Wolfgang Pagenstecher

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Wappen der Familie Pagenstecher

Wolfgang Pagenstecher (* 16. März 1880 in Elberfeld; † 26. Dezember 1953 in Düsseldorf, ledig) war ein deutscher Kunstmaler und Heraldiker.

Leben

Er entstammte der westfälischen Juristen- und Gelehrtenfamilie PagenstecherW-Logo.png, Sohn des Arztes Friedrich Pagenstecher (1843-1904) und der Elisabeth Freiin von Hurter (1857-1923). 1898 begann er ein Kunststudium an der Kunstakademie DüsseldorfW-Logo.png bei den Professoren ErnstW-Logo.png und Fritz RoeberW-Logo.png, Peter Janssen d. Ä.W-Logo.png und Wilhelm SpatzW-Logo.png. Der weitere Ausbildungsweg führte ihn nach Florenz, Dresden, Paris und München. Ab 1914 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Nach dem Weltkrieg begann er Auftragswappen zu entwerfen.

Pagenstecher entwarf zahlreiche Wappen für Städte und Gemeinden, auch das 1926 veränderte Wappen der RheinprovinzW-Logo.png und das Wappen Nordrhein-Westfalens stammen von ihm. Seine Sammlung, die etwa 12.000 bis 12.500 Zeichnungen von Wappen und Siegeln umfasst[1], befindet sich heute im Landesarchiv Nordrhein-WestfalenW-Logo.png in Duisburg.[2] Ein weiterer Teil seines Nachlasses befindet sich im Stadtarchiv NeussW-Logo.png (Signatur D.04.P.03).[3]

Pagenstecher war vom 19. Oktober 1943 bis zum 31. Dezember 1952 Mitglied im Herold (Verein).

Familienwappen

  • Blason: „In blau-silbern geteiltem Schild oben ein wachsender silberne Pegasus mit goldenen Flügeln; unten drei grüne Hülsenblätter an gemeinsamen, balkenweis gelegten Ast. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken der Pegasus wachsend.“[1]

Das Wappen erscheint in oben genannten Form erstmals im Siegel des gräflich bentheimischen Kanzlers, Dr. jur. Johann Pagenstecher (1575–1650), auf einer Urkunde vom 25. Juni 1631.

Werke

  • Eine Instandsetzung des Inventars des Domes in Kaiserswerth im Jahre 1789. In: Düsseldorfer Jahrbuch 42. Düsseldorf 1940, S. 273–275.
  • Burggrafen- u. Schöffensiegel von Kaiserswerth. Mit 27 Siegel- und Signettafeln. In: Düsseldorfer Jahrbuch 44. Düsseldorf 1947, S. 117–154.

Literatur

  • Thieme-BeckerW-Logo.png: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 26. Seite 140.
  • Hans VollmersW-Logo.png: Allgemeinem Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 3. Seite 539.
  • Beckel in Mitteilungen Westdt. Gesellschaft für Familienkunde. 1926. Seite 4-5, Sp. 227-230.
  • Rheinische PostW-Logo.png:, Nr. 309/1953 vom 29. Dezember 1953
  • Fentsch, W.: Das Wappenwerk Wolfgang Pagenstechers. In: Bergische Heimat. 1941. S. 7 bis 12.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Jürgen Arndt (Bearbeiter) unter Mitwirkung von Horst Hilgenberg und Marga Wehner: Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. H). Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 1992, ISBN 3-87947-109-6, S. 404 (664 S.).
  2. Nachlass Pagenstecher, Wolfgang, Webseite im Landesarchiv Nordrhein-WestfalenW-Logo.png, abgerufen am 21. August 2016
  3. Stadtarchiv Neuss: D.04 Nachlässe, abgerufen am 14.

Weblinks

 Commons: Wolfgang Pagenstecher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Fensterraute links oben ausgebrochen.png Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Wolfgang_Pagenstecher“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 09. August 2017 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.