Rossstirnschild

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Grundform Rossstirnschild

Der Rossstirnschild ist eine besondere Schildform in der Heraldik. Er tritt nur in der italienischen Heraldik auf, beispielsweise im Wappenschild der Medici. Die Familie hatte im goldenen Wappenschild fünf rote schwebende Kugeln (2:2:1) gestellt. Darüber eine blaue mit drei goldenen Lilien belegt[1]. Bekannt ist diese Schildform seit dem 15. Jahrhundert. Die Form ist aber nicht einheitlich. So sind Schilde unter Beibehaltung der Grundform mit verschiedenen Konturen, sogar mit gerolltem Schildrand, sogenannte Kartusche mit Rollwerk, bekannt. Die Schildform soll dem Stirn- oder Kopfschutzes eines Prunkharnisches für Pferde nachempfunden sein. Dieser wies mittig oft einen Stirnstachel neben den Augenlöschern auf, die aber in der Heraldik entfielen. Die Verzierung mit Wappen auf dem reellen Rüstteil (Gravur oder Punzarbeit) kann als Ursprung für die Heraldik angenommen werden.

Beispiele

Siehe auch

Literatur

  • Das große Buch der Wappenkunst, Walter Leonhard, Verlag Georg D.W. Callwey, München 2001, ISBN 3-8289-0768-7
  • Prunkwaffen, Johannes Schöbel, Militärverlag der DDR Edition Leipzig, 1975

Einzelnachweis

  1. Lexikon der Heraldik, Gert Oswald, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1984

Quellenhinweis

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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Rossstirnschild“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 21. Juni 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.