Schattenkreuz (Heraldik)

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Schatten- beziehungsweise Konturenkreuz: Der silberne Grund des Schildes „scheint“ durch das Kreuz „hindurch“.

Das Schattenkreuz (auch Konturenkreuz genannt) ist in der Heraldik ein gemeines Kreuz in schwarzen Konturen, das nur in seinen Umrissen in einem Wappen erscheint, so daß der farbige Untergrund vermeintlich durch das Wappenmotiv hindurch scheint („Schattenfarbe“).

Das Schattenkreuz ist ein heraldisches Kuriosa. In gewissem Sinn widerspricht seine Darstellung den heraldischen Regeln. Die Begrenzungslinien stellen tatsächlich „nur“ Konturen beziehungsweise den Umriss eines gemeinen Kreuzes dar. Das Schatten-/Konturenkreuz ist gewissermaßen weder eine wohldefinierte gemeine Figur noch ein Heroldsbild, das den Schild oder das Feld teilt.

Abgrenzung

Grundsätzlich sollte man das Schattenkreuz nicht mit Kreuzen verwechseln, bei denen die Färbung des Feldes oder des Schildes durch die Form oder die spezifische Darstellung des Kreuzes in gewissem Sinne sichtbar ist („ausgebrochenes/durchbrochenes Kreuz“, Winkelmaßkreuz oder anderes).

Das durchbrochene Kreuz erscheint beispielsweise als ein Kreuz ...

„welches mit einem zweiten 1/3 seiner Breite betragenden Kreuz, von der Schildfarbe belegt, oder aus dem gleichsam in Kreuzform ein kleineres herausgebrochen ist.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Galerie

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.