Ernst Alfred Stückelberg

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1901: Heraldisches Exlibris Dr. Ernst Alfred Stückelberg
(entworfen von Lorenz M. Rheude)

Ernst Alfred Stückelberg (* 17. August 1867 in Basel; † 31. Juli 1926 ebenda) war ein Schweizer Historiker, Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Heraldiker.

Leben und Werk

Ernst Alfred Stückelberg, Sohn des Malers Ernst StückelbergW-Logo.png (1831-1903) und der Maria Elisabeth Brüstlein (1866-1926), studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Basel, BerlinW-Logo.png, BonnW-Logo.png und ZürichW-Logo.png. 1890 wurde er an der Universität Zürich mit einer Dissertation über das Constantinische Patriziat zum Dr. phil. promoviert. 1893 habilitierte er ebenfalls in Zürich. Dort wirkte er 1894 bis 1903 als Privatdozent, ab 1897 mit einem Lehrauftrag für Numismatik. Ab 1903 lehrte er an der Universität BaselW-Logo.png, zuerst als Privatdozent, ab 1905 als ausserordentlicher Professor für christliche Altertumskunde. 1919 wurde er zum ersten öffentlichen Denkmalpfleger Basels ernannt.

Als Wissenschaftler forschte Stückelberg zur Geschichte der HeiligenverehrungW-Logo.png, zur Christlichen ArchäologieW-Logo.png, zur Numismatik, Heraldik, Sphragistik und EpigrafikW-Logo.png sowie zur Denkmalpflege.

1896 gehörte er zu den Begründern der Schweizerischen Gesellschaft für VolkskundeW-Logo.png.

Wappen

„In Blau auf grünem Dreiberg eine goldene Kanone (Stück). Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken ein blauer Flügel.“

Biographisches Lexikon der Heraldiker (1992)[1]

Schriften (Auswahl)

  • Der Constantinische Patriciat, Basel 1891 (= Dissertation)
  • Longobardische Plastik, Zürich, 1896
  • Die Thronfolge von Augustus bis Constantin. Genealogische Studien zur Geschichte der römischen Kaiserzeit, Wien 1897
  • Der Münzsammler. Ein Handbuch für Kenner und Anfänger, Zürich 1899 (2. Aufl. 1919)
  • Geschichte der Reliquien in der Schweiz, 2 Bände, Basel 1902, 1908
  • Die schweizerischen Heiligen des Mittelalters. Ein Hand- und Nachschlage-Buch für Forscher, Künstler und Laien, Zürich 1903
  • Denkmäler zur Basler Geschichte, Basel 1907 und 1912
  • Das Münster zu Basel, Basel o.J. (1908) (3. Aufl. 1927)
  • Die römischen Kaisermünzen als Geschichtsquellen, Basel 1909 (2. Aufl. 1915)
  • Die Bildnisse der römischen Kaiser und ihrer Angehörigen. Von Augustus bis zum Aussterben der Konstantine, Basel 1916
  • (Herausgeber) Basler Kirchen. Bestehende und eingegangene Gotteshäuser in Stadt und Kanton Basel, 4 Bände, Basel 1917–1922
  • Denkmäler des Königreichs Hochburgund vornehmlich in der Westschweiz, Zürich 1925

Heraldische Schriften

  • Das Wappen in Kunst und Gewerbe, Zürich 1901 (2. Aufl. Leipzig 1906)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Jürgen Arndt (Bearbeiter) unter Mitwirkung von Horst Hilgenberg und Marga Wehner: Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. H). Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 1992, ISBN 3-87947-109-6, S. 533 (664 S.).
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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Ernst_Alfred_Stückelberg“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 28. Dezember 2017 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.