Mondkreuz

Aus Heraldik-Wiki
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Mondkreuz
 
Mondendenkreuz
(gemäß WBO, Code 0375)
 
Mondbesetztes Kreuz
(gemäß WBO, Code 0376)
 
Mondbesetztes Kreuz
(gemäß Siebmacher)
 
Übliche Mondsichelform als Schema
 
Tatsächliche Mondsichel zum Vergleich

Mondkreuz ist in der Heraldik Oberbegriff für ein seltenes Kreuz, dessen Armenden mit nach außen, zu den Schildrändern gekehrten, ungesichteten „MondsichelnW-Logo.png“ stilisiert sind. In der Literatur erscheinen, wenn überhaupt, hauptsächlich zwei Ausprägungen des Mondkreuzes:

  • das Mond-Endenkreuz (auch Mondendenkreuz geschrieben; frz.: croix aléseé, les extrémités terminés en forme de croissants; engl.: cross crescented), bei dem die Kreuzenden zu Mondsicheln „ausgezogen“ sind;
  • das Mondbesetzte Kreuz (frz.: croix aléseé, les extrémités accolées de croissants; engl.: cross couped and crescented), bei dem die Kreuzenden mit Mondsicheln „besetzt“ sind.

Mondbesetztes Kreuz

Das Mondbesetzte Kreuz erscheint gewöhnlich als griechisches Kreuz, bei dem die vier Arme am Ende mit Mondsicheln in der gleichen heraldischen Farbe „besetzt“ sind. Werden die Mondsicheln in einer anderen Tingierung als das Kreuz dargestellt, ist dies zu melden. Die Besetzung mit gesichteten Mondsicheln ist zu melden.

Mondbesetztes Kreuz (Tafel VI. Figur 43.) dessen 4 Arme am Ende mit (..) Monden besetzt sind.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Varianten

Grundsätzlich können auch andere Kreuzformen mit Sternen besetzt sein. Die genaue Kreuzform ist gegebenenfalls in der Wappenbeschreibung anzuführen.

Mondendenkreuz

Die Basis eines Mondendenkreuz ist gewöhnlich ein geschmälertes Kreuz, dessen Kreuzarme zu Mondsicheln „ausgezogen“ sind. Wenn die Form der Mondsichel flacher als gewöhnlich ausfällt, ist dies zu melden.

Wappenbilderordnung

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.