Finnische Heraldik

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Die finnische Heraldik reiht sich in die der nordischen Länder, wie Dänemark, Norwegen und Schweden ein. So führt Finnland, genau wie diese Staaten, in seiner Landesflagge, das einfache Balkenkreuz als gleiche Grundform. Die verschiedenen länderspezifischen Farbgebungen bildet den Unterschied. So ist es auch in den Wappen. Gleiche oder ähnliche Wappenfiguren zeigen über Jahrhunderte die ähnliche Entwicklung der Wappen. Die Unterschiede der nordischen Wappen untereinander und zur gesamten europäischen Heraldik sind nicht wesentlich, eher spartanisch.

Finnland war bis 1809 Teil des Schwedischen Reiches. Folglich verlief die finnische Heraldik ohne wesentliche Abweichungen nach schwedischem Muster. Die Städtewappen, Bürgerwappen und auch die Adelswappen gleichen denen von Schweden. Im 17. Jahrhundert lassen sich die ersten Stadtwappen nachweisen. Es sind keine typischen finnischen Eigenheiten in den Wappen zu erkennen. Der spätere russische Einfluss ab 1809 bis zur Eigenständigkeit 1917 hat nur geringe Spuren hinterlassen.

Erst die neuere Zeit hat einen eigenen Wappencharakter vor allem bei neuen Gemeindewappen hervorgebracht. So sind die heraldische Tinkturen auffallend auf Schwarz und Blau und von den Metallen Gold und Silber beschränkt. Einfache Bildelemente, wie Jagdwaffen und Pflanzen der Region prägen viele Wappen. Die Auswahl an Wappentieren reduziert sich auf Elch, Ren und Geweih, Fisch, Bär, Robbe und Schneehuhn. Adler findet man nur schwer. Ebenso sind die religiösen Wappenfiguren selten. Hervorzuheben ist die markante, einfache und streng grafische Stilisierung. Der stilisierte Tannenschnitt und das Tannenkreuz ist beispielsweise eine typische finnische Art des Wappenschnittes.

Siehe auch

Literatur

  • Das große Buch der Wappenkunst, Walter Leonhard, Verlag Georg D.W. Callwey, München 2001, ISBN 3-8289-0768-7


Fensterraute links oben ausgebrochen.png Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Finnische_Heraldik“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 03. Juni 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.