Berlin

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Berlin (Begriffsklärung) aufgeführt.
Berlin
Landesflagge Berlins
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Über dieses Bild
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Wappen des Landes Berlin
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Basisdaten
Fläche: 891,85 km² (14.)
Einwohner: 3.442.675[1] (8.) (31. Dezember 2009)
Bevölkerungsdichte: 3.860 Einw. je km² (1.) als Bundesland, (2.) als Gemeinde
BIP: 90,1 Mrd. € (2009)
Höhe: 34–115 m ü. NN
Geografische Lage: 52° 31′ N, 13° 24′ O52.51861111111113.40805555555634Koordinaten: 52° 31′ N, 13° 24′ O
Zeitzone: Mitteleuropäische Zeit (MEZ)
UTC+1
Postleitzahlen: 10115–14199
Vorwahl: 030
Kfz-Kennzeichen: B
Gemeindeschlüssel: 11 0 00 000
ISO 3166-2: DE-BE
UN/LOCODE: DE BER
Website: www.berlin.de
Politik
Reg. Bürgermeister: Klaus Wowereit (SPD)
Reg. Parteien: SPD und Die Linke
Sitzverteilung im
Abgeordnetenhaus

(149 Sitze):
SPD 53
CDU 37
Die Linke 23
Bündnis 90/Die Grünen 23
FDP 13
Nächster Wahltermin: 2011
Stadtgliederung: 12 Bezirke, 95 Ortsteile
Stimmen im Bundesrat: 4
Schulden gesamt: 59,8 Mrd. € (Dez. 2009)
Ausländeranteil: 13,9 % (Dezember 2008)
Arbeitslosenquote: 13,9 % (Januar 2011)[2]
EU location Berlin.svg
Berlin Subdivisions.svg

Berlin ist Bundeshauptstadt und Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland. Als Stadtstaat ist Berlin ein Land und bildet das Zentrum der Metropolregion Berlin/Brandenburg. Berlin ist mit 3,4 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt Deutschlands, sowie nach Einwohnern die zweitgrößte und nach Fläche die fünftgrößte Stadt der Europäischen Union. Das Gebiet Berlins ist unterteilt in 12 Bezirke und wird von den Flüssen Havel und Spree durchquert.

Urkundlich erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt war Berlin im Verlauf der Geschichte mehrfach Hauptstadt deutscher Staaten, wie der der Markgrafschaft und des Kurfürstentums Brandenburg, des Königreichs Preußen und des Deutschen Reiches. Faktisch war der Ostteil der Stadt Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik. Seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 ist Berlin die Hauptstadt Deutschlands mit Sitz des Deutschen Bundestages, des Bundespräsidenten und des Bundesrats.

Die Metropole Berlin gilt als Weltstadt der Kultur, Politik, Medien, und Wissenschaften.[3][4] Sie ist ein wichtiger europäischer Verkehrsknotenpunkt und eine der meistbesuchten Städte des Kontinents. Institutionen wie die Universitäten, Forschungseinrichtungen und Museen genießen internationalen Ruf. In der Stadt leben und arbeiten Kunstschaffende, Diplomaten und Einwanderer aus aller Welt.[5] Berlins Geschichte, Nachtleben, Architektur und vielfältige Lebensbedingungen sind weitbekannt.[6]

Geografie

Berlin-Mitte, von der Siegessäule aus fotografiert; im Vordergrund der Große Tiergarten

Die geografische Lage des Berliner Rathauses ist 52° 31′ 6″ nördlicher Breite und 13° 24′ 30″ östlicher Länge. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt rund 45 km, in Nord-Süd-Richtung etwa 38 km. Es hat eine Fläche von 892 km². Berlin ist gänzlich vom Land Brandenburg umgeben und liegt im Osten Deutschlands, etwa 70 km westlich der Grenze zu Polen. Die Metropolregion Berlin/Brandenburg ist eines der Verdichtungsgebiete Deutschlands.

Berlin befindet sich in einer glazial geprägten Landschaft. Das historische Zentrum liegt an der schmalsten und damit verkehrsgünstigsten Stelle des Warschau-Berliner Urstromtals, das Berlin vom Südosten zum Nordwesten hin durchquert und von der Spree in Ost-West-Richtung durchflossen wird. Der nordöstliche Teil Berlins liegt auf der Hochebene des Barnim, knapp die Hälfte der Stadtfläche im südwestlichen Bereich liegt auf der Hochebene des Teltow. Der westlichste Bezirk, Spandau, liegt sowohl innerhalb des Berliner Urstromtals als auch auf der vor allem westlich von Berlin gelegenen Nauener Platte. Die Landschaft Berlins entstand im Eiszeitalter während der jüngsten Vereisungsphase, der Weichseleiszeit. Vor etwa 20.000 Jahren war das Gebiet Berlins noch vom mehrere 100 Meter mächtigen skandinavischen Eisschild bedeckt. Beim Rückschmelzen des Gletschers entstand vor etwa 18.000 Jahren das Berliner Urstromtal.

Im Bezirk Spandau mündet die Spree in die Havel, die den Westen Berlins in Nord-Süd-Richtung durchfließt. Der Flusslauf der Havel, eigentlich eine Glaziale Rinne, ähnelt dabei oft einer Seenlandschaft; die größten Ausbuchtungen bilden der Tegeler See und der Große Wannsee.

Die höchsten Erhebungen Berlins sind als höchste natürliche Bodenerhebung der Große Müggelberg (115,4 m ü. NN) im Bezirk Treptow-Köpenick, der aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs aufgeschüttete Teufelsberg (114,7 m) im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Ahrensfelder Berge (112,1 m) im Landschaftspark Wuhletal im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Die tiefsten Bereiche Berlins sind die Havelseen im Südwesten. Sie liegen 32 m über NN.



Klima

Klimadiagramm Berlin-Alexanderplatz

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone am Übergang vom maritimen zum kontinentalen Klima. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem beträgt 8,9 °C und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 581 mm. Die wärmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 18,5 beziehungsweise 17,7 °C und die kältesten Januar und Februar mit −0,6 beziehungsweise −0,3 °C im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Juli mit durchschnittlich 70 mm, der geringste im März mit durchschnittlich 31 mm. Hinsichtlich der Windgeschwindigkeiten und der Windrichtungsverteilung ist ein zweigeteiltes Maximum zu verzeichnen. Demnach wird in Berlin am häufigsten Nordwest- und Südwestwind beobachtet, der besonders im Winter mit höheren Geschwindigkeiten verbunden ist und meist maritime, gut durchmischte und saubere Meeresluft herantransportiert.

Berlin befindet sich in einer gemäßigten Klimazone (Großer Tiergarten im Oktober)

Das zweite Maximum aus Südost und Ost ist oft kennzeichnend für Hochdruckwetterlagen kontinentaler Luftmassen, was je nach Jahreszeit zu sehr heißen bzw. sehr kalten Tagen führen kann. Letztere Wetterlagen waren bis in die 1980-er Jahre kennzeichnend für Smog-Situationen, da sich die in der Stadt produzierten Schadstoffe (vor allem aus dem Ofenbrand und den Autoabgasen) aufgrund der austauscharmen Witterung nicht verflüchtigen konnten. Der starke Rückgang der Ofenheizung und das Aufkommen der Abgasfilter haben dieses Problem in den letzten 20 Jahren deutlich abgemildert.

Die geringen Höhenunterschiede innerhalb der Stadt bewirken an sich ein eher homogenes Stadtklima, jedoch führt die dichte Bebauung in der City und den Bezirkszentren zu teilweise deutlichen Temperaturunterschieden im Vergleich zu großen innerstädtischen Freiflächen, insbesondere aber zu den ausgedehnten Landwirtschaftsflächen im Umland. Vor allem in Sommernächten werden Temperaturunterschiede von bis zu 10 °C gemessen.[7] Insgesamt jedoch profitiert Berlin auch in diesem Zusammenhang von seinem großen Grünflächenanteil, mehr als 40 % des Stadtgebietes sind grünbestanden,[8] die Straßen säumen gut 400.000 Straßenbäume.[9] Die große Anzahl kleinerer Freiflächen, besonders aber auch die großen innerstädtischen Grünflächen wie der Große Tiergarten, der Grunewald und der ehemalige Flughafen Tempelhof mit der Hasenheide, die von Klimatologen auch als „Kälteinseln“ bezeichnet werden, bewirken zumindest in ihrer Umgebung ein zumeist als weitgehend angenehm empfundenes Klima.

Stadtgliederung

Es existieren zwölf Berliner Bezirke, die ihrerseits in insgesamt 95 Ortsteile unterteilt sind. Die Ortsteile sind für die Verwaltungsgliederung ohne Bedeutung, spielen aber im alltäglichen Sprachgebrauch eine größere Rolle, da sie im Gegensatz zu den Bezirken historisch gewachsene Stadtteile darstellen. Im Gebietsreformgesetz vom 10. Juni 1998 ist die Zahl der Bezirke zum 1. Januar 2001 von 23 auf 12 reduziert worden. West-Berlin war zuletzt in 12 Verwaltungsbezirke, Ost-Berlin zuletzt in 11 Stadtbezirke unterteilt.

Berliner
Bezirk
Einwohner[1]
Stand:2009
Fläche
in km²
Einwohner
pro km²
Stadtgliederung Berlins
Charlottenburg-Wilmersdorf 320.087 64,72 4.944
Friedrichshain-Kreuzberg 268.839 20,16 13.357
Lichtenberg 259.663 52,29 4.961
Marzahn-Hellersdorf 248.026 61,74 4.013
Mitte 333.437 39,47 8.456
Neukölln 312.367 44,93 6.969
Pankow 365.697 103,01 3.542
Reinickendorf 241.065 89,46 2.697
Spandau 223.724 91,91 2.435
Steglitz-Zehlendorf 293.725 102,50 2.867
Tempelhof-Schöneberg 334.993 53,09 6.304
Treptow-Köpenick 241.052 168,42 1.430

Nachbarstädte und -gemeinden

Das Umland Berlins ist geprägt durch die Brandenburger Fluss- und Seenlandschaft (Schmöckwitz)

Berlin ist vollständig vom Land Brandenburg umschlossen und grenzt dabei an acht Landkreise und eine kreisfreie Stadt mit den folgenden sieben Städten und 20 Landgemeinden (im Uhrzeigersinn, im Nordosten beginnend):

Geschichte

Gründung und Mittelalter

Plan Berlins von Abraham Guibert Dusableau (1737, nicht genordet)

Die Stadt Cölln, Teil der auf der Spreeinsel gelegenen Doppelstadt Berlin-Cölln, wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt.[10] 1244 folgte dann die Erwähnung Berlins, das sich am nördlichen Ufer der Spree befand. Die beiden Städte bekamen 1307 ein gemeinsames Rathaus. Der Name Berlin hat nichts mit dem Bären im heutigen Stadtwappen zu tun, vielmehr geht er vermutlich auf die slawische Silbe berl (Sumpf) zurück. Die heutigen Ortsteile Spandau und Köpenick bestanden als slawische Siedlungen bereits vor der Gründung der Mark Brandenburg, die 1157 durch den Askanier Albrecht den Bären erfolgte.

1415 wurde Friedrich I. Kurfürst der Mark Brandenburg und blieb dies bis 1440. Mitglieder der Familie Hohenzollern regierten bis 1918 in Berlin, erst als Markgrafen von Brandenburg, dann als Könige von Preußen und schließlich als Deutsche Kaiser. Die Einwohner von Berlin haben diese Veränderungen nicht immer begrüßt.

1448 revoltierten sie im „Berliner Unwillen“ gegen den Schlossneubau des Kurfürsten Friedrich II. Eisenzahn. Dieser Protest war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, und die Bevölkerung büßte viele ihrer politischen und ökonomischen Freiheiten ein. 1451 wurde Berlin Residenzstadt der brandenburgischen Markgrafen und Kurfürsten und musste seinen Status als freie Hansestadt aufgeben.

Frühe Neuzeit

Das Berliner Stadtschloss, die Hauptresidenz des Deutschen Kaisers, um 1900

Der Dreißigjährige Krieg zwischen 1618 und 1648 hatte für Berlin verheerende Folgen: Ein Drittel der Häuser wurde beschädigt, die Bevölkerungszahl halbierte sich. Friedrich Wilhelm, bekannt als der Große Kurfürst, übernahm 1640 die Regierungsgeschäfte von seinem Vater. Er begann eine Politik der Immigration und der religiösen Toleranz. Vom darauffolgenden Jahr an kam es zur Gründung der Vorstädte Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt.

1671 wurde 50 jüdischen Familien aus Österreich ein Zuhause in Berlin gegeben. Mit dem Edikt von Potsdam 1685 lud Friedrich Wilhelm die französischen Hugenotten nach Brandenburg ein. Über 15.000 Franzosen kamen, von denen sich 6.000 in Berlin niederließen. Um 1700 waren 20 % der Berliner Einwohner Franzosen, und ihr kultureller Einfluss war groß. Viele Einwanderer kamen außerdem aus Böhmen, Polen und Salzburg.

Preußen und das Deutsche Reich

1701 erlangte Berlin durch die Krönung Friedrichs I. zum König in Preußen den Status der Hauptstadt. Zum 1. Januar 1710 erfolgte die Vereinigung der Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Königlichen Haupt- und Residenzstadt Berlin. Aber schon bald entstanden neue Vorstädte, die Berlin vergrößerten.

1861 kam es zur Eingemeindung von Wedding und Moabit sowie der Tempelhofer, der Schöneberger, der Spandauer und weiterer Vorstädte.

1871 wurde Berlin Reichshauptstadt des neu gegründeten Deutschen Reiches.

Weimarer Republik und Drittes Reich

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde 1918 in Berlin die Republik ausgerufen. 1920 folgte mit dem Groß-Berlin-Gesetz erneut eine umfassende Eingemeindung mehrerer Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke rund um Berlin. Die Hauptstadt hatte damit rund vier Millionen Einwohner.

Die Stadt erlebte in den 1920er Jahren eine Blütezeit der Kunst und Kultur, die später als die Goldenen Zwanziger bezeichnet wurden. Während dieser Zeit, die durch wirtschaftliche Erholung geprägt war, entwickelte sich Berlin zur größten Industriestadt Europas.

Infolge der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde Berlin die Hauptstadt des Dritten Reichs. Die Nationalsozialisten nutzten die 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Sommerspiele für Propagandazwecke.[11] Anschließend entwickelten Adolf Hitler und Generalbauinspektor Albert Speer gigantomanische architektonische Konzepte für den Umbau Berlins nach römischem Vorbild zur „Welthauptstadt Germania“.

Die Nationalsozialisten zerstörten Berlins jüdische Gemeinde, die vor 1933 rund 160.000 Mitglieder zählte. Nach den Novemberpogromen von 1938 wurden tausende Berliner Juden ins nahe gelegene KZ Sachsenhausen deportiert. Abgesehen von einigen wenigen Juden, die mit nichtjüdischen Deutschen verheiratet waren, mussten die letzten Berliner Juden ab Februar 1943 während mehrerer Wochen zum Bahnhof Grunewald marschieren, um in Viehwaggons in Vernichtungslager wie Auschwitz deportiert zu werden.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden große Teile Berlins durch Bomben und durch den Häuserkampf zerstört.

Teilung der Stadt

Karte der geteilten Stadt

Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 wurde Berlin gemäß der Londoner Protokolle – der Gliederung ganz Deutschlands in Besatzungszonen entsprechend – in vier Sektoren aufgeteilt. Die Sektoren der Westalliierten (USA, Vereinigtes Königreich und Frankreich) bildeten den westlichen Teil der Stadt, während der Sektor der Sowjetunion den Ostteil bildete.

Für Groß-Berlin blieb allerdings eine Gesamtverantwortung aller vier Alliierten bestehen. Die zunehmenden politischen Differenzen zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion führten 1948/1949 zu einer wirtschaftlichen Blockade West-Berlins, die die Westalliierten mit der „Berliner Luftbrücke“ überwanden.

Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Westen Deutschlands und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Osten Deutschlands im Jahr 1949 verfestigte sich der Kalte Krieg auch in Berlin. Während die Bundesrepublik ihren Regierungssitz in Bonn hatte, was zunächst als Provisorium gedacht war, ernannte die DDR Berlin zur Hauptstadt. Der Ost-West-Konflikt gipfelte in der Berlin-Krise und führte zum Bau der Berliner Mauer durch die DDR am 13. August 1961.

10. November 1989, Bornholmer Straße im westlichen Teil Berlins. Einen Tag nach dem Fall der Mauer bereitet ein Spalier Besuchern aus der DDR einen ersten Empfang.

West-Berlin war nun de facto ein Teil der Bundesrepublik Deutschland – allerdings mit rechtlicher Sonderstellung – und Ost-Berlin de facto ein Teil der DDR. Berlins Osten und Westen waren völlig voneinander getrennt; der Übergang war nur noch an bestimmten Kontrollpunkten möglich, allerdings nicht mehr für die Bewohner der DDR und Ost-Berlins, Rentnerinnen und Rentner ausgenommen.

1971 wurde das Viermächteabkommen über Berlin unterzeichnet. Während die Sowjetunion den Viermächte-Status nur auf West-Berlin bezog, unterstrichen die Westmächte 1975 in einer Note an die Vereinten Nationen ihre Auffassung vom Viermächte-Status über Gesamt-Berlin. Die Problematik um den umstrittenen Status Berlins wird auch als Berlin-Frage bezeichnet.

1989 kam es in der DDR zur Wende, die Mauer fiel. 1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt.

Berliner Republik

Richard von Weizsäcker verlegte den ersten Amtssitz des Bundespräsidenten 1994 nach Berlin

1991 beschloss der Bundestag mit dem Hauptstadtbeschluss nach kontroverser öffentlicher Diskussion, dass die Stadt auch wieder Sitz der deutschen Bundesregierung sein sollte. 1994 wird das Schloss Bellevue auf Initiave Richard von Weizsäckers zum ersten Amtssitz des Bundespräsidenten. In der Folgezeit wird das Bundespräsidialamt in unmittelbarer Nähe errichtet.

1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf. Im Jahr 2001 wurde das Bundeskanzleramt neu eingeweiht und von Bundeskanzler Gerhard Schröder erstmalig bezogen. Die überwiegende Zahl der Auslandsvertretungen in Deutschland verlegten in den folgenden Jahren ihren Sitz von Bonn nach Berlin.

Zum 1. Januar 2001 wurde die Anzahl der Bezirke, in die Berlin untergliedert ist, von zuvor 23 auf zwölf reduziert.

2009 erhielt Berlin 20 Jahre nach dem Mauerfall den mit 50.000 Euro dotierten spanischen Prinz-von-Asturien-Preis für Völkerverständigung.[12]

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung Berlins von 1880 bis 2007

Berlin hat derzeit rund 3,4 Millionen Einwohner und ist damit die mit Abstand bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands, größer als die Städte Hamburg und München zusammen. Der urbanisierte Großraum reicht über die Berliner Landesgrenzen hinaus und umfasst etwa 3,7 Millionen, die Metropolregion Berlin/Brandenburg über 4,4 Millionen Einwohner.

Bis Mitte des 17. Jahrhunderts war die Berliner Gegend nur spärlich bevölkert, der Dreißigjährige Krieg hatte die Bevölkerung Berlins noch einmal etwa halbiert. Doch nachdem Kurfürst Friedrich Wilhelm 1640 die Regierungsgeschäfte von seinem Vater übernommen hatte, holte er unter anderem viele Hugenotten aus Frankreich in die Region. So stieg die Bevölkerung von rund 6.000 um 1648 auf rund 57.000 im Jahr 1709. Die Bevölkerung wuchs nun stetig, sodass Berlin 1740 zur Großstadt und um 1875 zur Millionenstadt wurde.

Infolge von Eingemeindungen durch das Groß-Berlin-Gesetz im Jahr 1920 steigt die Einwohnerzahl Berlins auf 3,8 Millionen

Mit dem Groß-Berlin-Gesetz von 1920 stieg die Bevölkerungszahl durch Eingemeindung bisher unabhängiger Städte und Dörfer auf fast vier Millionen an. Diese Grenze war bereits wenige Jahre später überschritten und erreichte 1942 mit 4,48 Millionen ihren Höhepunkt. Durch den Zweiten Weltkrieg fiel die Zahl wieder und liegt seitdem recht konstant zwischen 3,1 und 3,5 Millionen Einwohnern. 1,7 Millionen Berliner haben die Stadt nach der Wiedervereinigung (seit 1991) verlassen, 1,8 Millionen Menschen sind zugezogen und haben damit für einen umfangreichen Bevölkerungsaustausch gesorgt.[13] Auch heute noch hat Berlin eine in Deutschland weit überdurchschnittliche räumliche Bevölkerungsbewegung. Allein im Jahr 2004 zogen 115.267 Menschen nach Berlin, darunter 42.063 aus dem Ausland. Gleichzeitig verließen 113.581 Berliner die Stadt, davon 31.244 in Richtung Ausland.[14]

Berlin war schon immer eine Einwanderungsregion. Nach den Hugenotten im 17. Jahrhundert folgten seit Mitte des 19. Jahrhunderts viele Slawen. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Gastarbeiter aus Südeuropa und der Türkei nach West- und Vertragsarbeiter vor allem aus Vietnam nach Ost-Berlin. Seit den 1980er-Jahren machten sich viele russlanddeutsche Spätaussiedler und seit der Wiedervereinigung schließlich Juden aus der Ukraine und Russland hierher auf den Weg. Heute leben in der Stadt Bürger aus rund 190 Staaten.[15][16] Außerdem war und ist Berlin aufgrund der politischen und kulturellen Bedeutung ein Zuzugsgebiet für viele Deutsche aus anderen Regionen; West-Berlin war darüber hinaus zur Zeit der Teilung durch die Freiheit von der Wehrpflicht ein Anziehungspunkt für junge Männer – nicht nur der 68er-Bewegung – die der Wehrpflicht entgehen wollten. Kreuzberg bildet aufgrund der dichten Besiedlung und niedrigen Mieten einen Schwerpunkt sowohl der türkischen als auch der alternativen Kultur. In Berlin lebt mit rund 200.000 Personen die weltweit größte türkische Gemeinde außerhalb der Türkei.

Mundart

Berlinisch oder Berlinerisch wird im allgemeinen als eine Varianz des mitteldeutschen Berlin-Brandenburgischen gesehen, die in Berlin und im Berliner Umland gesprochen wird und auch nur in Berlin übliche (Sprich-)Worte oder dort geprägte Redewendungen enthält. Sprachwissenschaftlich handelt es sich bei dem Dialekt tatsächlich um einen Metrolekt, eine städtische Sprachmischung, die nicht regionalen Ursprungs ist, sondern durch Mischung von Dialekten unterschiedlicher Herkunft entstanden ist. Tatsächlich ist das heutige Brandenburgische eine Varianz des Berliner Metrolekts.

Das Berlinerische nahm durch den Zuzug vieler Bevölkerungsgruppen etliche Wörter und Redewendungen aus anderen Sprachen und Dialekten wie dem Flämischen, Französischen und dem Jiddischen auf. Das Berlinische war in der Geschichte überwiegend Sprache der einfachen Leute, die Bildungsschicht bemühte sich stets um einwandfreies Hochdeutsch. Viele Neuberliner nahmen zwar Teile des Berlinischen an, aber die ständige Verwendung wurde als „unfein“, „proletarisch“ oder „dumm“ betrachtet. In der DDR änderte sich diese Einstellung teilweise, sodass Berlinisch auch in gebildeten Kreisen teilweise gepflegt wurde. Dadurch finden sich die Zentren der verstärkten Verwendung heute vor allem in den Ostbezirken, den alten westlichen Arbeiterbezirken und dem Umland. Unverändert wird die Sprache in Berlin von Zuwandererwellen geprägt, wodurch die verwendete Umgangs­sprache unbeständig bleibt.

In einem großen Teil der heutigen Vorortbezirke Berlins wurden wie im umliegenden Brandenburg bis ins 20. Jahrhundert Dialekte des Niederdeutschen, genauer des Märkisch-Brandenburgischen, gesprochen, die allerdings im Zuge der Verstädterung der Vororte und durch die auch linguistische Ausstrahlung der Metropole Berlin heute weitgehend verdrängt und durch mitteldeutsche Dialekte bzw. einen berlinisch geprägten Regiolekt des Standarddeutschen ersetzt sind.

Religionen, Weltanschauungen

Von den 3,4 Millionen Einwohnern Berlins sind etwa 59 % konfessionslos, 21,5 % evangelisch, 9,3 % katholisch, 2,7 % bekennen sich zu einer anderen christlichen Konfession, 6,3 % zum Islam, 0,6 % gehören einer weiteren Religion an.[17] Das Land Berlin zahlt der evangelischen Kirche jährlich 8.146.910 Euro und der römisch-katholischen Kirche 2.860.000 Euro Staatsdonationen (Stand 2009).[18]

Berlin ist der Sitz des katholischen Erzbischofs des Erzbistums Berlin, Georg Kardinal Sterzinsky, sowie des evangelischen Bischofs Markus Dröge der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Als Reaktion auf die Zwangsvereinigung (Union) zwischen der lutherischen Kirche und der reformierten Tradition entstand im 19. Jahrhundert die altlutherische Kirche, die heute im Stadtgebiet mit acht Kirchengemeinden unterschiedlicher Größe vertreten ist.[19]

Ebenfalls in Berlin ansässig sind ein russisch-orthodoxer und ein bulgarisch-orthodoxer Bischof, die meisten anderen orthodoxen und altorientalischen Nationalkirchen sind ebenfalls mit Gemeinden vertreten. Mit mindestens fünf regelmäßigen Messorten haben auch die katholischen Altritualisten in Berlin ihre stärkste Präsenz im deutschsprachigen Raum. Ferner existiert in Berlin-Wilmersdorf eine alt-katholische Gemeinde, die auch in der Alt-Schöneberger Dorfkirche zu Gast ist.[20]

Baptisten gibt es in Berlin seit der Mitte des 19. Jahr­hun­derts, mit ihren 36 Gemeinden bilden sie heute die größte Freikirche der Bundeshauptstadt. Unter anderem gibt es auch 29 Gemeinden der Neuapostolischen Kirche. Es gibt sechs Gemeinden der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Die älteste Berliner Mennonitengemeinde besteht seit 1887. In Berlin befindet sich der Sitz der Religions­gemeinschaft der Zeugen Jehovas. Seit Anfang 2007 ist zusätzlich die Glaubensgemeinschaft Scientology mit einer Hauptstadtrepräsentanz vertreten, deren Eröffnung zu Protesten führte.[21]

Darüber hinaus befinden sich heute über elf Synagogen, mehrere buddhistische Tempel und 76 Moscheen in der Stadt.

In Berlin sind viele humanistische und atheistische Vereinigungen vertreten. So haben der Humanistische Verband Deutschlands und die Humanistische Akademie Deutschland ihren Sitz in Berlin.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger sind in der Liste der Ehrenbürger von Berlin aufgeführt, in der Stadt geborene Persönlichkeiten in der Liste der Söhne und Töchter der Stadt Berlin, Biografien von Menschen mit deutlichem Bezug zu Berlin werden in der Kategorie Person (Berlin) gesammelt. Die Stadtoriginale sind unter Berliner Originale zusammengefasst, wichtige Politiker finden sich in der Auflistung Regierender Bürgermeister von Berlin und in der Liste der Senatoren von Berlin.

Politik

Bundeshauptstadt

Der erste Deutsche Bundestag nach der Wiedervereinigung entschied 1991 im sogenannten „Hauptstadtbeschluss“, dass Berlin als Bundeshauptstadt auch Sitz des Bundestages und der Bundesregierung werden sollte.

Seit 1994 befindet sich der erste Amtssitz des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue in Berlin. 1999 fand der Umzug des größten Teils der Bundesregierung von Bonn nach Berlin statt. Die Bundesregierung, der Bundestag im Reichstagsgebäude, und der Bundesrates im ehemaligen Preußischen Herrenhaus haben seitdem den Betrieb in der Hauptstadt aufgenommen. Im Jahr 2001 wurde das Bundeskanzleramt eingeweiht und erstmalig vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder bezogen.

Das Bundeskanzleramt im Regierungsviertel

Bundesministerien, wie das Auswärtige Amt in der 1934 gebauten Deutschen Reichsbank, oder das Bundesministerium der Finanzen im 1935 erbauten Reichsluftfahrtministerium haben ihren Sitz in Berlin. Die zuständigen Bundesminister arbeiten in der Hauptstadt. Teile der Bundesministerien und anderen Bundesinstitutionen befinden sich nach wie vor in der früheren Bundeshauptstadt (jetzt Bundesstadt) Bonn. Die Mehrzahl der Ministeriumsbeschäftigten, etwa 9000 Beamte, arbeiten ebenfalls in Bonn. Alle Ministerien haben in jeder der beiden Städte entweder ihren Erst- oder ihren Zweitsitz.

Mehr als 140 Botschaften mit ihren diplomatischen Vertretungen haben ihren Sitz in Berlin.[22]

Land Berlin

Berlin ist seit der Wiedervereinigung ein deutsches Land.

Das Land Berlin ist in zwölf Bezirke untergliedert. Das Landesparlament des Landes, die gesetzgebende Gewalt, ist nach der Verfassung von Berlin das Abgeordnetenhaus von Berlin. In ihm sind zurzeit Abgeordnete aus SPD, CDU, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und FDP vertreten. SPD und Die Linke bilden in einer Rot-Roten Koalition die aktuelle Regierungskoalition. Die Landesregierung (als Spitze der Exekutive) ist der Senat von Berlin, be­ste­hend aus dem Regierenden Bürgermeister (Klaus Wowereit, SPD) und bis zu acht Senatoren. Der Regierende Bürgermeister ist zugleich Repräsentant des Landes und der Stadt.

Verwaltung

Von 1808 bis 1935 und von 1945 bis 1948 wurde Berlin von einem Magistrat verwaltet, an dessen Spitze ein Oberbürgermeister stand. In der Zeit von 1935 bis 1945 gab es gemäß der nationalsozialistischen Deutschen Gemeindeordnung keinen Magistrat. Von 1948 bis zur Wiedervereinigung 1990 bestanden in der geteilten Stadt ein Magistrat in Ostberlin und der Senat in Westberlin.

Die Verwaltung des Landes Berlin wird seit 1990 in der wieder vereinigten Stadt nach gesamtberliner Wahlen vom Senat von Berlin (der Hauptverwaltung) und den Bezirksverwaltungen in Berlin wahrgenommen. Die Hauptverwaltung umfasst die Senatsverwaltungen, die ihnen nachgeordneten Behörden (Sonderbehörden) und nichtrechtsfähigen Anstalten und die unter ihrer Aufsicht stehenden Eigenbetriebe. Die Hauptverwaltung nimmt die Aufgaben von gesamtstädtischer Bedeutung wahr, wobei dieser Begriff weit ausgelegt wird.

Da Berlin eine Einheitsgemeinde ist, stellen die Bezirke keine eigenständigen Gemeinden dar, gemessen an der Einwohnerzahl sind sie mit Landkreisen in Flächenstaaten vergleichbar. Die Bezirke unterliegen der Bezirksaufsicht durch den Senat.[23] Dennoch gibt es in jedem Berliner Bezirk eine eigene – allerdings nicht als Parlament, sondern als Teil der Verwaltung ausgestaltete – Volks­ver­tre­tung, die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), welche das Bezirksamt, bestehend aus Bezirksbürgermeister und fünf Stadträten, nach Parteienproporz wählt. Bezirksbürgermeister und Stadträte haben daher trotz ihrer quasipolitischen Wahl den Status eines Wahl­beamten inne. Die Bürgermeister der Bezirke bilden unter Vorsitz des Regierenden Bür­ger­mei­sters den Rat der Bürgermeister, der den Senat berät.

Die Gliederung und Aufgaben der Berliner Verwaltung ergeben sich aus dem Allgemeinen Zuständigkeitsgesetz (AZG). Seit der Wiedervereinigung wird in Berlin in vielen Teilschritten eine umfassende Verwaltungsreform vorgenommen.

Wappen und Flagge

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Wappen Berlins
Das Landessymbol Berlins

Das Berliner Wappen zeigt im silbernen (weißen) Schild einen rot bewehrten und rot gezungten, aufrecht schreitenden schwarzen Bären, den sogenannten Berliner Bären. Auf dem Schild ruht eine goldene fünfblättrige Laubkrone, deren Stirnreif als Mauerwerk mit geschlossenem Tor in der Mitte ausgelegt ist. Die Herkunft des Bären als Wappentier ist ungeklärt, Dokument oder Unterlagen fehlen hierzu. Es gibt mehrere Theorien, warum sich die Berliner für den Bären entschieden. Eine davon besagt, dass die Berliner an Albrecht den Bären, den Begründer der Mark Brandenburg dachten. Eine andere geht von der lautmalerischen Interpretation des Stadtnamens aus. Der Bär ist erstmals auf einem Siegel von 1280 zu sehen. Über mehrere Jahrhunderte musste sich der Bär die Siegel- und Wappenbilder mit dem brandenburgischen und preußischen Adler teilen. Erst im 20. Jahrhundert konnte sich der Berliner Bär endgültig gegen die Adler als Hoheitszeichen der Stadt durchsetzen.

Standardbeflaggung mit Sicht auf Landesdienstgebäude:
Europaflagge   Bundesflagge   Landesflagge

Die Berliner Landesflagge zeigt den Berliner Bären vor weißem Hintergrund, mit einem roten Streifen am oberen und unteren Rand der Flagge. Sie wird mit geringfügigen stilistischen Änderungen seit 1911 von Berlin geführt und wehte das erste Mal 1913 über dem Roten Rathaus. Vorher führte Berlin eine Flagge in den Farben Schwarz-Rot-Weiß, die durch ständige Verwechslungen mit der später entstandenen Flagge des Deutschen Kaiserreichs, gegen die Bärenflagge getauscht wurde. Das Landessymbol ist der Bärenschild ohne Laubkrone in drei Farbausführungen. Es wird von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport bereitgestellt, um Privatpersonen, Firmen und nicht-hoheitlichen Einrichtungen zu ermöglichen, die Verbundenheit zu Berlin mit einem Symbol zu dokumentieren. Die Berliner Bezirke besitzen eigene Wappen. Als verbindendes Element aller Berliner Bezirk mit der Stadt Berlin, aber auch untereinander, ruht auf den Schilden eine dreitürmige Mauerkrone, deren mittleren Turm mit dem Berliner Wappenschild (silber) belegt ist.

Haushalt

Die Ausgaben des Landes Berlin im Jahr 2009 betrugen 21,04 Mrd. Euro, demgegenüber standen Einnahmen von 19,57 Mrd. Euro.[24]

Für den Gesamthaushalt erhält das Land jährlich etwa 3,2 Mrd. Euro aus dem Länderfinanzausgleich und etwa 2,0 Mrd. Euro sonstige Bundesergänzungszuweisungen.[25] Die Europäische Union steuert während der Periode 2007–2013 rund 1,2 Mrd. Euro zum Haushalt hinzu. Durch die Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Europäischen Sozialfonds werden in den unterschiedlichsten Bereichen Maßnahmen zur Wettbewerbssteigerung finanziert.[26]

Die Gesamtverschuldung des Landes Berlin betrug am 31. Dezember 2009 etwa 59,8 Mrd. Euro, für die jährlich rund 2,4 Mrd. Euro Zinsen anfallen.[27]

Städtepartnerschaften

Das Land Berlin unterhält folgende Städtepartnerschaften:[28]

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles, Vereinigte Staaten (1967)

FrankreichFrankreich Paris, Frankreich (1987)

SpanienSpanien Madrid, Spanien (1988)

TurkeiTürkei Istanbul, Türkei (1989)

PolenPolen Warschau, Polen (1991)

RusslandRussland Moskau, Russland (1991)

UngarnUngarn Budapest, Ungarn (1991)

BelgienBelgien Brüssel, Belgien (1992)

IndonesienIndonesien Jakarta, Indonesien (1993)

UsbekistanUsbekistan Taschkent, Usbekistan (1993)

MexikoMexiko Mexiko-Stadt, Mexiko (1993)

China VolksrepublikVolksrepublik China Peking, China (1994)

JapanJapan Präfektur Tokio, Japan (1994)

ArgentinienArgentinien Buenos Aires, Argentinien (1994)

TschechienTschechien Prag, Tschechien (1995)

NamibiaNamibia Windhoek, Namibia (2000)

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London, Vereinigtes Königreich (2000)

Die einzelnen Berliner Bezirke haben weitere Partnerschaften.

Wirtschaft

Verwaltungs- und Laborgebäude der Bayer Schering Pharma AG

Im Jahr 2009 betrug das Bruttoinlandsprodukt des Landes Berlin 90,1 Mrd. Euro. Das bedeutet eine Veränderung von nominal 1,7 %, real -0,7 % gegenüber 2008, ver­gli­chen mit nominal -3,5 %, real -5 % in der Bundesrepublik.[29]

Im Vergleich mit dem regionalen BIP (in Kaufkraftstandards) je Einwohner erreicht Berlin in der EU (EU-27: 100) im Jahr 2007 einen Index von 97,8 im Vergleich zu Brandenburg 82,2 und Deutschland 115,8.[30]

Zu den identifizierten Wachstumsbranchen zählen Kreativ- und Kulturwirtschaft, Tourismus, Biotechnologie, Medizintechnik, Pharmazeutische Industrie, Medien/Informations- und Kommunikationstechnologie, Verkehrssystemtechnik, Optik, sowie Energietechnik.

Berlin verzeichnet eine über­durch­schnitt­liche Arbeits­lo­sen­quote (13,6 % im Mai 2010) verglichen mit dem bundesdeutschen Durchschnitt (7,7 %) und vergleichbaren deutschen Großstädten.[31] Es ist das Bundesland mit der höchsten Quote von Hartz-IV-Empfängern; rund 17 Prozent der Einwohner beziehen Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II.[32]

Unternehmen

Der Unternehmenshauptsitz der Deutsche Bahn AG (3. v.l.)

Über 80 Prozent der Unternehmen Berlins gehören dem Tertiärsektor (Dienstleistungen) an. Von den 30 deutschen im DAX gelisteten Konzernen betreibt die Siemens AG (geteilt mit München) einen Hauptsitz in Berlin. Unter den umsatzstärksten Unternehmen der Welt (Fortune Global 500) ist die Deutsche Bahn AG mit Hauptsitz in Berlin im Jahr 2009 auf Rang 151. verzeichnet.

Die 20 größten Unternehmen in Berlin nach Beschäftigten im Jahr 2009 sind:

18.300 Deutsche Bahn AG, 13.530 Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH, 12.620 Siemens AG, 10.940 Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), 10.400 Charité Universitätsmedizin, 7.800 Deutsche Telekom AG, 6.700 Kaiser’s Tengelmann, 6.500 Deutsche Post World Net, 6.400 Daimler AG, 6.300 Landesbank Berlin Holding AG, 6.000 Unternehmensgruppe Gegenbauer, 5.920 Metro AG, 5.500 Dussmann, 5.330 Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR), 5.140 Vattenfall Europe, 5.000 Bayer Schering Pharma AG, 4.930 Berliner Wasserbetriebe, 4.700 Edeka-Gruppe, 4.450 Wisag Service Holding GmbH, 3.910 Securitas Gruppe[33]

Medien

Der Hauptsitz der Axel Springer AG

Berlin ist der Sitz vieler regional und bundesweit sendender Rundfunkanstalten. Neben Fernsehsendern wie MTV, Nick, VIVA und Comedy Central, N24 oder TV Berlin gibt es in Berlin eine große Anzahl von Privatradios. Auch die öffentlich-rechtlichen Sender RBB (im früheren West-Berlin der geschichtsträchtige SFB, in Brandenburg ORB), Deutsche Welle TV und Deutschlandradio haben hier ihren Sitz. Der poli­ti­schen Bedeutung als Hauptstadt tragen die meisten überregionalen Sender wie Das Erste, ZDF oder RTL mit jeweiligen „Hauptstadtstudios“ Rechnung.

In Berlin haben der Berliner Verlag und der Springer-Verlag ihren Sitz. In keiner anderen deutschen Stadt erscheinen mehr Tageszeitungen. Überregionale Tageszeitungen sind die linksliberale taz, die konservative Welt, das Neue Deutschland der Partei Die Linke und die sozia­listi­sche Junge Welt, mit der rechtskonservativen Jungen Freiheit, dem linksbürgerlichen Freitag und der linken Jungle World erscheinen drei kleine überregionale Wochenzeitungen. Die größten Abonnementzeitungen sind die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost sowie Der Tagesspiegel, die alle drei einen umfangreichen Berlin-Teil aufweisen. Außerdem gibt es in Berlin die Boulevardzeitungen B.Z., Bild Berlin und Berliner Kurier. Neben den Zeitungen gibt es verschiedene Anzeigenblätter wie die Berliner Woche, das Berliner Abendblatt, die Zweite Hand sowie Stadtmagazine wie den Tip, das [030] Magazin und die Zitty.

Tourismus

Berlin ist eines der meistbesuchten Zentren des nationalen und internationalen Städtetourismus. Seit dem Jahr 2001 steigt die Anzahl der Übernachtungen, Gäste, der neugebauten Hotels und deren Bettenkapazitäten über­durch­schnitt­lich an. Im Jahr 2009 wurden etwa 18,9 Millionen Übernachtungen in Berliner Beherbergungsbetrieben von 8,3 Millionen Gästen und geschätzte 132 Millionen Tagesbesucher gezählt.[34] Die Stadt ist damit nach London, Paris und zusammen mit Rom das bevorzugte Reiseziel innerhalb Europas.

Internationale Gäste machen etwa 40 % der Besucherzahlen aus. Hierbei liegen Besucher aus Italien, Großbritannien, den Vereinigten Staaten und den Niederlanden in der Spitzengruppe. Hauptanziehungspunkte sind Architektur, historische Stätten, Museen, Festivals, Einkaufsmöglichkeiten, Nachtleben sowie Großveranstaltungen, die jährlich mehrere Hunderttausende Besucher zählen. Berlin ist außerdem einer der größten internationalen Kongressveranstalter der Welt.[35] Das ICC ist das größte Konferenzzentrum Europas und trägt zusammen mit der Messe Berlin zum Geschäftstourismus bei.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater, Orchester, Chöre, Festivals

Berlin gilt als ein herausragendes politisch-kulturelles Zentrum und steht in dem Ruf einer europäischen Weltstadt.[36] Zahlreiche Theater- und Kleinkunstbühnen prägen die kulturelle Landschaft der Metropole. Die bekanntesten sind das Berliner Ensemble, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, die Schaubühne am Lehniner Platz, das Theater des Westens, das Renaissance-Theater, das Deutsche Theater Berlin, das Maxim-Gorki-Theater, das Kinder- und Jugendtheater Grips-Theater und der Friedrichstadtpalast. Mit dem Schillertheater der Staatlichen Schauspielbühnen wurde 1993 eine der großen Berliner Bühnen geschlossen.


Die Berlinale im Februar

Berlin verfügt über drei Opernhäuser: die Staatsoper Unter den Linden, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Daneben besitzt Berlin mehrere Orchester und Chöre. Die Berliner Philharmoniker (Leitung: Sir Simon Rattle) gelten als eines der weltweit führenden Orchester. Neben der Staatskapelle Berlin (Leitung: Daniel Barenboim) und dem Konzerthausorchester Berlin (Lothar Zagrosek) gibt es mehrere Orchester und Chöre der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH. Dies sind das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin (Ingo Metzmacher), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Marek Janowski), der Rundfunkchor Berlin (Simon Halsey) und der RIAS Kammerchor (Hans-Christoph Rademann). Diese Orchester und Chöre treten oft zusammen (Orchester mit Chor) im Konzerthaus Berlin, der Berliner Philharmonie und in anderen Sälen in Deutschland oder auf Tourneen auf der ganzen Welt auf. Im Chorverband Berlin sind 236 Laienchöre mit über 10.000 Mitgliedern vereinigt. Die Sing-Akademie zu Berlin besteht als Wiege der bürgerlichen Musikpflege in Berlin seit 1791.

Jedes Jahr im Februar finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele statt. Das auch Berlinale genannte Festival der A-Kategorie gilt als das größte Publikumsfestival der Welt und, neben den internationalen Filmfestspielen von Cannes und Venedig, als eines der bedeutendsten internationalen Filmfestspiele. In zahlreichen Kategorien werden Auszeichnungen vergeben. Der Wettbewerb schließt mit der Verleihung des Goldenen und der Silbernen Bären.

Während des gesamten Jahres ist Berlin Spielstätte weiterer internationaler Festivals, von denen einige unter dem organisatorischen Dach der Berliner Festspiele stattfinden. Beim Berliner Theatertreffen werden die bemerkenswertesten deutschsprachigen Theaterinszenierungen einer Saison präsentiert. Weitere Festivals sind das Literaturfestival, das Jazzfest und spielzeiteuropa, das Tanzfest, die Young Euro Classics und die Berlin Biennale.

Umzüge, Paraden und Open-Air-Feste sind ebenfalls etablierte Ereignisse im Veranstaltungskalender der Stadt. Der Karneval der Kulturen, der CSD Berlin, der Berliner Karnevalsumzug und das Berliner Myfest gehören zu den bekanntesten. Von 1989 bis 2006 war mit der Loveparade die größte Tanzveranstaltung der Welt in Berlin beheimatet.

Museen

Berlin verfügt über eine Vielzahl von Museen. Bereits 1841 wurde die von Spree und Kupfergraben umflossene Museumsinsel im nörd­li­chen Teil der Spreeinsel durch königliche Order zu einem „der Kunst und der Altertumswissenschaft geweihten Bezirk“ bestimmt. In der Folge entstanden dort mehrere Museen, wie das Alte Museum am Lustgarten, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das heutige Bode-Museum und das Pergamonmuseum. Diese Museen stellen vor allem Exponate aus der Zeit der Antike aus. 1999 wurde die Muse­ums­insel in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.[37]

Außerhalb der Museumsinsel befinden sich Museen verschiedenster Themengebiete: Das Naturkundemuseum ist mit über 30 Millionen Objekten und dem höchsten Dinosaurierskelett der Welt eines der bedeutendsten Naturkundemuseen weltweit. Im Deutschen Technikmuseum Berlin (DTMB) werden auf 25.000 m² Exponate und Experimente rund ums Thema Technik ausgestellt. Die Gemäldegalerie und Neue Nationalgalerie sind Kunstmuseen im Kulturforum, das Bauhaus-Archiv ist ein Architekturmuseum. Das Deutsche Historische Museum im Zeughaus Unter den Linden ver­an­schaulicht deutsche Geschichte aus 2000 Jahren. Einen ebenso langen Zeitraum jüdisch-deutscher Geschichte zeigt das Jü­di­sche Mu­se­um in einer ständigen Ausstellung.

Die Büste der Nofretete

Das Jagdschloss Grunewald beherbergt eine erlesene Gemäldesammlung aus dem 15. bis 19. Jahr­hundert. In Dahlem konzentrieren sich im dortigen Museumszentrum zahlreiche ethnologische Museen. In Lichtenberg wurde auf dem Areal des früheren Ministeriums für Staatssicherheit der DDR das Stasi-Museum eingerichtet. Das Museum am Checkpoint Charlie, auch als Mauermuseum bekannt, zeigt Momente aus der Teilungsgeschichte. In der Nähe des Potsdamer Platzes steht seit 2005 das „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ von Peter Eisenman.

In Berlin hat die vom Bund und allen Bundesländern gemeinsam getragene Stiftung Preußischer Kulturbesitz ihren Hauptsitz. Auch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg unterhält hier wichtige Standorte. Beide verwalten, bewahren, pflegen und ergänzen in ihren international bedeutenden Einrichtungen die Kulturgüter des ehemaligen Staates Preußen.

Die Stiftung Stadtmuseum Berlin vereinigt weitere traditionsreiche Museen Berlins. Die 1995 gegründete Stiftung ist das größte stadthistorische Museum Deutschlands. Als Landesmuseum für Kultur und Geschichte Berlins ist es in seinem Kern aus der Vereinigung von Märkischem Museum – 1874 gegründet – und Berlin Museum – 1962 gegründet – entstanden. Die breite Palette der verschiedenen, zum Teil schon im 19. Jahrhundert begründeten Sammlungen do­ku­men­tieren in großer Vielfalt alle Bereiche der Entwicklung Berlins von den ersten Spuren menschlicher Besiedlung in der Steinzeit bis zur Gegenwart.

Bauwerke

Das zwischen 1788 und 1791 errichtete Brandenburger Tor ist Berlins Wahrzeichen und Symbol der überwundenen Teilung. Es ist den Propyläen auf der Akropolis in Athen nachempfunden und wird von einer Quadriga mit der Siegesgöttin Victoria gekrönt. Bis zur Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 verlief dort die Grenze zwischen beiden Stadthälften. Das Tor ist das westliche Ende des Boulevards Unter den Linden, der sich bis zur Museumsinsel in der Spree und dem Berliner Dom hinzieht.

In diesem Areal liegen die im Jahre 1743 im Rokokostil erbaute Deutsche Staatsoper, die zwischen 1774 und 1780 errichtete, häufig Kommode genannte Alte Bibliothek, das von 1695 bis 1706 nach Plänen von Andreas Schlüter gebaute barocke ehemalige Zeughaus und die zwischen 1747 und 1773 errichtete Hedwigs-Kathedrale, die Hauptkirche des katholischen Bistums Berlin. Der Französische Dom am Gendarmenmarkt war im 17. Jahrhundert Mittelpunkt des französischen Viertels. Die im Zuge der Preußischen Reformen durch Wilhelm von Humboldt gegründete und im Jahre 1809 eröffnete Berliner Universität brachte 27 Nobelpreisträger hervor.

Der Potsdamer Platz ist eine Verkehrsdrehscheibe im Zentrum Berlins, von der mehrere große Straßen ausgehen. Er wurde 1741 auf Erlass von Friedrich Wilhelm I., König in Preußen angelegt. 1923 begann von dem in der Nähe gelegenen Vox-Haus aus die Geschichte des Rundfunks in Deutschland. Bis 1940 war der Potsdamer Platz der verkehrsreichste Platz Europas. Nach dem starken Bombardement durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg lag er in Trümmern.

1961 wurde er durch die Berliner Mauer geteilt und die Gegend verfiel. Der frühere Verlauf der Berliner Mauer wird seit einigen Jahren durch in den Boden eingelassene Pflastersteine gekennzeichnet. Durch die Neubebauung des Potsdamer Platzes, die einer großen Anzahl an Geschäften und Restaurants Raum gibt, ist dieser zu einem Bindeglied zwischen den bis zur Wende getrennten Stadthälften geworden.

In der Nähe des Brandenburger Tors befindet sich das zwischen 1884 und 1894 gebaute Reichs­tags­gebäude. Es wurde am 27. Februar 1933 durch einen Brand schwer beschädigt und im Zweiten Weltkrieg erneut erheblich in Mitlei­denschaft gezogen. Seit 1999 ist das Gebäude Sitz des Deutschen Bundestages. Jährlich wandeln zwei Millionen Menschen durch seine gläserne Kuppel. Der Reichstag ist inzwischen der zweitstärkste Touristenmagnet der Republik, nach dem Kölner Dom und weit vor Schloss Neuschwanstein.[13] Einen Besuch wert ist auch das 1785 errichtete Schloss Bellevue, einst Sommerwohnung von Prinz August Ferdinand, des Bruders Friedrichs des Großen, heute Amtssitz des Bundespräsidenten.

Eine beliebte Einkaufspromenade in Berlin ist der Kurfürstendamm mit seinen zahlreichen Hotels, Geschäften und Restaurants. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde zwischen 1891 und 1895 erbaut. Sie markiert das östliche Ende des Boulevards. Ihre Turmruine blieb als Mahnmal erhalten. Gleich daneben entstand nach Plänen Egon Eiermanns von 1959 bis 1961 eine neue Kirche auf achteckigem Grundriss mit einem sechseckigen frei stehenden Kirchturm.

Die östliche Verlängerung des Kurfürstendamms bildet die Tauentzienstraße, wo sich mit dem KaDeWe (Kaufhaus des Westens) das größte Kaufhaus des europäischen Kontinents und das zwischen 1963 und 1965 erbaute Europa-Center befinden. Das 22-stöckige Ge­bäu­de beher­bergt viele Geschäfte, Restaurants, Büros und eine Aussichtsplattform. Dieser Teil der Stadt um Tauentzienstraße und Kurfür­sten­damm wird als Neuer Westen bezeichnet. In nordöstlicher Richtung erstreckt sich mit über drei Kilometern Länge die größte Parkanlage Berlins, der Tiergarten.

Ruine und Neubau der Gedächtniskirche

Östlich der beiden Spreearme, die die Spreeinsel umfließen, liegt der Alexanderplatz mit vielen Geschäften und Restaurants, ganz in der Nähe davon der 368 Meter hohe Fernsehturm – das höchste Bauwerk Deutschlands –, die gotische Marienkirche und das Rote Rathaus. Zwei Statuen, eine männliche und eine weibliche, mit Blick auf den Eingang des Rathauses sollen an die Beseitigung der vielen Trümmer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erinnern. Sehenswert im östlichen Zentrum Berlins sind der alte Stadtteil Prenzlauer Berg und die Einkaufsstraßen Schönhauser Allee und Kastanienallee. Von 2006 bis Dezember 2008 wurde der Palast der Republik abgerissen.[38] An seiner Stelle soll bis 2015 hinter den rekonstruierten Fassaden des Berliner Stadtschlosses das Humboldt-Forum entstehen.

Die Oranienburger Straße war vor dem Zweiten Weltkrieg das Zentrum des jüdischen Viertels. Mit ihrem Wiederaufbau verbunden war unter anderem die Restaurierung der 1866 fertig gestellten Neuen Synagoge. Sie war durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt worden. 1995 wieder eröffnet, dient sie heute als Mittelpunkt für das Studium und die Erhaltung jüdischer Kultur. In nördlicher Richtung liegt der älteste jüdische Friedhof der Stadt. Der weitaus bekanntere Jüdische Friedhof in Berlin-Weißensee ist der größte jüdische Friedhof Europas.

In Charlottenburg befindet sich das Olympiastadion, das für die Olympischen Sommerspiele von 1936 errichtet wurde, sowie der 150 Meter hohe Funkturm, der zwischen 1924 und 1926 anlässlich der 3. Deutschen Funkausstellung entstand und sehr schnell zu einem der Wahrzeichen Berlins avancierte. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das Schloss Charlottenburg (Baubeginn 1695), ein barocker Repräsentationsbau der Hohenzollern mit bedeutender Gemäldesammlung, die Zitadelle Spandau sowie das an Havel und Glienicker Brücke gelegene Schloss Glienicke. In dem ebenfalls im Stil des Klassizismus durch Karl Friedrich Schinkel umgebaute Schloss Tegel (auch Humboldt-Schloss) sind die Brüder Wilhelm und Alexander von Humboldt aufgewachsen.

Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden im geteilten Berlin ambitionierte Bauprojekte vorangetrieben. Im Ostteil der Stadt entstand die heutige Karl-Marx-Allee (ehemals Stalinallee) im repräsentativen Stil des sozialistischen Klassizismus. Sie verläuft vom Alexanderplatz über den Strausberger Platz bis zum Frankfurter Tor. Die Zwillingstürme entstanden in Anlehnung an die doppelten Kuppeln des Gendarmenmarktes unter dem deutschen Architekten Hermann Henselmann. Anlässlich der 750-Jahrfeier Berlins wurde das zerstörte Nikolaiviertel in Anlehnung an seine historische Gestalt wiedererrichtet. Die Nikolaikirche im Zentrum ist die älteste Kirche Berlins.

Im Westteil der Stadt wurde die moderne Architektur vorangetrieben. Auf der internationalen Bauausstellung Interbau im Jahr 1957 präsentierten namhafte Architekten wie Walter Gropius, Le Corbusier und Oscar Niemeyer ihre Vorstellungen von der Stadt der Zukunft. Realisiert wurden die Bauvorhaben im Hansaviertel, die das zerstörte Gründerzeitviertel durch moderne Wohnblöcke und Hochhäuser ersetzten. Die Kongresshalle mit der freitragenden Dachkonstruktion wurde 1957 als Beitrag der USA zur Interbau errichtet und als Geschenk an Berlin übergeben.

Eine Besonderheit Berlins, sind auch die bis heute noch in weiten Teilen der Stadt erhaltenen Gaslaternen zur Straßenbeleuchtung. Insgesamt befinden, sich noch über 44.000 Gaslaternen in Berlin in Betrieb, mehr als in jeder anderen Stadt der Welt. In der Nähe des Tiergartens ist ein Gaslaternen-Freilichtmuseum zu finden.

In der Bundesallee 215 befindet sich der Shaolin Tempel Deutschland. Er ist der einzige offizielle Ableger des weltberühmten Shaolin-Klosters aus der Provinz Henan, China. Der Deutsche Shaolin Tempel wurde im Auftrag vom Abt des Muttertempels in China, Shi Yongxin, 2001 gegründet und persönlich eingeweiht.[39]


Brücken

Berlin hat durch seine exponierte Lage an Flussläufen und Kanälen eine Vielzahl an Brücken und Überführungen in seinem Stadtgebiet. Offiziell gibt es 916 Brücken in Berlin. Davon verbinden 732 öffentliche Straßen, die restlichen 184 Wege und Straßen in Grünanlagen.[40] Je nach Definition und Verständnis werden weitere Bauwerke in Berlin zu den Brücken gezählt. So gibt es 564 Brücken über Gewässer jeder Art und 300 Hochbahnviadukte der U-Bahn.[41][42] Als größte Zahl gilt die Veröffentlichung des Berliner Bausenators Wolfgang Nagel, der 1993 die Zahl mit 2100 (inklusive der Viadukte) angab.

Die ältesten Berliner Spreequerungen sind die Mühlendammbrücke, Rathausbrücke und Rossstraßenbrücke, wobei die heutigen Bauwerke jüngeren Datums sind. Die längste Brücke ist die Rudolf-Wissell-Brücke mit einer Länge von 930 Metern. Überregional bekannt sind außerdem die Oberbaumbrücke, das Wahrzeichen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, und die Glienicker Brücke, auf der 1986 ein weltweit beachteter Agentenaustausch zwischen den USA und der Sowjetunion stattfand. Die ehemals längste Fußgängerbrücke befand sich über dem Gelände des Zentralvieh- und Schlachthofs im Prenzlauer Berg.

Parkanlagen, Zoos, Schutzgebiete

Der Schlossgarten im Schloss Charlottenburg

Berlin besitzt neben ausgedehnten Waldgebieten im Westen und Südosten des Stadtgebietes (Berliner Forsten) viele große Parkanlagen. Da auch fast alle Straßen von Bäumen gesäumt sind, gilt Berlin als besonders grüne Stadt.

In Berlin gibt es insgesamt 425.000 Straßenbäume, darunter 153.000 Linden, 82.000 Ahornbäume, 36.000 Eichen, 25.000 Platanen und 21.000 Kastanien.[43] Die über 2500 öffentlichen Grün-, Erholungs- und Parkanlagen haben eine Gesamtfläche von über 5500 Hektar und bieten vielfältige Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.

Das Tropenhaus im Botanischen Garten

Im Zentrum der Stadt liegt der Große Tiergarten. Er ist die älteste und mit 210 Hektar größte und bedeutendste Parkanlage Berlins und wurde im Verlauf von mehr als 500 Jahren gestaltet. Ursprünglich ein ausgedehntes Waldareal vor den Toren der Stadt, genutzt von den preußischen Adeligen als Jagd- und Ausrittgebiet, wurde dieses nach und nach von der Stadtentwicklung umschlossen. Heute erstreckt sich der Park vom Bahnhof Zoo bis zum Brandenburger Tor und liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Parlaments- und Regierungsviertel. Einige große Straßen durchschneiden den Tiergarten, darunter die Ost-West-Achse Straße des 17. Juni. Sie kreuzen sich am Großen Stern, in dessen Mitte seit 1939 die Siegessäule steht. Die Gestaltung des Großen Tiergartens zeigt sich als naturnahe Parklandschaft: Charakteristisch sind die weiten, von kleinen Wasserläufen durchzogenen und mit Baumgruppen bestandenen Rasenflächen sowie die Seen mit kleinen Inseln und zahlreichen Brücken und Alleen. Anlagen wie der Englische Garten, die Luiseninsel und der Rosengarten setzen an einigen Stellen schmuckgärtnerische Akzente.

Eisbär Knut im Zoologischen Garten, dem ältesten Zoo Deutschlands

Neben dem Tiergarten gehört der Treptower Park im Südosten Berlins zu den bedeutendsten Parks der Stadt. Er wurde von 1876 bis 1882 vom ersten Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer angelegt und war 1896 Schauplatz der Großen Berliner Gewerbeausstellung. Die weite an der Spree sich hinziehende Gartenlandschaft ist eines der beliebtesten Ausflugsziele der Berliner, nicht zuletzt auch wegen der bereits 1821/1822 von Carl Ferdinand Langhans als Gasthaus an der Spree erbauten heutigen Gaststätte Zenner.

Eine Besonderheit unter den Parks ist der Botanische Garten Berlin. Im Südwesten der Stadt gelegen, wird er neben seiner wissenschaftlichen Bestimmung (er gehört zur Freien Universität Berlin) auch als Erholungspark genutzt. Die Vorgängereinrichtung existierte bereits seit 1697 auf dem Gelände des heutigen Heinrich-von-Kleist-Parks in Schöneberg, ab 1897 folgte der Bau der neuen Parkanlage in Dahlem. Mit einer Fläche von über 43 Hektar und etwa 22.000 verschiedenen Pflanzenarten ist er der drittgrößte Botanische Garten der Welt. Das 25 Meter hohe, 30 Meter breite, und 60 Meter lange Große Tropenhaus ist das höchste Gewächshaus der Welt.

Die Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn (Chinesischer Garten)

Außerdem verfügt Berlin über mehrere Zooeinrichtungen: den Zoologischen Garten Berlin nebst Aquarium Berlin und den Tierpark Berlin. Der bereits 1844 in Charlottenburg eröffnete Zoologische Garten ist der älteste Zoo Deutschlands und zugleich der artenreichste der Welt (zirka 14.000 Tiere in 1.500 Arten). Der wesentlich jüngere Tierpark verdankt seine Entstehung der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg: Weil der Zoologische Garten im britischen Sektor der Stadt lag, fehlte der Hauptstadt der DDR eine eigene tiergärtnerische Einrichtung. 1954 wurde daher in Friedrichsfelde ein Tierpark gegründet. Er ist mit 160 Hektar Fläche der größte Landschaftstiergarten Europas.

Viele weitere Parkanlagen prägen das grüne Gesicht Berlins: Neben den Schlossgärten in Charlottenburg, Glienicke und auf der Pfaueninsel (die letzten beiden gehören zum UNESCO-Welterbe) sind dies auch die historischen Parkanlagen Lustgarten, Viktoriapark, Rudolph-Wilde-Park und Schillerpark, aber auch die zahlreichen großen Volksgärten. Im Süden der Stadt befindet sich außerdem der Britzer Garten, auf dessen Gelände 1985 die Bundesgartenschau stattfand. Das östliche Gegenstück dazu ist der 20 Hektar große Erholungspark Marzahn, der 1987 als Berliner Gartenschau eröffnet wurde. Neu angelegte Parkanlagen sind der Mauerpark auf dem ehemaligen Todesstreifen der Berliner Mauer, das Naturschutzgebiet Schöneberger Südgelände, der Görlitzer Park und der Spreebogenpark in der Nähe von Hauptbahnhof und Regierungsviertel.


In Berlin gibt es 38 Naturschutzgebiete (Stand Mai 2009) mit einer Gesamtfläche von rund 1.990 Hektar, das entspricht 2,2 % der Landesfläche.[44] Hinzu kommen 52 Landschaftsschutzgebiete, die weitere 13 % der Landesfläche einnehmen.[45] Zudem haben die Bezirke Pankow und Reinickendorf einen Flächenanteil von 5,4 % am länderübergreifenden, 75.000 Hektar umfassenden Naturpark Barnim.[46]


Freizeit und Erholung

Das Spreeufer im Bezirk Mitte

In Berlin sind etwa 18 Prozent der Stadtfläche bewaldet. Die Stadtforstverwaltung Berliner Forsten verwaltet mit zirka 29.000 Hektar die größte Stadtwaldfläche Deutschlands. Zu den größten Wäldern gehört der Grunewald, der von der Grunewaldseenkette durchzogen und im Westen von der Havel begrenzt wird, sowie der Spandauer Forst im äußersten Nordwesten der Stadt. Der 273 Hektar große Wannsee ist eine Ausbuchtung der Havel. Mit ihm besitzt Zehlendorf ein viel besuchtes Naherholungsgebiet, das vor allem durch das Strandbad Wannsee bekannt ist.

Im Südosten Berlins bildet der Müggelsee mit den Müggelbergen und dem Strandbad Rahnsdorf ein großes Naherholungsgebiet. Der Müggelsee ist der größte Berliner See, er dehnt sich über 7,4 km² aus (maximal 4,3 km lang; 2,6 km breit) und ist bis zu 8 m tief. Die Müggelberge sind mit 114,7 m über NHN die höchsten Berliner Erhebungen, sie entstanden während des Pleistozäns. Am Westhang des Kleinen Müggelbergs wurde von 1959 bis 1961 der neue Müggelturm errichtet, nachdem der alte im Mai 1958 abgebrannt war. Er bietet einen weitreichenden Ausblick über die Seen und Wälder der Umgebung bis hin zur Stadtsilhouette Berlins.

In den urbaneren Bereichen der Stadt haben sich an den Fluss- und Seenlandschaften der Spree und Havel zahlreiche Strandbars gegründet.

Sport

In Berlin gibt es etwa 2000 Sportvereine in denen rund 550.000 Aktive sich dem Breitensport widmen.[47] 2010 sind 145 Berliner Mannschaften in den Ersten und Zweiten deutschen Bundesligen vertreten.[48] Einige Vereine sind darüber hinaus im Bereich des professionellen Sports tätig. Dazu zählen insbesondere im Fußball Hertha BSC und der 1. FC Union Berlin, im Eishockey die Eisbären und im Basketball Alba Berlin. In der 1. Volleyball-Bundesliga ist die Hauptstadt mit dem SCC Berlin bei den Herren und bei den Damen mit dem Köpenicker SC Berlin vertreten.[49] Die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau 04 sind mit 29 nationalen Meisterschaftstiteln deutscher Rekordmeister.

Berliner Olympionikin Katarina Witt, 1986

Berlin war in der Geschichte mehrfach Austragungsort internationaler Sportwettkämpfe. 1936 wurden in der Stadt die Olympischen Spiele ausgetragen. Im Juli 2006 fanden in Berlin Vorrundenspiele, ein Viertelfinalspiel und das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft statt. 2009 wurden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften ausgetragen. Jedes Jahr findet zudem einer der weltgrößten Marathonläufe, das Finale des DFB-Pokals sowie die Leichtathletik Veranstaltung ISTAF statt. Alle zwei Jahre jeweils zur Fußball Europa- und Weltmeisterschaft finden große Public Viewing Veranstaltungen statt, bei denen Zehntausende Zuschauer öffentlich die Fußballspiele auf Großbildleinwänden verfolgen. Der Veranstaltungsort, die sogenannte Fanmeile, hat seinen Platz in der Straße des 17. Juni.[50]

In Berlin wurde sowohl der Marathonlauf (Haile Gebrselassie) mehrfach mit Weltbestzeit absolviert, als auch der 100 Meter Lauf (Usain Bolt) mit der aktuell bestehenden Weltrekordzeit registriert.[51][52]

Der Deutsche Olympische Sportbund hat in Berlin seinen größten Olympiastützpunkt. Rund 700 Bundeskaderathleten aus 35 olympischen Sportarten (ca. 15% aller deutschen Bundeskaderathleten) bilden das leistungssportliche Kontingent. Bekannte Berliner Olympioniken sind Katarina Witt, Franziska van Almsick und Claudia Pechstein.[53]

Zu den größten Sportstätten der Stadt gehören das Olympiastadion mit 74.200 Plätzen,[54] das Stadion An der Alten Försterei mit 19.000 Plätzen, die O2 World mit maximal 17.000 Plätzen, das Velodrom mit maximal 12.000 Plätzen und die Max-Schmeling-Halle mit bis zu 11.900 Plätzen.

Infrastruktur

Öffentlicher Verkehr

S- und U-Bahn-Netz

Dem innerstädtischen öffentlichen Personennahverkehr dienen 15 S-Bahn-Linien (betrieben von der S-Bahn Berlin GmbH) sowie neun U-Bahn-, 23 Straßenbahn-, 150 Bus- und sechs Fährlinien (alle betrieben von der BVG). Die Innenstadt wird in Ost-West-Richtung von der als Hochbahn angelegten Stadtbahn durchquert, welche parallel von S-Bahn sowie Regional- und Fernverkehr befahren wird. Sie verbindet das Westkreuz mit dem Ostkreuz, und passiert dabei die Bahnhöfe Charlottenburg, Zoologischer Garten, Hauptbahnhof, Friedrichstraße, Alexanderplatz und Ostbahnhof. Auf der Nord-Süd-Achse übernehmen die U-Bahnlinie 9 und die U6 den größten Teil des Fahrgastaufkommens, ergänzt durch die unterirdische Nord-Süd-Trasse der S-Bahn. Die S-Bahntrasse kreuzt am Bahnhof Friedrichstraße die Stadtbahn. Vervollständigt wird der Bahnverkehr durch die Ringbahn, welche die Innenstadt einschließt. Alle anderen Linien kreuzen diese Trassen. Die Barrierefreiheit der Bahnhöfe wird seit 1992 zunehmend gewährleistet.[55]

Am 28. Mai 2006 wurden der neue Hauptbahnhof als zentraler Berliner Bahnhof und im Zusammenhang damit der Tiergartentunnel, die Fernbahnhöfe Gesundbrunnen und Südkreuz sowie die Regionalbahnhöfe Potsdamer Platz (unterirdisch), Jungfernheide und Lichterfelde Ost in Betrieb genommen. Damit erhielt der Regional- und Fernverkehr der Bahn gemäß dem sogenannten Pilzkonzept zusätzlich zu der in Ost-West-Richtung angelegten Stadtbahn eine unterirdische Regional- und Fernverkehrsverbindung in Nord-Süd-Richtung. Der Umstieg zwischen Nord-Süd-Tiergartentunnel und West-Ost-Stadtbahn erfolgt am Hauptbahnhof. Züge, die Berlin aus nördlichen oder südlichen Richtungen erreichen, fahren seitdem meist über die neue Nord-Süd-Trasse von Lichterfelde Ost über Südkreuz, Potsdamer Platz, Hauptbahnhof über die Überführungen nach Gesundbrunnen oder Richtung Westen über Jungfernheide nach Spandau.

Die U1 auf der Oberbaumbrücke

Das Stadtbusnetz gliedert sich in Expressbusse (Buchstabe X), MetroBusse (Buchstabe M) und Stadtbusse (mit dreistelliger Nummer). Ähnlich dazu gibt es die MetroTram (Buchstabe M) und Straßenbahn (zweistellige Nummer). Nachtbusse haben als Linienbezeichnung ein „N“ vor der Liniennummer, Metro-Linien (sowohl Busse als auch Straßenbahnen) fahren auch nachts. In den Nächten vor Sonnabenden, Sonn- und Feiertagen fahren zusätzlich fast alle S- und U-Bahnlinien durchgehend, bei der S-Bahn teilweise mit veränderter Streckenführung. Der Bus-Fernverkehr zu deutschen und europäischen Zielen wird über den Zentralen Omnibus-Bahnhof am Funkturm (ZOB) abgewickelt. Gegenüber dem Messegelände gelegen, ist er direkt über den Berliner Stadtring (A 100) erreichbar und mit dem ÖPNV durch Bus-, U- und S-Bahnlinien verbunden.


Straßenverkehr

Übersichtskarte des Berliner Verkehrsnetzes

Die Innenstadt wird von Westen her von einem Autobahn-Halbkreis (A 100 – Berliner Stadtring) umgeben, der langfristig zu einem Ring vervollständigt werden soll und eine reine Stadtautobahn darstellt. Rund um Berlin verläuft die Autobahn A 10 (Berliner Ring). Die A 100 beim Dreieck Funkturm ist der meist befahrene Autobahnabschnitt in Deutschland.

Von der A 100 gibt es innerhalb des Stadtgebiets mehrere Autobahnabschnitte in Richtung Berliner Ring. Die A 111 führt in nach Nordwesten in Richtung Hamburg und Rostock. Die A 113 in Richtung Südosten (nach Dresden und Cottbus) beginnt am Dreieck Neukölln und führt zum Schönefelder Kreuz (A 10) und bindet den in Bau befindlichen Flughafens Berlin Brandenburg an das Autobahnnetz an. Die A 115 erstreckt sich nach Südwesten (Richtung Hannover und Leipzig). Deren gerades Teilstück wird umgangssprachlich auch heute noch AVUS genannt.

Zusätzlich hierzu gibt es im Norden der Stadt noch die A 114 von der Prenzlauer Promenade im Bezirk Pankow zur A 10 in Richtung Stettin. Die nur wenige Kilometer lange ehemalige A 104, die im Südwesten der Stadt den Berliner Stadtring (A 100) nach Süden hin mit Berlin-Steglitz verbindet, wurde inzwischen zur Autostraße herabgestuft. Die A 103 (sogenannte „Westtangente“), auf der die Bundesstraße 1 verläuft, verbindet den Berliner Stadtring – von einem weiter östlich gelegenen Anschluss – nach Südwesten hin mit dem Steglitzer Kreisel in Richtung Potsdam.

Ab dem 1. Januar 2008 gelten in Teilen der Berliner Innenstadt, im Wesentlichen dem Gebiet innerhalb des S-Bahnringes, die Verkehrsbeschränkungen der Umweltzone im Rahmen der Feinstaubverordnung.

Fahrradverkehr

In Berlin gibt es neben einer Vielzahl von angelegten Radwegen, Fahrradstreifen und ersten Fahrradstraßen auch überregionale Radfernwege wie den Radweg Berlin–Kopenhagen, den Radfernweg Berlin–Usedom und den Europaradwanderweg R1. Entlang dem früheren Verlauf der Berliner Mauer führt der Berliner Mauerweg. Mehrere tausend Mietfahrräder können im Zentrum kurzfristig per Telefonanruf oder (mobilem) Internet ausgeliehen werden.

Der Anteil des Fahrradverkehrs am Gesamtaufkommen des Verkehrs in Berlin beträgt 2009 ca. 15 Prozent.[56]

Flughäfen

Lage der Berliner Flughäfen

Seit 31. Oktober 2008 gibt es auf dem Gebiet der Stadt Berlin nur noch einen betriebenen Flughafen: Tegel (IATA-Code: TXL). Der Flughafen Tempelhof (THF) wurde am 30. Oktober 2008 geschlossen. Der knapp hinter der Berliner Stadtgrenze befindliche Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF) gehört zwar zum Land Brandenburg, wird aber oft als Berliner Flughafen gezählt. Bis Oktober 2011 ist geplant, diesen Flughafen zu vergrößern, um dann auch den im Innenstadtbereich liegenden Flughafen Tegel zu schließen.

Der Neubau des Flughafens Berlin Brandenburg wurde im März 2006 vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig unter Auflagen genehmigt. Baubeginn war zum Jahreswechsel 2006/2007. Es sind von den Gesellschaftern der Flughafengesellschaft Baukosten in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro veranschlagt worden. In der ersten Ausbaustufe wird der Flughafen etwa 27 Millionen Passagiere abfertigen können.[57]

Im Jahr 2009 betrug das Fluggastaufkommen in Berlin rund 21 Millionen Passagiere. 166 Destinationen können von den Berliner Flughäfen seit dem Sommerflugplan 2010 erreicht werden.[58]

Binnenschifffahrt

Westhafen (Nordbecken mit BEHALA-Verwaltungsgebäude)

Berlin liegt im Zentrum des Bundeswasserstraßengebietes Ost. Die Stadt wird wasserseitig auf mehreren Wegen erschlossen, der Binnenschifffahrt stehen von und nach Berlin drei Wasserstraßen zur Verfügung. Dabei kommt der Verbindung über Havel, Elbe-Havel-Kanal und Mittellandkanal zu Elbe und Nordsee beziehungsweise Weser und Rhein die größte Bedeutung zu. Außerdem verbindet die Havel-Oder-Wasserstraße Berlin mit der unteren Oder und der Ostsee. Beschränkt ausgebaut und weniger stark frequentiert ist auch die Spree-Oder-Wasserstraße als Verbindung über die Spree zur oberen Oder und nach Schlesien.

Binnenwasserstraßen in Berlin

Zum Warenumschlag können drei Hafenanlagen genutzt werden: der Hafen Neukölln, der Südhafen Spandau sowie der Westhafen. Letzterer liegt in Moabit am Nordrand der Berliner Innenstadt und ist von allen drei Häfen der größte und bedeutendste. Seine Anlagen umfassen auch ein Fracht- und Logistikzentrum, das den Warenumschlag zwischen Binnenschiff, Eisenbahn und Lastwagen ermöglicht. Betrieben werden die Häfen von der BEHALA. Der frühere Osthafen wird inzwischen als Medienstandort genutzt und hat seine Hafenfunktion verloren.

Wasserversorgung

Die Wasserversorgung Berlins wird durch die neun Wasserwerke Beelitzhof, Friedrichshagen, Kaulsdorf, Kladow, Spandau, Stolpe, Tegel, Tiefwerder und Wuhlheide sichergestellt, die von der Berliner Wasserbetriebe AöR betrieben werden. Pro Tag werden durchschnittlich 585.000 m³ Trinkwasser bereitgestellt.[59]

Energieversorgung

Kraftwerk Wilmersdorf und BAB 100 (Berliner Stadtring)

Die Energieversorgung von Berlin verfügt über einige Besonderheiten. Im Zweiten Weltkrieg wurde geplant, Berlin über eine als Erdkabel ausgeführte Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) vom Kraftwerk Dessau zu speisen. Mit dem Bau dieser Anlage wurde 1943 begonnen, sie konnte aber nicht mehr in Betrieb gehen (Elbe-Projekt).

Während der Zeit der Teilung war West-Berlin vom Stromnetz des Umlandes abgeschnitten. Die Stromversorgung musste über im Stadtgebiet gelegene thermische Kraftwerke wie das Kraftwerk Reuter-West, das Kraftwerk Wilmersdorf und andere erfolgen. Zur Pufferung der Lastspitzen waren in manchen dieser Kraftwerke ab den 1980er-Jahren Akkumulatoren installiert, die über Umrichter mit dem Stromnetz verbunden waren und während Schwachlastzeiten geladen und während Starklastzeiten entladen wurden.[60]

Erst 1993 wurde die 1951 unterbrochene Leitungsverbindung mit dem Umland wieder hergestellt. In den Westbezirken Berlins sind fast alle Stromleitungen als Erdkabel ausgeführt, nur eine 380-kV- und eine 110-kV-Leitung, die vom Kraftwerk Reuter zur Stadtautobahn führen, sind als Freileitung ausgeführt. Durch Berlin verläuft das längste 380-kV-Drehstromkabel in Deutschland, die 380-kV-Transversale Berlin. Sie dürfte die teuerste Stromleitung in Deutschland sein, allein auf Grund ihrer hohen Kapazität benötigt sie zum Betrieb eine kapazitive Blindleistung von 110 MVar.

Wissenschaft und Bildung

Hochschulen und Forschung

Berlin besitzt eine hohe Konzentration an Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen. In der Stadt studieren an insgesamt 31 Universitäten und Hochschulen darunter vier Kunsthochschulen, rund 135.000 Studenten.[61] Die vier Berliner Universitäten stellen gemeinsam etwa 100.000 Studenten (Stand: WS 2008/2009). Es sind die Humboldt-Universität zu Berlin mit rund 27.000 Studenten (ohne Charité), die Freie Universität Berlin mit rund 31.500 Studenten (ohne Charité), die Technische Universität Berlin mit rund 27.000 Studenten sowie die Universität der Künste Berlin mit etwa 4.500 Studenten. An der Charité studieren rund 7.200 Studenten.

Gebäudekomplex der Freien Universität

Die Medizinischen Fakultäten der Freien Universität und der Humboldt-Universität wurden 2003 zur Charité – Universitätsmedizin Berlin zusammengefasst. Seitdem ist diese mit ihren vier Standorten die größte medizinische Fakultät Europas.

Im Rahmen der Exzellenzinitiative wurde die Freie Universität Berlin am 19. Oktober 2007 in der dritten Förderlinie ausgezeichnet. Mit dem Erfolg ihres Zukunftskonzepts „International Network University“ zählt sie somit zu den neun deutschen Eliteuniversitäten.

Jährlich werden rund 1,8 Mrd. Euro öffentliche Fördermittel in Wissenschaft und Forschung investiert, über 13 Prozent der Patentanmeldungen der Wissenschaft in Deutschland kommen aus Berlin. Über 50.000 Beschäftigte lehren, forschen und arbeiten an den über 70 außeruniversitären öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen. Auch die großen nationalen Forschungsorganisationen Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft sind mit mehreren Instituten vertreten, ebenso verschiedene Bundesministerien mit insgesamt acht Forschungsinstituten. Die meisten Einrichtungen der Wissenschaft konzentrieren sich an den Standorten in Buch, Charlottenburg, Dahlem, Mitte sowie am Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof.

In Berlin finden sich auch Niederlassungen verschiedener privater Hochschulen und Lehrinstitute wie der Mediadesign Hochschule, der Games Academy und des QANTM Institutes.


Schulsystem

Berlin hat eine sechsjährige Grundschule und seit 2010 ein sich anschließendes zweigliedriges Oberschulsystem mit Integrierten Sekundarschulen und Gymnasien.[62] Im Schuljahr 2007/08 gab es in Berlin 744 öffentliche allgemeinbildende Schulen, darunter 396 Grund-, 48 Gesamt-, 54 Haupt-, 62 Realschulen, 97 Gymnasien sowie 87 Sonderschulen. Die Zahl der allgemeinbildenden Privatschulen betrug 101.[63]

Im Februar 2004 wurde ein neues Schulgesetz verabschiedet. Wesentliche Reformen waren die Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur von 13 auf 12 Jahre, die Vorverlegung des Einschulungsalters auf fünfeinhalb Jahre und der in der 10. Klasse stattfindende Mittlere Bildungsabschluss, eine schriftliche Prüfung zum Erhalt des Realschulabschlusses. Diese Prüfung wird auch an den Gymnasien abgelegt. Das Zentralabitur wurde in den Fächern Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen eingeführt sowie die Pressefreiheit für Schülerzeitungen garantiert.

Im Rahmen eines seit den 1990er-Jahren in Berlin bestehenden Schulversuchs ist es an 13 Gymnasien mit „Schnellläuferprogramm“ möglich, das Abitur ein Jahr schneller abzulegen, das heißt, seit dem Inkrafttreten des neuen Schulgesetzes nach elf Jahren. Ab dem Schuljahr 2008/2009 wird im Rahmen einer Pilotphase das Modell der Gemeinschaftsschule erprobt.

Bibliotheken

Die Staatsbibliothek zu Berlin mit über 10 Millionen Druckschriften ist die größte wissenschaftliche Universalbibliothek im deutschen Sprachraum. Weitere große wissenschaftliche Bibliotheken sind die Universitätsbibliothek der Freien Universität, die Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität und die Zentralbibliothek der TU und UdK. Zur Zentral- und Landesbibliothek Berlin gehört die Amerika-Gedenkbibliothek, ein Geschenk der USA an die Berliner nach der überstandenen Blockade 1949/1949.

Die Berliner Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin stellt mit ihrem Bestand (ca. 400.000 Bände zur europäischen Kunstgeschichte von der Spätantike bis zur Gegenwart, rund 1400 internationale Zeitschriften) eine der bedeutendsten kunstwissenschaftlichen Spezialbibliotheken in Deutschland dar.

Mit dem Förderprogramm Bibliotheken im Stadtteil (BIST) soll im Zeitraum 2007 bis 2015 auch die dezentrale Versorgung der Bevölkerung gewährleistet werden.[64]


Berlin in der Kunst

Filme

Wim Wenders hat zwei Berlin-Filme geschaffen und fungiert seit 1996 als Präsident der Europäischen Filmakademie in Berlin

Filme, die in Berlin spielen oder von Berlin handeln (Auswahl):

Musik

Die in Berlin geborene Filmschauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich


Beginnend mit der verstärkten Industrialisierung Berlins um 1900 entstanden in der Populärkultur eine Reihe von Liedern, die Berlin und das Leben in der Stadt, häufig in ihrem historischen Kontext, darstellten.[65] Das bekannteste Lied aus der Frühzeit ist wohl Berliner Luft, das Paul Lincke 1904 für die gleichnamige Operette schrieb. Ein weiteres bekanntes Lied ist das 1951 von Conny Froboess gesungene Pack die Badehose ein, das die Nachkriegsstimmung im West-Berlin der Wirtschaftswunderjahre widerspiegelt.

Die Teilung Berlins führte bis 1990 auch zu ganz unterschiedlichen Liedern über die Stadt. Während in West-Berliner Titeln, beispielsweise in Liedern der Einstürzenden Neubauten, auch die Umbrüche in der Stadt in den 1970er- und 1980er-Jahren zum Ausdruck kamen, wurde bei Ost-Berliner Bands gelegentlich, wenn auch nur implizit, die Teilung der Stadt thematisiert, so zum Beispiel Citys Wand an Wand, das 1987 zum 750-jährigen Stadtjubiläum geschrieben wurde.

Seit der Wiedervereinigung der Stadt und den sich reichlich entwickelnden Szenen entstehen immer wieder neue Lieder, die das jeweilige Lebensgefühl der Interpreten in einer der jeweiligen Szene angepassten Form zum Ausdruck bringen.

Siehe auch

 wikipedia:de:Portal:Berlin – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Berlin

Literatur

alphabetisch nach Autoren geordnet

  • Udo Arnold: Preußen und Berlin. Verlag Nordostdeutsches Kulturwerk, Lüneburg 1981.
  • Horst Bosetzky, Jan Eik: Das Berlin-Lexikon. Jaron Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-932202-57-0.
  • Michael Bienert: Literarisches Berlin: 100 Dichter, Schriftsteller und Publizisten; Wohnorte, Wirken und Werke. 3. Aufl. Verlag Jena 1800, Berlin 2013, ISBN 978-3-931911-18-8.
  • Christian Härtel: Berlin. Eine kleine Geschichte. Unter Mitarbeit des Bildarchivs Preußischer Kulturbesitz, bebra-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-89809-041-8 (englische, italienische und spanische Ausgaben).
  • Jacob Hein: Gebrauchsanweisung für Berlin. Vollständig überarbeitete Neuausgabe. Piper, München 2009, ISBN 978-3-492-27576-7.
  • Joachim Herrmann u. a. (Hrsg.): Berlin. Ergebnisse der heimatkundlichen Bestandsaufnahme (= Werte unserer Heimat. Bd. 49/50). Akademie-Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-05-000379-0.
  • Stefan Krätke: Berlin – Stadt im Globalisierungsprozess. In: Geographische Rundschau. 56 (4), 2004, ISSN 0016-7460, S. 20–25.
  • Heinz Kullnick: Berliner und Wahlberliner. Personen und Persönlichkeiten in Berlin von 1640–1914. Hayn, Berlin 1961.
  • Kurt Pomplun: Berliner Häuser – Geschichte u. Geschichten (= Berliner Kaleidoskop. Bd. 14). 2. Aufl. Hessling, Berlin 1975, ISBN 3-7769-0119-5.
  • Wolfgang Ribbe (Hrsg.): Geschichte Berlins. 2 Bde. 3. Aufl. Berlin 2002 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin, Standardwerk anlässlich des 750. Jubiläums von Berlin).
  • Bodo Rollka (Hrsg.): Berliner biographisches Lexikon. 2. Aufl. Haude & Spener, 2003.
  • Jutta Rosenkranz (Hrsg.): Berlin im Gedicht – Gedichte aus 250 Jahren. 2. Aufl., Husum Druck und Verlagsgesellschaft, Husum 2006, ISBN 3-89876-264-5.
  • Reimer Wulf (Fotos), Karl Kessler (Texte): Über den Dächern des Neuen Berlin. Herbig, München 2004, ISBN 3-7766-2403-5 (Luftaufnahmendokumentation).
  • Berlinische Lebensbilder. Historische Kommission zu Berlin. Hrsg. von Uwe Schaper in Verbindung mit dem Landesarchiv Berlin. Duncker & Humblot, Berlin 1987 ff. (Stand 2015: 10 thematische Einzelbände).

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 31. Dezember 2009 (PDF) des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg
  2. Schnellübersichten. Arbeitslosenquoten im Januar 2011 - Länder und Kreise. In: arbeitsagentur.de. Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 1. Februar 2011.
  3. Revealed: Cities that rule the world – and those on the rise (Englisch), CNN. Abgerufen am 14. April 2010.
  4. Leading cities in cultural globalisations/Media(Englisch), GaWC, Abgerufen am 14. April 2010.
  5. A wild art scene now stays within the lines (Englisch), Los Angeles Times, Abgerufen am 14. April 2010.
  6. Berlin, the big canvas (Englisch), International Herald Tribune, Abgerufen am 16. April 2010.
  7. Berliner Umweltatlas Ausgabe 1993/2001, Senatsverwaltung Berlin, Abgerufen am 16. April 2010.
  8. Berliner Umweltatlas Ausgabe 2008, Herausgeber Senatsverwaltung Berlin, Abgerufen am 16. April 2010.
  9. Stadtbäume:Übersichten der Bestandsdaten, Herausgeber Senatsverwaltung Berlin, Abgerufen am 16. April 2010.
  10. H.G. Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 181–196
  11. Propagandafilm in Farbe aus dem 1936, Youtube, Abgerufen am 16. April 2010.
  12. Berlin erhält spanischen Prinz-von-Asturien-Preis, FocusOnline, Abgerufen am 16. April 2010.
  13. 13,0 13,1 Berlin – Comeback einer Weltstadt Titelstory (S. 23), Der Spiegel: 12/2007 (19. März 2007)
  14. Statistisches Bundesamt: Statistisches Jahrbuch 2005 für die Bundesrepublik Deutschland
  15. Homepage der Intergrationsbeauftragten (Erneuert: 2. Juni 2007). Abgerufen am 16. April 2010.
  16. Statistisches Landesamt Berlin Abgerufen am 16. April 2010.
  17. Kleine Statistik, Statistisches Landesamt, Abgerufen am 16. April 2010.
  18. [1], kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Andreas Statzkowski zu Staatsdonationen, Abgerufen am 8. Juni 2010.
  19. Altlutherische Gemeinden in Berlin Abgerufen am 16. April 2010.
  20. Alt Katholiken / Gemeinde Berlin Abgerufen am 16. April 2010.
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  22. Diplomatic Berlin (Englisch) Deutschland Online, Abgerufen am 19. Mai 2010.
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  25. Vorläufiger Jahresabschluss 2006, PDF, 73 kB, Senatsverwaltung Finanzen, Abgerufen am 16. April 2010.
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  56. Berliner fahren weniger Auto, Der Tagesspiegel, Abgerufen am 21. Mai 2010.
  57. Großflughafen wird noch größer – und teurer Der Tagesspiegel, Abgerufen am 25. Mai 2010.
  58. Berlin wird zur Ost-West-Drehscheibe, GENIOS, Abgerufen am 20. Mai 2010.
  59. Wasserwerke, Berliner Wasserbetriebe, Abgerufen am 16. Mai 2010.
  60. Batteriespeicheranlage in Berlin Abgerufen am 16. Mai 2010.
  61. Wirtschaftsstandort Berlin, Tagesspiegel, Abgerufen am 16. Mai 2010.
  62. www.berlin.de: Schulreform Abgerufen am 20. Mai 2010.
  63. Presseinformation der Senatsschulverwaltung Abgerufen am 16. Mai 2010.
  64. Bibliotheken im Stadtteil (BIST) (2007–15) auf dem Bibliotheksportal.
  65. Der Berlin-Song hat echte Konjunktur, Die Welt, Abgerufen am 16. Mai 2010.
Dieser Artikel existiert auch als Audioversion.
Gesprochene Wikipedia Dieser Artikel ist als Audioversion verfügbar:
Teil 1: Bis „Kultur und Sehenswürdigkeiten – Museen“
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Teil 2: Ab „Kultur und Sehenswürdigkeiten – Bauwerke“
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Mehr Informationen zur „Gesprochenen Wikipedia“

Quellenhinweis

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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Berlin“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 18. Juli 2010 (Permanentlink: [2]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.