Familienwappen Janka (Potštát/Drnholec, Mähren)

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Das Familienwappen Janka führt eine ursprünglich aus Potštát/BodenstadtW-Logo.png in Mähren, Tschechien stammende, weitverzweigte Familie. Es wurde 2009 von Andreas Janka gestiftet und von ihm in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Gemeinschaft wappenführender Familien entworfen.

Wappen

Blason: Gespalten von Silber und Blau, vorn drei silbern-besamte blaue Veilchenblüten pfahlweise, hinten ein nach links gekehrter silberner Stulpenstiefel, pfahlweise durchbohrt von einem gestürzten silbernen Pfeil. Auf dem Blau-silbern bewulsteten Helm mit Blau-silbernen Decken ein golden-bewehrter silberner Basilisk mit gespaltener roter Zunge, pfeilspitzförmigem, mit goldenen Zähnen besetztem Schwanz und blauen Drachenflügeln, mit der rechten Kralle greifend ein geschlossenes blaues Buch mit silbernem Schnitt, belegt mit einer silbernen Veilchenblüte.“

Nr. Jahr Gestaltung Aufriss
1 2010 Nico Augustin,
wofür ihm an dieser Stelle ganz herzlich gedankt sei.
Coat of arms family de Janka.png
2 2011 Jochen Wilke,
wofür ihm an dieser Stelle ganz herzlich gedankt sei.
Janka Wappen -- Aufriß von Jochen Wilke.jpg
3 2017 Harald Fassbaender,
wofür ihm an dieser Stelle ganz herzlich gedankt sei.
Janka Wappen Aufriss Harald Fassbaender.jpg
4 2017 Gerd Hruška,
wofür ihm an dieser Stelle ganz herzlich gedankt sei.
Janka Wappen Aufriss Gerd Hruska.jpg

Führungsberechtigung

Führungsberechtigung: Andreas Janka und die übrigen Nachkommen im Namensstamm seines Stammvaters Thowieß (Tobias) Janka (um 1589-1652), soweit und solange sie noch den Familiennamen des Wappenstifters tragen.

Registrierungen

Gestaltungsalternativen und -ideen

Jahr Bemerkung Skizze
2009 Frühe Skizze/Spielart der Helmzier des Janka-Wappens: Der Basilisk erscheint hier mit Adlerflügeln und anders tingiert.

Gestaltung: Nico Augustin, wofür ihm an dieser Stelle ganz herzlich gedankt sei.
Skizze Janka-Wappen Basilisk.jpg
2009 Der Basilisk erscheint in der nebenstehenden Spielart des Janka-Wappens nicht mit Fledermausflügeln, sondern mit Adlerflügeln.

Diese Variante des Janka-Wappens wurde ursprünglich zur Registrierung in der Deutschen Wappenrolle eingereicht, aber vom Deutschen Herold mit der Begründung verworfen, dass eine heraldische Basiliskfigur mit Fledermausflügeln gestaltet werden sollte.

Gestaltung: Nico Augustin, wofür ihm an dieser Stelle ganz herzlich gedankt sei.
Coat of arms family de Janka Variante.jpg
2017 Der Basilisk ist in der nebenstehenden Spielart des Janka-Helmkleinods nicht nur mit einem Fuß, sondern mit Fuß und Schwanz am Helm befestigt.

Hintergrund: Anläßlich eines Neuaufrisses des Janka-Wappens fertigte Dirk Faltin nach existierenden Darstellungen in der Heraldik und der Buchmalerei Bleistiftzeichnungen an. Er empfahl im Forum der Gemeinschaft wappenführender Familien, den Basilisken eher traditionell zu gestalten und die Helmfigur mit dem Schwanz auf dem Helm abzustützen.

Gestaltung: Dirk Faltin, wofür ihm an dieser Stelle ganz herzlich gedankt sei.
 
 
2017 Der Basilisk erscheint in der nebenstehenden Spielart des Janka-Helmkleinods nicht mit zwei, sondern mit vier Beinen.

Hintergrund: Anläßlich eines Neuaufrisses des Janka-Wappens fertigte Dirk Faltin nach existierenden Darstellungen in der Heraldik und der Buchmalerei Bleistiftzeichnungen an. Er schlug im Forum der Gemeinschaft wappenführender Familien vor, den Basilisken evtl mit vier Füßen aufzureissen. Eine entsprechende Darstellung ist im Rahmen der heraldisch-künsterlerischen Freiheit möglich, da weder im Blason, noch in den heraldischen Regeln eine „normale“ Beinzahl für der Wappenfigur Basilisk definiert ist.

Gestaltung: Dirk Faltin, wofür ihm an dieser Stelle ganz herzlich gedankt sei.
Skizze zum Janka-Wappen von Dirk Faltin 03.png

Familiengeschichte

Die Familie Janka ist bis in das Jahr 1545 mit Stammsitz in Mähren belegt, als ein Johann Janka für 108 Taler in Bodenstadt/Potštát ein Haus kaufte.[1] Das Familienwappen Janka wurde von Andreas Janka im Jahre 2009 gestiftet und auf den ältesten, direkt durch Quellen nachweisbaren Vorfahren namens Tobias Janka (ca. 1589–1652; auch „Thowieß“, „Tobiaß“, „Thowie“, „Thobis“ und „Jancke“, „Jangke“, „Janke“ geschrieben)[2] rückdatiert. Tobias Janka, der nach dem Stadtarchivar PhDr. Ivan Krška von Beruf Richter war[3], begründete mit Anna N. eine Schuhmacher-Erbfolge (das Paar hatte sechs Kinder), die über sechs Generationen über mehr als 200 Jahre (zwischen ca. 1590/1600 bis ca. 1820) das Schusterhandwerk in Mittelmähren durch mindestens 16 Schuhmacher mitbestimmte.

Ab 1823 läßt sich eine direkte Linie der zahlreichen Nachfahren von Tobias Janka in Drnholec/DürnholzW-Logo.png, Kreis Nikolsburg nachweisen. Dort betrieben die Jankas noch zwei Generationen das Schusterhandwerk, bevor sie anderen Berufen nachgingen. Nahezu alle überlebenden Mitglieder der Dürnholzer Janka-Linie zogen nach dem 2. Weltkrieg (1945/46) von Dürnholz weg. Neuansiedelungen der führungsberechtigten Dürnholzer Janka-Linie lassen sich in Deutschland (Hessen, Bayern) und in England bis heute (Stand: 2017) nachweisen. Andere Janka-Linien, die aus Bodenstädt/Potštát stammen und das Janka-Wappen führen könnten, sind dort bis in das Jahr 1912 belegt. Unklar ist, ob diese Janka-Linien nach 1912 in anderen Orten weiterblühen oder ausgestorben sind.

Wappensymbolik

Symbolbeschreibung: Die Veilchen („Viola jooi Janka“) stehen redend für den Familiennamen Janka und den Vornamen des ältesten bekannten Verwandten (Johannes = Janka = „Gottgnade“). Der Stiefel verweist auf den Beruf des Schuhmachermeisters, der über mindestens sechs Generationen von den Janka ausgeübt wurde. Der Pfeil durchbohrt den Stiefel und deutet damit die Vertreibung der Familie Janka aus Mähren im Jahre 1945/46 an. Der Basilisk symbolisiert als König der Schlangen, Häresie, Antichrist, Teufel, Pest, Vertreibung und Tod. Er verweist auf das Schicksal der Bodenstädter Bürgerfamilie Janka, die ursprünglich lutherische Pastoren, Bürgermeister und Richter hervorbrachte, nach Zwangskatholisierung, Gegenreformation und dem 30jährigen Krieg jedoch eine reine Handwerker-Familie wurde. Das Buch ist ein Hinweis auf die Bibliomanie und den Beruf des Stifters (Autor, Verlagsbuchhändler, Redakteur, IT-Berater). Es steht redend für den Familiennamen (Buch = Johannes der Evangelist/Johannesoffenbarung = Janka) und für die Altvorderen Christoph und Martin Janka, die 1586 und 1598 in Wittenberg ordiniert wurden. Die Farben und Metalle Blau, Silber, Gold und Rot sind aus dem Wappen von Mähren entlehnt. Sie zeigen die fast ein halbes Jahrtausend andauernde Verbundenheit des Janka-Geschlechts mit diesem historischen Land an.“

Vorfahren

Ahnentafel des Wappenstifters Andreas Janka
Ururgroßeltern

Wappen Janka
Franz Janka (1826–1892)
∞ 1854
Clara Denk (1824–1896)

Thomas Floder (1817–1878)
∞ 1841
Franziska Spadinger (1818–1890)

Wappen Freudl
Johann Freudl (1836–????)
∞ 1861
Maria Anna Zimprich (1837–????)

Wenzel Langer (1824–????)
∞ 1847
Anna Havelka (????–????)

Wappen Stern
Friedrich August Ferdinand Stern (1831–????)
∞ 1863
Johanna Friederike Henriette Wiese (1841–????)

Johann Julius Braun (1843–????)
∞ 1869
Amalie Ida Reinke (1852–????)

Ludwig Hygolit Roczynski (1827-1881)
∞ 1856
Bernhardine Auguste Ramtour (1833-1914)

Heinrich August Helm (1835–1875)
∞ 1860
Anna Pauline Neumann (1835-1912)

Urgroßeltern

Wappen Janka
Franz Seraph Janka (1855–1933)
∞ 1885
Theresia Floder (1857-1940)

Wappen Freudl
Eduard Freudl (1865-ca. 1940)
∞ 1888
Emilie Langer (1868–1940)

Wappen Stern
Friedrich Karl August Wilhelm Louis Stern (1866-1945)
∞ 1895
Emma Elise Hedwig Braun (1871–1945)

Max Richard Ludwig Roczynski (1861–1944)
∞ 1891
Selma Alwine Gertrude Miena Helm (1870–1956)

Großeltern

Wappen Janka
Karl Janka (1898–1951)
∞ 1936
Maria Freudl (1897–1965)

Wappen Stern
Erich Wilhelm Stern (1903–1952)
∞ 1940
Eva Bernhardine Gertrude Roczynski (1906–2005)

Eltern

Wappen Janka
Adolf Herrmann Janka (* 1939)
∞ 1961
Susanne Ute Stern (* 1940)

Andreas Michael Janka

Anwendungsbeispiele

Einzelnachweise

  1. Vormerk Buch über das von Karl Schubert k:k: Salzverschleißer in Bodenstadt abgenommene Salz und eingezahlte Geld-Beträge Anfangend den 1te August 1818. Bezirksarchiv Prerov, Archiv der Stadt Bodenstadt (1278) 1388-1945. Wörtlich heißt es darin: Johann Janka kaufte eben daselbst das Haus N: 32 jetzt 101 im Jahr 1545 für 108 Thaler.
  2. Vgl. zum Beispiel: Landesarchiv in Olomouc, Tauf,- Heirats,- und Sterbematrik für Bodenstadt, Nr. 7131, Sign. Od X 1, 1630-66, 1628-66, 1628-66, S. 573
  3. Stadtarchivar PhDr. Ivan Krška in einem Brief vom 01.11.2007 an Andreas Janka; er gibt als Quelle für seine Angabe eine Denkschrift aus dem Jahre 1636 an: „Die Weihe der Pfarrkirche in Bodenstadt“.