Drei-Kronen-Wappen

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1509: Drei-Kronen-Wappen im Wappen des schwedischen Königs
Drei Kronen im schwedischen Wappen

Der Begriff Drei-Kronen-Wappen steht in der Heraldik für verschiedene Wappen.

Das wohl bekannteste Wappen mit diesem Namen ist das schwedische Landeswappen, das seit dem 14. Jahrhundert drei Kronen auf blauem Grund aufweist und Tre Kronor genannt wird. Im Jahre 1364 siegelte König Albrecht aus dem Hause Mecklenburg (1363-1389) mit drei Kronen.

Es scheint allerdings, daß bereits in den 1270er Jahren Magnus Ladulås ein Gegensiegel mit den drei Kronen verwandte. Eine Vermutung besagt, daß die beiden Reiche Dänemark und Schweden sowie die Landschaft Schonen (welches allerdings niemals Königswürden trug) dadurch symbolisiert werden sollten.

Bis Carl XVI. Gustav trugen alle Schwedenkönige seit Gustav I. Wasa den Titel „König der Schweden, Goten und Vandalen“ („Sveriges, Götes och Vendes konung – Suecorum, Gothorum et Vandalorum Rex“). Der jetzige Monarch wählte bei seiner Thronbesteigung den Titel „König von Schweden“ (Sveriges konung). Auch Königin Margarethe von Dänemark, die durch die Kalmarer Union gleichzeitig Königin von Schweden und Norwegen war, soll mit einem Drei-Kronen-Wappen gesiegelt haben. Heraldiker vermuten in den drei Kronen ein Symbol für die Königreiche der Schweden, Goten und Wenden.

Der Begriff steht auch für das Stadtwappen von Köln. Hier sind im oberen Schildteil drei Kronen in einem roten Balken zu sehen, die die Heiligen Drei Könige symbolisieren. Diese sind die Schutzpatrone der Stadt. Auch die Wappen von Margrethausen, Tegernsee und Otterfing weisen drei Kronen auf.

Dem sagenhaften König Artus wird ebenfalls ein Wappen mit drei Kronen in einem blauen Feld zugeschrieben[1]

Siehe auch

Dreikronenkrieg

Literatur

  1. Lexikon Heraldik, Gert Oswald, VEB Bibliographische Institut Leipzig, 1984


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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Drei-Kronen-Wappen“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 09. Mai 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.