Crest (Heraldik)

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Schwebender Crest (Wappen des 6ten Kavallerie-RegimentsW-Logo en.png)

Crest (lat.: crista, „[Hahnen-] Kamm“; auch „[Feder-, Haar-] Büschel“, „Haube“) ist im Wappenwesen

Darstellung

Der Ausdruck Crest wird in speziellen Fällen verwendet, wenn Wappenfiguren oder Figurenteile direkt auf die Helmwulst gesetzt werden und diese Verzierung schwebend über dem Wappenschild oder aufliegend auf den oberen Schildrand gelegt ist. Ein Helm und die sonst übliche Helmdecke sind nicht mehr vorhanden. Verbreitet ist diese Darstellung vor allem in der anglo-amerikanischen Heraldik.

In der eher deutschsprachig-geprägten Heraldik wird diese „Sparsamkeit“ als mehr oder weniger unheraldisch angesehen. Diese Form der Gestaltung hat ihre Höhenpunkt mit dem Fortlassen des wichtigsten Wappenelementes, dem Wappenschild erreicht. Nur Helmwulst und darauf befindliche Wappenfigur werden als gleichberechtigt zum eigentlichen Wappen gesehen. Wichtig ist die horizontale Lage des Wulstes und die unterschiedliche Tingierung der Wulstringe als zusätzliches Merkmal. Der französische Ausdruck „bourlet“ beschreibt die schwebend (fliegend) dargestellte Helmwust in den Farben, die aus dem Schild oder aus der Helmdecke wiederholt werden.

Beispiel ist das Wappen Australiens mit Crest (Helmwulst schwebend und sternbestückt über dem Wappenschild).

Siehe auch

Weblinks

  • Die Helmzier, Vortrag vom 2. April 2004 am 777. Bott der Gilde der Zürcher Heraldiker

Show-handle-HW.png Bernhard Peter: Einführung in die Heraldik: Helmzier

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889. S. 218


Fensterraute links oben ausgebrochen.png Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Crest_(Heraldik)“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 21. April 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.