Elisabeth Ludovika von Bayern

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Joseph Stieler: Königin Elisabeth von Preußen, nach 1843

Elisabeth Ludovika, Prinzessin von Bayern (* 13. November 1801 in München; † 14. Dezember 1873 in Dresden) war als Gemahlin Friedrich Wilhelms IV. Königin von Preußen.

Leben

Elisabeth war die Tochter des Königs Maximilian I. von Bayern und der Königin Caroline, Zwillingsschwester der Königin Amalie von Sachsen († 8. November 1877), Schwester der Königin Marie von Sachsen (1805–1877), Ludovica in Bayern sowie Schwester der Erzherzogin Sophie von Österreich (1805–1872) wodurch Elisabeth sowohl eine Tante der Kaiserin Elisabeth („Sisi“) von Österreich (1837–1898) als auch des Kaisers Franz Joseph I. war. Sie war zudem die Patentante von „Sisi“, die nach ihr Elisabeth genannt wurde.

Am 29. November 1823 wurde sie mit dem späteren König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen verheiratet. Sie teilte seine geistigen Interessen, besonders seine Bestrebungen für Kunstzwecke. 1830 trat sie zur evangelischen Kirche über. Seit 1840 Königin von Preußen, war sie nicht ohne Einfluss auf die preußische Politik. Sie setzte sich für die Erhaltung der engen Freundschaft zwischen Preußen und Österreich ein. Elisabeths Ehe mit Friedrich Wilhelm IV. wird als glücklich beschrieben. Sie pflegte ihn während seiner langen Krankheit.

Stift Keppel: Ehemals ein Prämonstratenser-Stift, heute ein öffentliches Gymnasium

Nach Friedrich Wilhelms Tod am 2. Januar 1861 führte Elisabeth auf ihren Witwensitzen Sanssouci, Charlottenburg und Stolzenfels ein zurückgezogenes Leben. Sie engagierte sich für wohltätige Zwecke und pflegte das Andenken an ihren verstorbenen Mann. 1871 wurde sie Schirmherrin der „Keppelschen Schul- und Erziehungsanstalt“ für Mädchen in Hilchenbach nach dem Vorbild der Königin-Luise-Stiftung in Berlin-Dahlem. Bei einer Audienz in Schloss Charlottenburg ernannte sie Nanny von Monbart zur ersten Stiftsoberin. Zu ihrem Schwager, Kaiser Wilhelm I., hatte sie ein freundschaftliches Verhältnis. Bei einem Besuch bei ihrer Zwillingsschwester, der Königin Amalie von Sachsen, starb sie 1873 in Dresden. Sie wurde am 21. Dezember neben ihrem Gatten in der Friedenskirche zu Potsdam beigesetzt.

Elisenbrunnen in Aachen

Ihr zu Ehren erhielt das Garde-Grenadier-Regiment „Königin Elisabeth“ Nr. 3 in Charlottenburg (Gardekorps, 2. Garde Inf.-Div., 3. Garde Inf.-Brig.), das am 5. Mai 1860 als 1. Komb. Gren.-Regt. aus den Landw.-Stamm-Bat. Görlitz (I.), Breslau (II.) u. poln. Lissa (F) des 3. Garde-Landw. Regts. aufgestellt wurde, ihren Namen. Sie war von 1861 bis 1873 Chef des Regiments. Ausstellung im Heimatmuseum Charlottenburg-Wilmersdorf (Berlin, Schloßstraße 69) vom 24. Mai 2007 bis 5. August 2007: „Elisabeth von Preußen (1801–1873): Königin in der Zeit des Umbruchs“ (Konzept: Dorothea Minkels)
In Aachen wurde die 1827 fertig gestellte, von Karl Friedrich Schinkel entworfene Brunnenanlage, der Elisenbrunnen, nach der Kronprinzessin Elisabeth Ludovika von Bayern benannt.

Literatur

  • Moritz Freiherr von Bissing: Elisabeth Königin von Preußen. Westkreuz, Berlin 1974
  • Ludovica Hesekiel: Elisabeth Luise, Königin von Preußen. Berlin 1881
  • Dorothea Minkels: Porträts der preußischen Königin Elisabeth in der Sammlung des Stadtmuseums Berlin. In: Jahrbuch 2004/5. Stadtmuseum Berlin, S. 278–304
  • Alfred von Reumont: Elisabeth, Königin von Preußen. R. v. Decker, Berlin 1874
  • Martha Schad: Bayerns Königinnen. 4. Auflage. Pustet, Regensburg 2006, ISBN 3-7917-2001-5
  • Karin Feuerstein-Praßer: Die preußischen Königinnen. Pustet, Regensburg 2000, ISBN 3-7917-1681-6
  • Dorothea Minkels: Elisabeth von Preußen. Königin in der Zeit des AusMÄRZens. Books on Demand, Norderstedt 2008, ISBN 978-3-8370-1250-7

Bildergalerie

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Luise Königin von Preußen
1840 – 1861
Augusta


Fensterraute links oben ausgebrochen.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Elisabeth_Ludovika_von_Bayern“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 27. Juni 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.