Wappen der Stadt Krefeld

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Stadt Krefeld
Nordrhein-Westfalen
Wappen der Stadt Krefeld seit 1950, nach einem Entwurf des Heraldikers Wolfgang Pagenstecher
Blasonierung

„Der gespaltene Wappenschild zeigt vorn in Silber den heiligen Dionysius mit Heiligenschein und rotem Ornat, den Bischofsstab in der Rechten, das abgeschlagene Haupt in der Linken, zu seinen Füßen ein goldenes Schildchen mit schwarzem Balken, hinten in blau über rot geteiltem Feld zwei abgewendete goldene Schlüssel, begleitet von silbernen Schilden mit schwarzen Balkenkreuzen. “

Stadtfarben
          schwarz-gold
Basisdaten
Einführung: 1950
Rechtsgrundlage: Beschluss des Stadtrates und Zustimmung des Innenministers des Landes Nordrhein-WestfalenW-Logo.png
Belege: Ministerialerlass vom 3. Juli 1950

Das Wappen der Stadt KrefeldW-Logo.png wurde 1950 genehmigt und blickt auf eine sehr bewegte Geschichte zurück.

In Deutschland haben die Städte Lübeck (1369) und Köln (1392) früh ein Wappen geführt. Meist entwickelte sich das Stadtwappen aus dem Stadt- oder dem Schöffensiegel. Als Symbol wählten viele rheinische Städte das Bild des PatronsW-Logo.png der Kirche des Ortes. Andere übernahmen Attribute des Orts- oder Landesheiligen, so Uerdingen die Schlüssel des heiligen PetrusW-Logo.png, des Schutzheiligen der ältesten Uerdinger Kirche und des Kurfürstentums KölnW-Logo.png. Ursprung des Uerdinger Wappens ist sein großes Stadtsiegel von 1314.

Krefeld besaß jahrhundertelang kein offizielles Wappen, obwohl schon ein Schöffensiegel von 1463 den heiligen DionysiusW-Logo.png zeigt, den Bischofsstab in der Rechten, die Mitra in der Linken und zu seinen Füßen das Wappen des Landesherrn von Krefeld, des Grafen von MoersW-Logo.png und SaarwerdenW-Logo.png. Von einem eigentlichen Stadtwappen kann man erst seit dem 9. Dezember 1854 sprechen, als der preußische König Friedrich Wilhelm IV.W-Logo.png dem Oberbürgermeister Ondereyck das Recht zum Tragen einer goldenen AmtsketteW-Logo.png mit dem Bilde des Stadtpatrons verlieh. Das Wappenbild lehnte sich eng an das Schöffensiegel von 1463 an.

Diese Darstellung des Wappens ist bis 1931 maßgebend geblieben. Gemäß einem Vertrag vom 25. April 1930 wurden die Wappen von Krefeld und Uerdingen vereinigt. Das neue, von Professor Hupp geschaffene Wappen zeigte in der oberen Hälfte des Schildes den heiligen Dionysius, wachsend, mit dem Krummstab in der Rechten und dem abgeschlagenen Haupt in der Linken, in der unteren Hälfte das Uerdinger Wappen mit den beiden Schlüsseln. Das Moerser Landeswappen stand, historisch falsch, als Herzschild in der Mitte.

Am 22. Januar 1938 verlieh der Oberpräsident der RheinprovinzW-Logo.png der Stadt Krefeld-Uerdingen, die einen Entwurf von Professor Richard SchwarzkopfW-Logo.png vorgelegt hatte, ein neues Wappen, das „im gespaltenen Schild vorne in Gold den Moerser Balken, hinten das Uerdinger Wappen in den Farben blau-rot mit den beiden einander abgekehrten goldenen Schlüsseln“ zeigte. Die nationalsozialistische Stadtführung brach also mit der Tradition des Dionysiussymbols und fiel in den Fehler zurück, das Wappen der Grafschaft Moers als Krefelder Stadtwappen zu übernehmen.

Das mit Ministerialerlass vom 3. Juli 1950 genehmigte Stadtwappen wurde von dem Heraldiker Wolfgang PagenstecherW-Logo.png entworfen. Der gespaltene Schild zeigt vorn in Silber den heiligen DionysiusW-Logo.png mit Heiligenschein und rotem OrnatW-Logo.png, den Bischofsstab in der Rechten, das abgeschlagene Haupt in der Linken, zu seinen Füßen ein goldenes Schildchen mit schwarzem Balken, hinten in blau über rot geteiltem Felde zwei abgewendete goldene Schlüssel, begleitet von silbernen Schilden mit schwarzen Balkenkreuzen.

Der abgeschlagene Kopf des heiligen Dionysius, der im dritten Jahrhundert erster BischofW-Logo.png des Bistums ParisW-Logo.png und später fränkischer NationalheiligerW-Logo.png wurde, deutet seinen Märtyrertod an. Das Moerser Landeswappen zu seinen Füßen erinnert an die frühere Zugehörigkeit von Stadt und Herrlichkeit Krefeld zur Grafschaft Moers. Die kurkölnischen Schilde im Uerdinger Wappen weisen auf die Landesherrschaft des Kurfürsten von Köln über die Stadt Uerdingen hin und versinnbildlichen zugleich die Zugehörigkeit einiger Teile des alten Amtes Linn-Uerdingen zum heutigen Stadtgebiet.

Weblinks

 Commons: Wappen der Stadt Krefeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe unter

Quellen

  • Stadt Krefeld, Büro des Oberbürgermeisters, Referat Rat und Repräsentation (Verfasser Dr. Guido Rotthoff und Ernst Köppen)
  • § 2 der Hauptsatzung der Stadt Krefeld vom 5. März 2012, abgedruckt im Krefelder Amtsblatt 67. Jahrgang Nr. 11 vom 15. März 2012


Fensterraute links oben ausgebrochen.png Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Wappen_der_Stadt_Krefeld“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 04. Juni 2017 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.