Dreizackkreuz

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Dreizackkreuz / Gereisenkreuz

Das Dreizackkreuz (auch Gereisenkreuz genannt; frz.: croix trident; engl.: trident cross) ist in der Heraldik ein seltenes Kreuz, dessen vier Arme aus vier Dreizackeisen bestehen.[1][2]

Das Dreizackkreuz wird in der heraldischen Literatur unter anderem den Sonderformen Kreuz zugeordnet oder den gemeinen Figuren (wenn das Dreizackkreuz nicht bis zu den Schildrändern reicht, es also schwebend im Wappen erscheint) respektive den Heroldsbildern (wenn das Kreuz bis zu den Schildrändern reicht).

Darstellung

Das Dreizackkreuz erscheint gewöhnlich als ein gleichschenkliges Kreuz (alle Kreuzarme sind gleich lang) und jeder Arm geht in eine Gabel mit drei widerhakenförmigen Spitzen aus. Basiert das Dreizackkreuz auf einer anderen Kreuz-Grundform (zum Beispiel auf der Form eines lateinischen Kreuzes), so ist dies zu melden. Die vier Widerhaken-Dreizackkreuzarme sind harpunenartigen Dreizack-Eisen nachempfunden, die man zum Fischfang oder der Jagd benutzt; ein Dreizackkreuz ohne Widerhaken (angenähert an die Gabeleisen einer Dreizack-Waffe) oder die genau Art der „Widerhaken“ können gemeldet werden (zum Beispiel: Dreizackkreuz ohne Widerhaken, mit nach Innen gebogenen Widerhaken et cetera).

Abgrenzung

Grundsätzlich sollte man das Dreizackkreuz nicht mit Kreuzen verwechseln, deren Kreuzarme ähnlich aussehen, aber zum Beispiel nicht pro Arm in drei, sondern nur in zwei Zinken ausgehen (Gabelkreuz) oder deren Spitzen anders gestaltet sind (Pfeilendenkreuz, Pfeilspitzkreuz oder ähnliches).

Einzelnachweise

  1. Oswald, Gert: Lexikon der Heraldik. Mannheim, Wien, Zürich. 1984. S. 106.
  2. Leonhard, Walter: Das grosse Buch der Wappenkunst. Entwicklung, Elemente, Bildmotive, Gestaltung, Bechtermünz-Verlag 2003. ISBN 3-8289-0768-7. S. 291. Abb. 36