Helmkissen

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Dieser Artikel behandelt die Wappenfigur Kissen/Helmkissen; für das Kissen, das zur Schutzvorrichtung für Turnierpferde verwendet wurde, siehe „Stech-/Rennkissen“.
Helmkissen im Oberwappen (von Grafeneck)
Liegendes Kissen als Unterlage für einen Mond
Liegendes Kissen als Unterlage für ein Fohlen

Das Helmkissen auch nur Kissen (frz.: coussin; engl.: cushion oder pillow) gehört in der Heraldik als Teil des Oberwappens zum Hilfskleinod, wird aber auch als gemeine Figur im Wappenschild dargestellt.

Darstellung

(Helm)Kissen als Hilfskleinod

Es wird diese flache viereckige gepolsterte Platte (Kissen) als Unterlage für andere Wappenfiguren auf den Wappenhelm aufgelegt und oft in den Hauptfarben des Wappens tingiert. An den Ecken des Kissens hängen Quasten oder Trotteln herab, was als bequastet beschrieben wird. Das Helmkissen eignet sich auch als Unterlage für andere Hilfskleinode (Schirmbrett o. ä.).

Kissen als gemeine Figur

Gelegentlich kann es auch eine gemeine Figur im Wappenschild sein und wird dann mit der größeren Fläche zum Betrachter dargestellt. Diese Breitseitendarstellung ist auch über dem Helm als Hilfskleinod möglich und wird zur zusätzlichen Aufbringung bestimmter Figurenwiederholung aus dem Schild verwendet.

Siebmacher

Kissen (Tafel XXIX. Figur 9. 10.) erscheinen in Wappen selten, mehr auf den Helmen als Unterlage eines Thieres oder eines Gegenstandes, dann „liegend“. In der Art wie Figur 9. abgebildet heissen sie „ausgespreizt“, in der Form wie Figur 10. „auf einer Kante“ stehend (z. B. auf dem Helme der Freiherren von Crailsheim in Bayern). Kissen sind meist an den 4 Ecken mit Knöpfen und Trodeln (Quasten) versehen, auch mitunter mit goldenen Eckborden, was zu melden ist.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Wappenbilderordnung

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie ( M. Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.


Fensterraute links oben ausgebrochen.png Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Helmkissen“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 26. August 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.