 16. und 17. Jh. erhalten, der Wappenbuchteil in 9 davon).
a)  Reinschrift
b)  Schwarz-Weiß-Reproduktion
Brandi, Karl: Quellen und Forschungen zur Geschichte der Abtei Reichenau 2. Inhalt: Das Wappenbuch inkl. Namensverzeichnis. 1893.
c)  Neuauflage/Reproduktion
Drös, Harald: Das Wappenbuch des Gallus Öhem. 64 Seiten. Stuttgart. 1998. ISBN 3799504052
Signatur,
Standort
a)  HS. 15, Universitätsbibliothek Freiburg im Breisgau
b)  Zum Beispiel: Universitätsbibliothek Heidelberg


Weblinks Auswahl
1500 Wappenbuch aus dem Breisgau Deutsch
Beitrag im Heraldik-Wiki: nein

Synonyme: –
Abkürzung: BRG
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Lokal
Anzahl Wappen: 1504
Anzahl Seiten: 103 Blätter
Coats of arms of None.svg
-
Bemerkung Oberrhein, Schwaben, Elsaß, Breisgau
Version/en 1
a)  Original
Signatur,
Standort
a)  Aktueller Standort unbekannt; früherer Besitzer: Kämmerer von Worms Freiherr von Dalberg in Datschitz (Dačice, Tschechien)


Weitere Anmerkung Literatur:
Freiherr Schenk zu Schweinsberg, G.: Mittelaterliches Wappenbuch aus dem Breisgau. In: Deutscher Herold 24. 1893, S. 41
1310 1312 Wappen von Rivoli Deutsch
Beitrag im Heraldik-Wiki: nein

Synonyme: Rôle d'armes Rivoli, Arms of Rivoli
Abkürzung: RIV
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Gelegenheitsbedingt
Anzahl Wappen: 33 (nach BGH[2], nach Clemmensen 46)
Anzahl Seiten: 239
Coats of arms of None.svg
-
Bemerkung Nur Wappenbeschreibungen aus dem 15. Jahrhundert, die auf alten Malereien des nach 1600 zerstörten Kastell RivoliW-Logo.png bei Turin basieren.
Version/en 1
Signatur,
Standort
(nicht bekannt)


1500 Bruderschaftsbuch des jülich-bergischen Hubertusordens Deutsch
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 ⇒ Bruderschaftsbuch des jülich-bergischen Hubertusordens

Synonyme: Bruderschaftsbuch der Sent Huprechts Broderschafft; Bruderschaftsbuch des Ordens vom Horn
Abkürzung: BSH
Autor, Hrgs. o. ä.: –
Typ: Institutionell
Anzahl Wappen: 390
Anzahl Seiten: 142 Blatt
Hubertus-Ritter-84r.png
Beispielseite aus dem Bruderschaftsbuch (84r)
Bemerkung Das Bruderschaftsbuch enthält Familienwappen des im jülich-bergischen Hubertusorden vertretenen Adels (Verzeichnis der Mitglieder des im Jahre 1444 gestifteten Ordens).
Version/en 2
a)  Original
b)  Kopie, 1586 in einem Sammelband, vom Reichsherold Johann von Gymnich angelegt.
Signatur,
Standort
a)  Cod.icon. 318, Bayrische Staatsbibliothek
b)  Besitzer (1939): Otto Hupp (sein umfangreicher Nachlass liegt heute im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, seine Siegelabdrucksammlung im Generallandesarchiv Karlsruhe.)


Weblinks Auswahl
1528 1537 Wappenbuch des Reichsherolds Caspar Sturm Deutsch
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 ⇒ Kaspar Sturm#Wappenbuch

Synonyme: –
Abkürzung: CSW, auch: QCS
Autor, Hrgs. o. ä.: Caspar Sturm
Typ: Zusammengesetzt
Anzahl Wappen: ca. 110
Anzahl Seiten: (unbekannt)
Caspar sturm wappenbuch.jpg
Selbstbildnis des Herolds Caspar Sturm in seinem Wappenbuch (mit dem kleinem und großem Nürnberger Stadtwappen)
Bemerkung Enthaltene Wappen,
Teil 1: Reichsregiment Karl V. (1528-1530);
Teil 2: Teilnehmer des Reichstages zu Speyer (1529);
Teil 3: Hofstaat des Erzbischofs von Mainz (Kardinal Albrecht von Brandenburg);
Teil 4: Nürnberger Patriziergeschlechter

Version/en 2
a)  Original (Sammlung des heraldischen Schaffens von Caspar Sturm ab 1527 in buchbinderischer Einbindung)
b)  Schwarz-Weiß-Reproduktion/Kopie
Signatur,
Standort
a)  unbekannt
(die Oppenheimer Stadtbücherei besitzt eine erläuterte Faksimileausgabe)
b)  Arndt, Jürgen: Das Wappenbuch des Reichsherolds Caspar Sturm. In: „Wappenbücher des Mittelalters“ Herausgeber: Der HEROLD, Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften, Berlin. Verlag Bauer & Raspe. (Neustadt an der Aisch, 1984) - ISBN 3-87947-051-0.


Wappenbücher der Neuzeit

Werke des 19. und 20. Jahrhunderts

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Wappenrollen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Heraldische Bücher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Show-handle-HW.png Bernhard Peter: Heraldik: Quellen, Literatur und Links – Wappenbücher online: Historische Wappenbücher

Einzelnachweise

  1. Nagel, Rolf: Zur Herausgabe von Wappenbüchern. In: Vom Nutzen des Edierens. Akten des internationialen Kongresses zum 150-jährigen Bestehens des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Wien, 3.-5. Juni 2004. Herausgegeben von Brigitte Merta, Andrea Sommerlechner, Herwig Weigl. Ergänzungsband. Wien. 2005. S. 271.
  2. 2,0 2,1 E. Frhr. v. Berchem, D. L. Galbreath, Otto Hupp: Siebmacher's Grosses Standardwerk. Band D. Beiträge zur Geschichte der Heraldik. Neustadt a/d Aisch. 1939/1972.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 E. Frhr. v. Berchem, D. L. Galbreath, Otto Hupp: Die Wappenbücher des deutschen Mittelalters. In: Beiträge zur Geschichte der Heraldik. Berlin 1939. Nachdruck: Neustadt a/d Aisch 1972. S. 1-102.
  4. Vgl. z. B.: Graf, Klaus: Herold mit vielen Namen. Neues zu Gerorg Rüxner alias Rugen alias Jerusalem alias Brandenburg alias ... In: Ritterwelten im Spätmittelalter: höfisch-ritterliche Kultur der Reichen Herzöge von Bayern-Landshut. Landshut: Museen der Stadt Landshut. 2009 (= Schriften aus den Museen der Stadt Landshut 29). S. 116, 117.


Fensterraute links oben ausgebrochen.png Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Wappenbuch“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 21. April 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.